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© Marvin Mears
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Stadttheater Bern

Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.

Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm.

Kontakt

Stadttheater Bern
Bühnen Bern
Kornhausplatz 20
CH-3011 Bern

Telefon: +41 (0) 31-329 51 11
E-Mail: info@buehnenbern.ch

 

Theaterkasse :
Tel. +41 (0)31-329 52 52
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Bewertungschronik

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Familientheater

Holle!

Kinderoper von Sebastian Schwab / 6 +
Libretto von Kai Wessler & Suse Pfister

Premiere: 12.3.2026

Frau Holle, die Verwalterin des Wetters und der Natur, ist stinksauer: Ständig wollen alle was von ihr, die einen mögen’s heiss, für die anderen soll es regnen. Von den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling bis zum Schneegestöber im Winter, immer hat sie zu ent­scheiden, wie das Wetter so spielt. Aber das Wetter ist doch kein Wunschkonzert! Als Frau Holle hinschmeisst, übernehmen ihre beiden Mitarbeiter Pech­-Andy und Gold­-Andy und bemerken dabei: Wetter­-Machen ist ganz schön anstrengend und gar nicht so einfach …

Gemeinsam mit Schulklassen und inspiriert von der Titelfigur Frau Holle des gleichnamigen Grimm’schen Märchens entwickelten Sebastian Schwab und seine Librettist*innen eine humorvolle Kinderoper mit einer ernsthaften Frage: Welche Auswirkungen hat das Handeln der Menschen auf unsere Erde und was passiert eigentlich, wenn das Wetter zunehmend verrücktspielt?

Szenische Einrichtung: Florian Scholz
Bühne: Flurina Leuchter
Kostüme: Axel Aust

Für Kinder und Familien / Ab 6 Jahren

In deutscher Sprache

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Musical

Jesus Christ Superstar

Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber, Gesangstexte von Tim Rice

Premiere: 21.3.2026

Als noch weitgehend unbekannter junger Komponist ver­fasste die spätere Musicallegende Andrew Lloyd Webber gemeinsam mit dem Textdichter Tim Rice Anfang der 1970er­Jahre jenes Musical, das zu einem ihrer grössten Erfolge überhaupt werden sollte und eine regelrechte «Jesusmania» auslöste: Jesus Christ Superstar.

Gemein­sam ergründen die beiden Autoren Jesus von Naza­reths charismatische sowie seine menschliche, gerade­zu zerrissene Seite und zeichnen seine letzten Tage nach, von der Ankunft in Jerusalem bis zur Kreuzigung. Dabei beleuchten sie das Beziehungsgeflecht des Evangeliums auf eine Art und Weise, die in christlich­ konservativen Kreisen in den letzten Jahrzehnten und bis heute immer wieder auch Widerstand auslöst(e), etwa wegen Jesus’ Beziehung zu Maria Magdalena, der durchaus sympathischen Darstellung von Judas oder des zweifelnden Pontius Pilatus. Verpackt in Gestalt einer mitreissenden Rockoper mit bekannten Songs wie «I don’t know how to love him» und «Superstar» schrieb Jesus Christ Superstar Musikgeschichte und ist nun erst­mals auf der Bühne des Stadttheaters zu erleben – inszeniert von dem japanischen Regisseur Tomo Sugao.

Musikalische Leitung: Hans Christoph Bünger
Regie: Tomo Sugao
Bühne & Video: Momme Hinrichs
Kostüme: Gisa Kuhn
Choreografie: Tabatha McFadyen
Dramaturgie: Rebekka Meyer
Licht: Christian Aufderstroth

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Schauspiel

Trophäe

nach dem Roman von Gaea Schoeters

Premiere 28.3.2026

Endlich ist sie da, die Jagdlizenz für das Spitzmaulnashorn, für die Hunter White auf dem Schwarzmarkt eine unan­ständige Summe bezahlt hat. Um Geld geht es ihm nicht, er ist beglückt von dem Gedanken, endlich die Nummer Fünf seiner Big Five zu erjagen und als Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Doch dann geht alles schief, und Wilderer erlegen das für ihn vorgesehene Nashorn. Als der Betreiber der Luxus­-Lodge mitten in der Steppe die komplexen Fragen um Artenschutz, Tourismus und Jagd mit dem Schutz von Minderheiten vergleicht, gerät der weisse Jäger in einen verstörenden Fiebertraum. Hat er wirklich das Angebot erhalten, statt des Nashorns die Big Six zu verfolgen, die Jagd auf einen Menschen? Im Ge­wand eines Thrillers wirft die belgische Drehbuch­- und Romanautorin Gaea Schoeters einen Blick auf die post­koloniale Welt und die komplexen Fragen von Herrschaft, Macht und Menschlichkeit und hinterfragt gleichzeitig die unverändert präsenten Stereotype, mit denen der Westen auf «Afrika» blickt. Der Berner Schauspieldirektor Roger Vontobel wird Gaea Schoeters aufwühlenden Roman als Oratorium und Abgesang auf die Vorherrschaft des weissen Mannes auf die Bühne bringen.

Regie: Roger Vontobel
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Jana Findeklee & Joki Tewes
Musik: Matthias Herrmann
Choreografie: Emma Murray
Lichtdesigner: Michael Gööck
Dramaturgie: Felicitas Zürcher

Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

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Schauspiel

Demian

Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend von Hermann Hesse

Premiere: 1.4.2026

Der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse be­fand sich in einer Lebenskrise, als er 1917 in einem drei­wöchigen Schreibrausch Demian verfasste und unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlichte. Dieser beschreibt darin sein Erwachsenwerden: Er erfährt Demütigungen, sprengt die Grenzen seines strengen Elternhauses, durch­lebt Alkoholexzesse, verklärt eine erste Liebe und findet sich schliesslich in einem Lazarett des Ersten Weltkrieges wieder. An seiner Seite taucht immer wieder der ältere Schüler Demian auf, der ihn in seinen Fragen nach einer Verbindung von Gut und Böse und auf der Suche nach seinem eigenen Ich leitet und unterstützt. Denn beide wis­sen: Es steht der Zusammenbruch Europas bevor, und seine Wiedergeburt braucht neue Werte.

«Letzten Endes sah auch diese Jugend nur klar, was sie nicht wollte: die tiefe innere Verlogenheit dieser alten untergangsreifen Gesellschaftskultur», schreibt die Rezen­sentin Lulu von Strauss und Torney 1922. Mit zunehmen­dem Erfolg seiner «Geschichte einer Jugend» sah Hesse sich gezwungen, das Pseudonym zu lüften, das er ge­wählt hatte, «um die Jugend nicht durch den bekannten Namen eines alten Onkels abzuschrecken», und der er trotzdem aus der Seele gesprochen hatte. Nach Nimm die Alpen weg inszeniert der Schweizer Schauspieler und Regisseur Marin Blülle zum zweiten Mal in Bern.

Regie: Marin Blülle
Austattung: Louis Panizza
Musik: Oh No Noh (Markus Rom)
Licht: Reto Dietrich
Dramaturgie: Krystian Podwórny

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Tanz

Metaphysics

Choreografien von Sidonie Fossé und Rachelle Anaïs Scott

Uraufführung: 18.4.2026

Was liegt hinter dem Messbaren? Mit dieser Frage haben wir zwei Choreografinnen beauftragt, in eine Welt ein­zutauchen, die all das Wahrnehmbare, das Empirische übersteigt. In ihren neuen Stücken suchen Sidonie Fossé und Rachelle Anaïs Scott nach dem metaphysi­schen Potenzial von Körpern in Bewegung. Sie for­schen nach ersten Gründen und letzten Prinzipien, dem Sinn und Zweck des gesamten Seins oder sogar nach der Realität an sich.

Zwei unterschiedliche zeitgenössische Tanzspra­chen – atmosphärisch, choreografisch dicht und reich an Bildern –, die bewegen und in die Tiefe gehen. Sidonie Fossé hat 2023 den Berner Tanzpreis ge­wonnen und im Rahmen von Next Generation bereits ein Stück für Bern Ballett choreografiert.

Rachelle Anaïs Scott arbeitet zum ersten Mal mit dem Ensemble von Bern Ballett. Als NEXT STEPS-Artist ist sie Teil des Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit dem Migros­-Kulturprozent Tanzfestival Steps, der St. Gallen Dance Company und Bern Ballett.

Choreografie: Sidonie Fossé
Choreografie: Rachelle Anaïs Scott (NEXT STEPS-Artist)
Bühne & Lichtdesign: Lukas Marian
Kostüme: Irina Shaposhnikova
Dramaturgie: Isabelle Bischof
Dramaturgie: Bettina Fischer

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Schauspiel

Die Orestie

von Aischylos

«Worte des Hasses zahlen für Worte des Hasses. Blut wird bezahlt mit Blut.» Die Orestie von Aischylos erzählt von den verheerenden Folgen des Krieges, von der ewigen Spirale aus Gewalt und Rache. Und schliesslich von der Geburt der Demokratie, einer «Satzung, die für alle Zeit gelten soll».

Der Plot der antiken Trilogie ist schnell erzählt: Agamemnon kehrt siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurück. Klytaimestra wartet schon lange auf die Rück­kehr ihres Mannes – um ihn zu töten. Denn Agamemnon hat einst die gemeinsame Tochter Iphigenie geopfert, «um damit den Nordwind zu beschwören». Klytaimestras Rache ist verständlich, aber wer tötet, bezahlt, und so rächt ihr Sohn Orest, angestachelt von seiner Schwester Elektra und dem Gott Apollon, wiederum den Vater­mord und tötet Klytaimestra. Erst die Göttin Athene be­endet den mörderischen Kreislauf der Gewalt. Sie gründet ein Bürgergericht, das über Recht oder Unrecht von Orests Tat entscheiden soll. Denn «die Sache ist zu schwierig, als dass ein Sterblicher allein es wagen könnte, zu richten.»

Die deutsch­-dänische Regisseurin Anja Behrens wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ins­zeniert an Theatern in Dänemark, Österreich und Deutsch­land. Am Königlich Dänischen Theater hat sie zuletzt die gefeierte Inszenierung Peer Gynt auf die Bühne gebracht. Sie hat sich bereits mehrfach mit antiken Stoffen auseinandergesetzt und wird nun Die Orestie als bildgewaltige Klagefeier auf die Bühne des Stadttheaters bringen.

Regie: Anja Behrens
Ausstattung: Laura Rasmussen
Licht: Bernhard Bieri
Dramaturgie: Julia Fahle

ca. 1h 45min ohne Pause

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© Janosch Abel
Oper

Le nozze di Figaro

Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte

Figaro und Susanna wollen eigentlich nur heiraten, doch dieses Unterfangen stellt sich als komplizierter heraus als gedacht. Auf dem Weg unter die Haube müssen Intri­gen und Verehrer abgewehrt sowie Treue­ und Eifer­suchtsproben bestanden werden: So wirbt Figaros Chef Graf Almaviva ebenfalls um Susanna, die sich mit des­sen Frau, der Gräfin, verbündet; Figaro hingegen glaubt sich betrogen – und dann schwirrt da noch schmach­tend der junge Cherubino herum. Ein Verwirrspiel aus Verkleidungen und Verwechslungen beginnt!

Das zu seiner Zeit überaus populäre Schauspiel von Beaumarchais barg Ende des 18. Jahrhunderts in seiner expliziten Kritik am Adel und dessen Gebaren politische Sprengkraft. Auf dieser Vorlage schuf Mozart gemeinsam mit Lorenzo Da Ponte eine seiner bis heute beliebtesten Opern: voller Witz und Verve, aber auch mit Melancholie und dem für Mozart und Da Ponte typischen, ebenso scharfen wie liebevollen Blick für die skurrilen Eigenheiten des Menschen. Für Bern inszeniert Regisseur Marco Štorman die Oper als Sommernachtstraum zwischen Magie und Realität, mit Figuren, die stets auf der Suche sind nach Balance in einem Leben, das immer mal wieder auf den Kopf gestellt wird.

Musikalische Leitung: Clément Lonca
Regie: Marco Štorman
Bühne: Márton Ágh
Kostüme: Anna Rudolph
Licht: Christian Aufderstroth
Dramaturgie: Rebekka Meyer
Chordirektor: Zsolt Czetner

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ca. 3h inkl. Pause

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© Gregory Batardon
Tanz

Hello Earth!

Choreografien von Marco Goecke und Hege Haagenrud

Sein Bewegungsvokabular ist einzigartig: Hände, die wie seltsame Vögel flattern und zittern. Gliedmassen, so rasant beschleunigt, als würden sie ein Eigenleben führen. Marco Goecke gilt als eine der grössten choreografi­schen Entdeckungen des 21. Jahrhunderts. In Hello Earth scheint der Choreograf von weit weg auf unsere Erde zu blicken. Am Boden der Bühne liegt ein weisses Herz aus Popcorn, das durch die Bewegungen der Tänzer*in­nen in einzelne Atome zersprengt wird. Ein atmosphä­risch dichtes, eigenwilliges Stück und bereits das zweite von Marco Goecke, das unser Ensemble auf die Bühne bringen darf.

Hege Haagenrud ist eine renommierte norwegi­sche Choreografin. Ihre Arbeiten basieren oft auf im Vorfeld geführten Interviews, von denen sie die Sprach­aufnahmen als Audio­-Einspieler nutzt. Lippensynchroni­sation und Choreografie verbindet sie auf einzigartige Weise. Wir haben die Künstlerin eingeladen, ein neues Stück im Grenzbereich zwischen Tanz und Textillust­ration, zwischen Bewegung und Verfremdung im Kontext zu Hello Earth zu kreieren. Die Choreografin ist für ihre absurden Szenen bekannt, in denen durch ein exaltiertes Bewegungsrepertoire ganz eigene Erzählwelten auf der Bühne entstehen. (in deutscher und englischer Sprache)

Mit deutschen Untertiteln

ca. 1h 40Min. inkl. Pause

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© Yoshiko Kusano
Schauspiel

Mogli oder this way is not the way to the waterfall (wirklich nicht)

von Ralph Tharayil

Ralph Tharayil, Hausautor der Spielzeit 2024/25, hat sich in Bern mit seinem Debüt Nimm die Alpen weg sowie mit ergänzenden Texten zu Max Frischs Graf Öderland bereits vorgestellt. Im Januar 2026 wird sein neues Stück in der Vidmar 2 zur Uraufführung kommen.

«Welcome to the jungle, we got fun and games», heisst es bei Guns N’ Roses. Vielleicht könnte man sagen, dass der Dschungel die Chiffre der Wildheit ist; dass im Dschungel die Trennlinie zwischen Wolf und Mensch verläuft; dass der Dschungel die Metapher ist für jene gnadenlose Logik, mit der der Körper zur postdigitalen Kapitalware geworden ist; dass es dieser Körper doch vielleicht einfach mal mit Gemütlichkeit probieren sollte – auf den Lieferando­-Bikes, in den Coltan­ Minen oder auf den Gerüsten der Baustellenwüsten; und dass dieser Körper ja doch menschlich sein könnte. Vielleicht so.

Die Regisseurin Miriam Ibrahim wird den neuen Text von Ralph Tharayil in Bern zur Uraufführung bringen. Sie inszenierte «Blues in Schwarz Weiss» mit Gedichten von May Ayim und Texten von Julienne De Muirier, «Leyla.Fragmente» zum Thema Queerness und Islam mit Texten u.a. von Fatima Moumouni, «Adas Raum» von Sharon Dodua Otoo. Nach Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Hannover, am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Residenztheater München ist dies die erste Arbeit in Bern.

Regie & Musik: Miriam Ibrahim
Austattung & Video: Andrea Barba
Dramaturgie: Julien Enzanza

ca. 2h ohne Pause

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© Annette Boutellier
Schauspiel

Die heilige Johanna der Schlachthöfe

von Bertolt Brecht

Wir kaufen Bio-­Gemüse, möglichst regional, versuchen weniger Fleisch aus Massentierhaltung zu essen, fliegen nur, wenn es unbedingt nötig ist, und verleihen Preise an Aktivist*innen. Aber nützt das? Oder fördern wir dadurch nur neue Märkte, die uns ein ruhigeres Ge­wissen verkaufen, damit wir letztlich genauso weiter­ machen können wie bisher? Können wir uns heute Widerstand jenseits der kapitalistischen Logik überhaupt vorstellen? Und wie sähe der aus?

In Brechts 1929 geschriebenem Stück Die heilige Johanna der Schlachthöfe sind die Fabriken geschlos­sen, die Arbeitslosen hungern und die Konkurrent*innen der Fleischindustrie suchen nach immer neuen Wegen, um noch mehr Profit herauszuschlagen. Johanna Dark, eine charismatische junge Frau, kämpft gegen Unrecht und Ausbeutung, verteilt Suppe und Gottes Wort. Da­bei lernt sie den Fleischkönig Mauler kennen, der ihren Idealismus gekonnt für sich zu benutzen weiss. Und so gerät Johanna Dark selbst in die Mühlen des Wirt­schaftssystems, das sie kritisiert, und wird zu einem Werkzeug des kapitalistischen Wachstums. Die italieni­sche Regisseurin Camilla Dania fragt danach, wie Revolution heute möglich ist, wenn selbst die Kritiker*in­nen zu Spielfiguren des Systems werden, gegen das sie kämpfen.

Regie: Camilla Dania
Bühne: Samuel Herger
Kostüme: Charlotte Morache
Musik: Robert Pachaly
Dramaturgie: Julia Fahle

ca. 1h 45min ohne Pause

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© Yoshiko Kusano
Kindertheater

Der letzte Regenbogenvogel

frei nach dem Bilderbuch von Nora Brech | 4 +

Der Regenbogenvogel ist ein sehr besonderer Vogel mit einem prachtvollen Gefieder in allen Farben des Regen­bogens. Doch leider ist er fast ausgestorben. Um ihn zu retten, muss die Professorin Fieder, die ihr Leben der Rettung von seltenen Vogelarten widmet, unbedingt einen zweiten Regenbogenvogel finden. Dabei helfen ihr Kim und Karl. Die beiden Kinder begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, bei der sie die gesamten Farben des Regenbogens entdecken und fröhlichen Haus­vögeln, majestätischen Unterwasservögeln und leuchtenden Lampenvögeln begegnen – und ganz bestimmt auch dem Regenbogenvogel!

Lisa­-K. Breuer, bereits für unser Kinderstück Frederick mitverantwortlich, wird das Bilderbuch der gefeierten norwegischen Bilderbuchautorin und Illustratorin Nora Brech für alle Menschen ab 4 Jahren auf die Bühne bringen: Es wird bunt und vogelwild.

Regie. Lisa-K. Breuer
Bühne. Sophie Lindt
Kostüme. Corinne Krähenbühl
Licht. Reto Dietrich
Choreografie. Danique de Bont
Dramaturgie. Krystian Podwórny

Ab 4 Jahren
ca. 40 Minuten
Relaxed Performance

Anmeldung für Schulklassen: +41 31 329 52 52

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Schauspiel

Die kleinen Meerjungraun

DAS FLUTSCHIGE STRIKES BACK
Eine Einschwörung auf die Epoche der Transformationen von Kim de l’Horizon

Das neue Stück von Kim de l’Horizon ist eine Überschrei­bung des Märchenstoffes um die kleine Meerjungfrau. Es ist eine Geschichte über die Sehnsucht nach einem anderen Körper, den Traum von der einzigen wahren Liebe und den Preis, den gesellschaftlicher Aufstieg fordert.

An seinem 15. Geburtstag darf das kleine Meer­jungrau endlich an die Meeresoberfläche schwim­men – und entdeckt Ungeheuerliches: einen Marcomann! Wunderschön und auf geraden Beinen. Sofort wird das Meerjungrau von wilden Wünschen gepackt, halb Begehren, halb die Sehnsucht, anders zu sein. Im Tausch für die neue Norm und ein besseres Leben verzichtet es auf Flutschigkeit, schillernde Schuppenpracht und seinen grossen glitzernden Schwanz – und zahlt dafür in der neuen Welt mit Unsichtbarkeit und Schweigens.

Kim de l’Horizon ist seit dem Schweizer wie dem Deutschen Buchpreis politisch wie literarisch eine Grösse – und in Bern seit der Hausautor*innenschaft 2021/22 und zwei Inszenierungen bekannt (Hänsel & Greta & The Big Bad Witch sowie Blutbuch). Den neuen Stückauftrag bringt das Trio ACE (Alia Luque, Christoph Rufer, Ellen Hofmann) auf die Bühne.

Regie: Alia Luque (Trio ACE)
Bühne: Christoph Rufer (Trio ACE)
Kostüme: Ellen Hofmann (Trio ACE)
Licht: Jonas Bühler
Dramaturgie: Felicitas Zürcher

ca. 1h 30 Minute

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Schauspiel

Blutbuch

nach dem Roman von Kim de l’Horizon

Der Senkrechtstart von Kim de l’Horizon sucht seinesgleichen: Nachdem der Debütroman Blutbuch 2022 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet war, folgte die Nominierung auch in der Schweiz, und nach dem Deutschen Buchpreis auch der Schweizer Buchpreis. Seither macht Kim de l’Horizon im gesamten Kulturbetrieb ordentlich Furore – und das zu Recht. Blutbuch ist ein vielschichtiges, zärtliches, radikales Buch, das gleich auf mehreren Ebenen revolutionär ist: Es handelt von einer Blutbuche und einem Kind, das von dem Baum lernen will. Es geht um Grossmeer, die eine Grossmutter und gleichzeitig unendlich weit ist, und um Meer, die Mutter ist und vielleicht auch eine Hexe. Es geht um weibliche Genealogie, nicht definierbare Körper und Verwandtschaft jenseits von Familie. Kim de l’Horizon lotet Grenzen aus, jene der Sprache ebenso wie jene des Geschlechts, nennt das Blutbuch einen Anti-Roman, die Schreibweise «écriture fluide».

Nach dem Erfolg von Hänsel & Greta & The Big Bad Witch, dem Stück, das Kim de l’Horizon als Hausautor*in am Schauspiel Bern schrieb, wird in der Saison 2025/26 als Wiederaufnahme eine Adaption von Blutbuch in der Regie von Sebastian Schug in Bern zu sehen sein.

Regie & Fassung: Sebastian Schug
Ausstattung: Nico (Nicole) Zielke
Dramaturgie: Julia Fahle

1h 45 Minuten

TW: Die Inszenierung enthält Schilderungen von expliziten sexuellen Handlungen und rassistische Sprache.

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© Annette Boutellier
Schauspiel

Der Goalie bin ig

von Pedro Lenz

Der Goalie ist in Bern Kult geworden – wir wollen deshalb auch in der kommenden Spielzeit nicht auf ihn verzichten und ihn wie in den vergangenen zehn (!) Jahren seine schön-traurige Geschichte erzählen lassen: So richtig viel Glück hat er nicht gehabt im Leben. Zuletzt war da diese dumme Sache mit dem Gefallen, den er einem Kumpel getan hat und für den er ein Jahr in den Knast gewandert ist. Ein Jahr später ist alles Schnee von gestern und Goalie wagt einen Neuanfang. Ob er endlich das Herz der schönen Regula gewinnt?

Regie: Till Wyler von Ballmoos
Bühne & Kostüme: Eva-Maria Bauer E.-M.
Video: Patrick Durst
Dramaturgie: Sabrina Hofer

1 Stunde 30 Minuten

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Festival

Tanzfestival Steps

Zeitgenössischer Tanz für die ganze Schweiz

Das Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps organisiert alle zwei Jahre Tourneen mit herausragenden Werken des aktuellen zeitgenössischen Tanzschaffens. Während rund vier Wochen wird die Schweiz mit Auftritten von Compagnien aus dem In- und Ausland zur Plattform für zeitgenössischen Tanz. Die 20. Ausgabe von Steps findet vom 5. bis 29. März 2026 statt.

Steps steht für Stilvielfalt und hohe Qualität. Diversität sowie Inklusion spielen in unserem Programm zentrale Rollen. Wir greifen gesellschaftliche Themen auf und fördern innovatives Tanzschaffen. Das Festival kann dabei auch Impulsgeberin spielen: Zahlreiche Werke entstehen als Koproduktionen und werden im Rahmen der Biennale uraufgeführt.

Neben der Bühne organisieren wir ein Rahmenprogramm, das sich mit ausgewählten Angeboten ans Publikum richtet und der Schweizer Tanzszene mit spezifischen Formaten Impulse und Inspiration gibt.

Als grösstes Tanzfestival der Schweiz bringt Steps den Tanz flächendeckend im ganzen Land auf die Bühne. Mit Unterstützung unserer Partnertheater und der tourenden Compagnien sind wir bemüht, die Emission von klimaschädigenden Treibhausgasen so klein wie möglich zu halten. Seit 2021 formulieren wir in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit für jede Ausgabe konkrete Massnahmen und setzen sie um.

Die Compagnien bespielen die unterschiedlichsten Häuser – von den grossen Stadttheatern über alternative Kulturhäuser bis zu regionalen Mehrzweckhallen. Die einzigartige Festivalstruktur ermöglicht einem breiten Schweizer Publikum einen unmittelbaren Zugang zu Tanz. Dieser Zugang soll auch für Menschen mit Behinderungen gelten. Seit 2018 sind wir Labelpartner von «Kultur inklusiv» und machen uns in der Veranstalter*innen-Community für barrierefreie Zugänge stark.

Mit rund vierzig Schweizer Tanz- und Theaterhäusern sowie einer Vielzahl weiterer Akteur*innen ist um Steps seit der ersten Ausgabe im Jahr 1988 ein Netzwerk entstanden, das Tanzschaffende und Veranstalter*innen verbindet und mit grosser Kontinuität Koproduktionen in den unterschiedlichsten Formen und Formaten initiiert.

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Tanz

Tanzfestival Steps: Twi/light

Bern Ballett und die Tanzkompanie St. Gallen touren gemeinsam durch die Schweiz

Night Shining Clouds
Choreografie: Marioenrico D'Angelo (NEXT STEPS-Artist)
Bühne: Verena Hemmerlein
Kostüme: Irina Shaposhnikova

Vanishing Point
Choreografie: Rachelle Anaïs Scott (NEXT STEPS-Artist)
Bühne: Lukas Marian
Kostüme: Mikaela Kelly

Als grösstes Tanzfestival der Schweiz bringt das Migros­-Kulturprozent Tanzfestival Steps alle zwei Jahre herausra­gende Werke des aktuellen zeitgenössischen Tanzschaf­fens flächendeckend im ganzen Land auf die Bühne. Diesmal mit dabei: Bern Ballett und die St. Gallen Dance Company. Im Rahmen des Pilotprojekts NEXT STEPS sind für die beiden Ensembles zwei choreografische Arbeiten entstanden, die nun gemeinsam auf Tour gehen: Night Shining Clouds von Marioenrico D’Angelo und Vanishing Point von Rachelle Anaïs Scott. Vom 5. bis 29. März 2026 findet bereits die zwanzigste Ausgabe von Steps statt.

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Stadttheater Bern

Bühnen Bern

Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.



Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm.
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Email: kasse@buehnenbern.ch

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Aufführungen / Theater Stadttheater Bern Bern, Kornhausplatz 20
Aufführungen / Theater Schlachthaus Bern Bern, Rathausgasse 20/22
Literatur+Sprache / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Konzerte / Konzert Konzerte Bern Klassische Konzerte in Bern
Aufführungen / Kulturveranstaltung Dampfzentrale Bern Bern, Marzilistr. 47
Aufführungen / Theater Theater am Käfigturm Bern, Spitalgasse 4
Aufführungen / Theater Theater in Thun Thun, Bahnhofstr. 1
Aufführungen / Theater Theater Alte Oele Thun Thun, Freienhofgasse 10a
Aufführungen / Theater Stadttheater Biel Biel, Burggasse 19
Aufführungen / Theater Stadttheater Solothurn Solothurn, Fischergasse

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