5. bis 14.6.2026
an authentischen Orten in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel
Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher
Jedes Jahr feiern die Händel-Festspiele das meisterhafte Werk des Musikers und Komponisten.
Die ersten Händel-Feste in Halle gab es bereits im 19. Jahrhundert. 1922 wurden Händels Opern bei „Halleschen Händelfesten“ wiederentdeckt, und seit 1952 finden die Händel-Festspiele regelmäßig einmal jährlich statt – zu Ehren Händels, der in Halle geboren wurde und hier die ihn prägenden ersten Jahrzehnte verbrachte, sowie zu Ehren seiner großartigen Musik.
Das Carillon im Roten Turm auf dem halleschen Marktplatz ist mit seinen 76 Bronzeglocken das größte Glockenspiel Europas. Die Glocken tönen nicht nur im Takt der Zeit. Sie verraten auch täglich die Zahl der neugeborenen Kinder in Halle und empfangen sie mit dem „Halleluja“ aus Händels Messiah. Regelmäßig finden Konzerte mit regionalen und internationalen Musikerinnen und Musikern statt. Zum Carillon-Konzert zur Eröffnung der Händel-Festspiele ist die Carillonneurin von Utrecht und Nimwegen Malgosia Fiebig zu erleben.
Stadtmuseum Halle in Kooperation mit den Händel-Festspielen
Gegen Ende des 11. Jahrhunderts zog ein Heer schlecht ausgerüsteter Ritter ins Heilige Land, getrieben von der vagen Vorstellung, Jerusalem für die Christenheit zurückzuerobern. Die politischen Ergebnisse dieser wahnwitzigen Unternehmung waren nicht von Dauer, doch die Abenteuer der Kreuzritter inspirierten immer wieder Dichter und Musiker. Auch Händel griff den Stoff auf. In seiner Version versucht die Zauberin Armida, den Kreuzritter Rinaldo von der Eroberung Jerusalems abzuhalten: Sie entführt seine Geliebte Almirena und lockt ihn in ihr Schloss, wo Versuchungen und Gefahren lauern. Doch Rinaldo erweist sich – anders als viele andere Männerfiguren bei Händel – als erstaunlich pflichtbewusster Held. Händel zog für Rinaldo alle Register: Die Oper ist voll mit Ohrwürmern und spektakulären Effekten – von einem feuerspeienden Drachen bis zu lebenden Vögeln. Rinaldo wurde ein voller Erfolg – und markiert Händels glanzvollen Einstand auf der Londoner Opernbühne.
Händelfestspielorchester Halle
Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Inszenierung: Walter Sutcliffe
Bühne: Hartmut Schörghofer
Kostüme: Dorota Karolczak
Dramaturgie: Toni Burghard Friedrich
Solisten: Goffredo: Yulia Sokolik, Almirena: Franziska Krötenheerdt, Rinaldo: Christopher Lowrey, Eustazio: Constantin Zimmermann, Argante: Ki-Hyun Park, Armida: Vanessa Waldhart, Ein christlicher Magier, Herold: Aco Bišćević
Ticket Preise: 85 / 75/ 60 / 45 / 35 €
Termine
Fr 12.6.2026, 19:00 | Ticket
So 14.6.2026, 15:00 | Ticket
Nachts im Museum (er)scheinen die Dinge anders! Die Führung erhellt einzelne Objekte und bietet Klangbeispiele aus Händels "Nacht-Musik". Zu sehen sind u.a. in einer Inszenierung die Bronzekopie (1859) der Händel-Skulptur von Roubiliac und ein colorierter Kupferstich ihres Standortes in den Vauxhall Gardens von 1751.
Bewertungen & Berichte Mannsbilder. Too hot to Händel?
3Stadtführung
"Halle, die Schöne"
Rundfahrt mit dem Oldtimer-Bus
So schön haben deutsche Großstädte einmal ausgesehen – nur in Halle kann man das noch heute bewundern. Ganze Stadtviertel mit Gründerzeit- und Jugendstil-Häusern verblüffen jeden, der Halle zum ersten Mal besucht: Dank der Kapitulation vor den amerikanischen Truppen blieb die Stadt 1945 von der Zerstörung verschont. Erhalten blieben dadurch auch die alten Baudenkmäler wie Dom, Marktkirche, Moritzburg, Neue Residenz, Renaissancehäuser oder die klassizistische Universität. Falls Sie also zwischen den Konzerten und Opernaufführungen genügend Zeit haben: Buchen Sie schon jetzt eine der spannenden Stadtführungen!
Mit Karl Altenburg (Stiftung Händel-Haus) und Jürgen Pfüller (Pianist)
Vor mehr als 250 Jahren war Halle der Schaffensort von Wilhelm Friedemann Bach, seinerzeit Director Musices und Organist an der hiesigen Marktkirche. Im ehemaligen Wohnhaus des ältesten Bach-Sohnes bewegt man sich jedoch nicht nur auf dessen musikalischen Spuren, sondern unternimmt vielmehr eine Zeitreise durch die gesamte Geschichte der Musikstadt Halle. Unterwegs begegnet man einer ganzen Reihe von hallischen Komponisten, wie dem Balladenkönig Carl Loewe oder der Lokalgröße Robert Franz. Musikalisch umrahmt wird die kurzweilige Führung durch den Pianisten Jürgen Pfüller, der einige originale Musikinstrumente aus den Beständen der Stiftung Händel-Haus zum Klingen bringt.
Ticket Preise: 10,00 €
Termine
Do 11.6.2026, 16:00 | Ticket
Fr 12.6.2026, 16:00 | Ticket
Händel-Festspiele
Große Nikolaistraße 5
D-06108 Halle (Saale)
Führung in der Bibliothek der Stiftung Händel-Haus
Mit Jens Wehmann (Bibliothekar Stiftung Händel-Haus)
Wie wurden zu Händels Zeit Notendrucke hergestellt? Was sind die ältesten Bücher in der Sammlung? Was haben Albert Schweitzer und Stefan Zweig mit Händel zu tun? Wir öffnen unsere Schatzkammer und zeigen seltene Erstausgaben und barocke Notenhandschriften.
Ticket Preise: 8,00 €
Termine
Fr 12.6.2026, 17:00 | Ticket
So 14.6.2026, 12:00 | Ticket
Ort
Händel-Haus Halle
Große Nikolaistraße 5
D-06108 Halle (Saale)
Singen, komponieren und musizieren gehören seit ewigen Zeiten zu Halle wie das Salz. Die reiche Musikgeschichte Halles lässt diesen Rundgang klingen, vibrieren und tönen. Dafür sorgen Namen wie Händel, Scheidt, Zachow, Franz, Bach, Reichhardt, Türk. Aber nicht nur bedeutende Musiker und Komponisten bereichern die Kapitel dieser Geschichte, sondern mit Dom, Marienkirche, St. Ulrich, Neuer Residenz oder Händelhalle auch faszinierende Stätten der Musikdarbietung sowie Institutionen mit viel Tradition wie Stadtsingechor, Singakademie oder Staatskapelle.
Ticket Preise: 16,00 €
Dauer: ca. 2 Stunden
Veranstalter: StattReisen Halle in Zusammenarbeit mit den Händel-Festspielen
Nach Georg Friedrich Händels Rodelinda, Regina de’ Longobardi
Wie erklärt man Kindern eine Händel-Oper, ohne dass sie abschalten? Der Literaturwissenschaftler und Grimme-Preisträger Michael Sommer schafft das mit Playmobilfiguren! Bekannt durch seinen YouTube-Kanal Sommers Weltliteratur to go, bringt er seit Jahren Klassiker der Weltliteratur pointiert und mit Witz auf den Punkt. Gemeinsam mit dem Ensemble NeoBarock erzählt er nun Händels Rodelinda in einem neuen, unterhaltsamen Format. In kurzen, humorvollen Videosequenzen schildern Playmobilfiguren die Oper aus einer überraschenden Perspektive – durch die Augen des Kindes Flavio, das die Machtspiele und familiären Verwicklungen seiner Eltern mit kindlichem Blick beobachtet. Dazu erklingt von NeoBarock auf historischen Instrumenten liebevoll bearbeitete Musik Händels – lebendig, nahbar und von erstaunlicher Aktualität: Rodelinda, eine starke Frau, die sich gegen männliche Autoritäten behauptet, steht für Themen, die bis heute berühren: Mut, Loyalität und Gleichberechtigung. Ein spielerischer Einstieg in die Welt der Barockoper – für junge Musikfans ab 6 Jahren.
Videoinszenierung: Michael Sommer
Sopran: Carly Power
Tenor: Camilo Delgado Díaz
Neobarock
Barockvioline, Leitung: Maren Ries
Barockvioline: Kateřina Ozaki
Barockvioloncello: Juris Teichmanis
Cembalo: Stanislav Gres
Musikalische Leitung: Keno Weber, Jens Arndt
Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“
Pfeiferstuhl Music Halle
Mit Werken von u. a. Raffaella Aleotti, Laura Hawley, Fanny Hensel, Clara Schumann, Ethel Smyth, Louise Reichardt, Evita Rudžionytė und Karin Rehnqvist
Komplementär zum Mannsbilder-Motto der diesjährigen Festspiele präsentiert der Kammerchor des Universitätschores „Johann Friedrich Reichardt“ gleichsam eine „Damenwahl“: Ein Programm, das ausschließlich aus Werken von Komponistinnen besteht. Nachdem Frauen jahrhundertelang als Tonsetzerinnen unterschätzt und systematisch aus dem „Männerberuf“ ferngehalten wurden, zeigt das Hallesche Ensemble, wie reichhaltig und stilistisch breitgefächert die weibliche Musikgeschichte ist. Ethel Smyth war die erste Frau, die in Leipzig Komposition studierte. Zudem engagierte sie sich politisch in der Suffragetten-Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts das Wahlrecht für Frauen in Großbritannien erkämpfte. The March of the Women wurde zur Hymne für Frauenrechte weltweit – und stellt verdientermaßen den Titel dieses Konzerts. Flanieren Sie also zunächst durch den Botanischen Garten und marschieren Sie danach an der Seite von Raffaella Aleotti, Fanny Hensel, Ethel Smyth, Evita Rudžionytė und Karin Rehnqvist durch die Musikgeschichte.
Ticket Preise: 50 €
In Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Oper wird zum Live-Game: In einer interaktiven Spielanordnung über Sprache und das gegenseitige Verstehen taucht das Publikum in eine Fabelwelt ein und wird zum Mitspieler in einem Game. Seit Anbeginn der Menschheit sind nicht nur Tiere, Pflanzen und Vögel, sondern auch Menschen unterwegs. Das Kollektiv Kobakant entwickelt gemeinsam mit der Regisseurin Alicia Geugelin und zwei Sängerinnen ein theatral-digitales Spiel, das sich mit dem Kommen und Gehen auseinandersetzt und dabei in verschiedene Perspektiven reinschlüpfen lässt. Wie ist bei aller Unterschiedlichkeit eine Verständigung miteinander möglich? Im Music Game kann das live und interaktiv in verschiedenen Rollen ausprobiert werden.
Künstleriche Leitung: KOBAKANT
Inszenierung: Alicia Geugelin
Dramaturgie: Julia Schinke
Schauspielerin: Alexandra Marisa Wilcke
Ensemble Arava:
Sopran: Einat Aronstein
Violine: Sophie Wedell
Violoncello: Nora Matthies
Cembalo, Leitung: Avinoam Shalev
Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Giovanni Bononcini, Heinrich Ignaz Franz Biber, Dietrich Buxtehude, Antonio Caldara und Jean-Marie Leclair
Warum feiern wir Opern und Kantaten der Barockmusik, in denen Frauen auf wenige Stereotype reduziert und nur an ihrem Bezug zu Männern gemessen werden? Während gesellschaftlich heiße Debatten über Gleichberechtigung und Sexismus toben, bringen wir in der klassischen Musik immer noch haarsträubende Klischees auf die Bühne: die eifersüchtige Furie, das naive Dummchen oder die Heilige. Muss das so sein? Gemeinsam mit der Schauspielerin Alexandra Marisa Wilcke versucht sich das Ensemble Arava an etwas Neuem – in einer einstündigen Performance aus Musik und Wort. Denn obwohl veraltete Rollenbilder letztlich uns allen schaden, fällt es mitunter schwer, sich davon zu lösen – und manche Parallele zur Gegenwart trifft direkt ins Herz. So wird den Frauen, von denen auf der Bühne gesungen wird, eine differenzierte Stimme gegeben, und damit ein Weg gezeichnet, wie man die Werke, die wir lieben, auf zeitgemäße Art aufführen kann.
Neoclassical Ensemble of Tehran
Santur: Arash Mohafez
Tar: Nima Noury
Percussion: Farid Kheradmand
Hamburger Ratsmusik
Viola da gamba: Simone Eckert
Cembalo: Anke Dennert
Mit Werken u. a. von Georg Friedrich Händel, Marin Marais, Abdolqâder Marâqi und Abolhasan Saba
Eine musikalische Flussreise der besonderen Art: Auf der MS Händel II begegnen sich westliche Barockklänge und die reiche Klangwelt Persiens. Unter dem Titel Faszination Persien verbindet das Konzert Werke von Georg Friedrich Händel und Marin Marais mit selten gehörter persischer Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert – ein Dialog zwischen zwei Kulturen, die sich in Eleganz und Ausdruck überraschend nah sind. Der Historiker und Komponist Dimitrie Cantemir (1673–1723) sammelte zeitgenössische und ältere Musik aus dem Osmanischen Reich und Persien in einer von ihm selbst entwickelten Notation. Seine Notationen dokumentieren eine Epoche, die ohne ihn in Vergessenheit geraten wäre. An Bord der MS Händel II gestalten die Hamburger Ratsmusik und das Neoclassical Ensemble of Tehran ein faszinierendes Klangpanorama, in dem Santur, Tar und Viola da gamba aufeinandertreffen. Eine Reise durch das romantische Saaletal, die barocke Klänge mit orientalischer Poesie verbindet.
Ticket Preise: 45 €
Termine
Mi 10.6.2026, 18:00 | Ticket
Do 11.6.2026, 18:00 | Ticket
Judas Maccabaeus: Thomas Hobbs
Simon: Matthias Winckhler
Israelitish Woman: Suzanne Jerosme
Israelitish Man: Olivia Vermeulen
Priest: Jaro Kirchgessner
Vocalensemble Rastatt
Les Favorites
Oratorium in drei Akten, HWV 63 (1747)
Libretto von Thomas Morell, basierend auf dem (apokryphen) Ersten Buch der Makkabäer und Flavius Josephus’ Antiquitates Judaicae (93/94 n. Chr.)
Musikalische Leitung: Holger Speck
Ein Held der Freiheit, ein Volk in Aufruhr, ein Oratorium von überwältigender Kraft: In Judas Maccabaeus verwandelt Händel biblische Geschichte in packendes musikalisches Drama. Triumph und Trauer, Pathos und Pracht liegen hier dicht beieinander. 1747 gelang dem bereits seit 20 Jahren britischen Staatsbürger Händel damit ein außergewöhnlicher Wurf, der seine Wahlheimat begeisterte: Das Oratorium feiert den Sieg des Herzogs von Cumberland über die Jakobiten und den katholischen Prinzen Charles Edward Stuart. Herausragend sind die ergreifenden Lamenti, die glanzvollen Chöre und die monumentale Klangarchitektur, die den Helden als mutigen, entschlossenen und zugleich leidenschaftlichen Anführer zeichnen – und Händel unaufhaltsam in den Rang eines englischen Nationalkomponisten erhoben. Das Vocalensemble Rastatt und das Originalklang-Ensemble Les Favorites entfalten unter der Leitung von Holger Speck das Werk in seine ganzen emotionalen und klanglichen Wucht.
Ticket Preise: 65/50/30 €
Mit freundlicher Unterstützung der GP Günter Papenburg AG
Dramma per musica in drei Akten, HWV 6 (1709)
Libretto mutmaslich von Vincenzo Grimani, basierend auf Tacitus‘ Annales und Suetonius‘ Vita divi Claudii
Das alte Rom als Opernstoff – was soll man da erwarten? Einen etwas trotteligen Kaiser, der vom Feldzug siegreich zurückkehrt und bei der schonen Poppea entspannen will, einen Feldherrn, der sie aufrichtig liebt, einen windigen Thronfolger in spe, der ihr ebenfalls nachsteigt, und zwei überforderte Höflinge ohne allzu viel Moral. All diese Figuren sind verstrickt im Netz der skrupellosen Kaiserin, die mit Schmeichelei, Verstellung und Luge ihrem Sohn den Thron sichern will. Im bitterbos-komischen Intrigenspiel mit rasant wechselnden Konstellationen kommen weder Manner noch Frauen gut weg. Der einzige Aufrichtige, der Feldherr Ottone, dem Liebe mehr bedeutet als Macht, gerat zwischen alle Fronten. Für Handel war Agrippina, entstanden kurz vor seiner Abreise aus Italien, der erste große Opernerfolg. Bis heute überzeugt die scharfzüngige Polit-Satire mit musikalischer Raffinesse: Zahlreiche in Italien entstandene Hits verarbeitet Händel hier zu einem unwiderstehlichen Opernerlebnis.
Musikalische Leitung: Laurence Cummings
Inszenierung: Walter Sutcliffe
Bühne: Aleksandar Denić
Kostüme: Frank Schönwald
Dramaturgie: Boris Kehrmann
Solist:innen: Claudio: Ki-Hyun Park, Agrippina: Romelia Lichtenstein, Nerone: Leandro Marziotte, Poppea: Vanessa Waldhart, Ottone: Christopher Ainslie, Pallante: Lars Conrad, Narciso: Annika Westlund, Lesbo: Michael Zehe
Chor der Oper Halle
Händelfestspielorchester Halle
Ticket Preise: 65/55/45/35/20 €
Eine Produktion der Oper Halle im Rahmen der Händel-Festspiele
Termine
Mi 10.6.2026, 19:30 | Wiederaufnahme | Ticket
Sa 13.6.2026, 19:30 | Ticket
Rosa von Praunheims queeres Kult-Musical Stadt der verlorenen Seelen (1983) porträtiert das schillernde Leben einer Gruppe exzentrischer US-amerikanischer Cabaret-Performer. Drag Queens, Tänzer und Akrobaten sowie Menschen aus marginalisierten Communities – darunter Schwarze, Juden, Schwule und Transsexuelle – suchen in Berlin soziale Akzeptanz und kreative Freiräume. Rosa von Praunheim verzichtete bewusst auf klassische Schauspielprofis und setzte stattdessen auf reale Persönlichkeiten aus der queeren Subkultur, deren eigene Biografien und Erfahrungen dem Film seine besondere Authentizität verleihen.
Publikumsgespräch mit Oliver Sechting
Ticket Preise: 8,50/7,50 €
In Kooperation mit dem Luchs Kino am Zoo und der AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e. V.
Termin
Mi 10.6.2026, 20:00
Ort
Luchs Kino am Zoo
Seebener Str. 172
D-06114 Halle (Saale)
Studierende der Universität Halle
Godot Komplex: Hannah Baumann, Franziska Hiller, Johannes Worms
In Kooperation mit der Abteilung Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg entwickelt das Konzertkollektiv godot komplex einen konzertanten Spaziergang zu drei unterschiedlichen Orten in der Stadt. In einem Workshop zur Formatentwicklung von Musikereignissen haben Studierende gemeinsam mit Hannah Baumann, Franziska Hiller und Johannes Worms verschiedene Pop-Up Performances entwickelt, die sich dem diesjährigen Festivalthema Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher nähern: Wo finden wir Spuren von (antiquierten) Männlichkeitsbildern an den jeweiligen Orten und was verraten sie uns über unseren heutigen Blick darauf? Ein musikalischthematischer Spaziergang durch die Stadt. Der Start- und Endpunkt ist der Kiosk hr.fleischer am Reileck. Von dort aus geht es zum TEKİEZ, Pierre Grasse und Format Filmkunst e. V., wo weitere Performances gezeigt werden. Im Anschluss findet ein diskursiver Ausklang am Kiosk statt. Das Kollektiv moderiert und führt durch die Veranstaltung.
Ticket Preise: freier Eintritt
Termin
Do 11.6.2026, 15:00 | Eintritt frei!
Ort
hr.fleischer - Kiosk am Reileck
(Start- und Endpunkt) Händelstraße 1a
D-06114 Halle (Saale)
Opera seria in drei Akten, HWV 12 b (1720)
Libretto von Nicola Francesco Haym nach Domenico Lallis L’amor tirannico (1710), basierend auf Tacitus‘ Annales (um 120)
Handels Radamisto, 1720 in London uraufgeführt und wenige Monate später für den Star-Kastraten Senesino überarbeitet, erzählt von dem armenischen König Tiridate, der von Machtgier getrieben alles zerstört, was ihn umgibt. Zwischen politischen Intrigen und privaten Konflikten kämpft Radamisto um seine Liebe zu Zenobia, während Treue, Verrat und Verzweiflung die Figuren in immer neue Extremsituationen treiben. In dieser Oper begegnen wir Männern, die sich als unerschrockene Helden, skrupellose Herrscher oder verletzliche Liebende zeigen – und deren Gegensatze die Handlung mitreisend vorantreiben. Max Emanuel Cenčić interpretiert die Titelpartie gemeinsam mit dem Wrocław Baroque Orchestra unter Benjamin Bayl – eine Galaaufführung voller barocker Brillanz und atemberaubender Koloraturkunst, die Handels überarbeitete Fassung in all ihrer dramatischen Zuspitzung und emotionalen Tiefe erfahrbar macht.
Musikalische Leitung: Benjamin Bayl
Farasmane: Tomáš Král
Radamisto: Max Emanuel Cenčić
Tigrane: Dennis Orellana
Tiridate: Zachary Wilson
Polissena: Katrīna Paula Felsberga
Fraarte: Kangmin Justin Kim
Wrocław Baroque Orchestra
Ticket Preise: 80/60/35/20 €
Mit freundlicher Unterstützung der KATHI Rainer Thiele GmbH
Workshopleitung: Charlott Falkenhagen (Dozentin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Universität Halle)
Aktuelle Phänomene in Musik aus anderen Zeiten wiederentdecken und diskutieren
Klischeehafte Rollenbilder von Mann und Frau sind längst überholt? Trends wie „Tradwives“, die ein traditionelles Frauenbild aufwärmen, „Alpha Männer“ und Social-Media-Phänomene wie Flying Uwe oder Magic Fox, die Millionen männlicher Follower mit Fitness-Trends und Verhaltensregelnzum vermeintlichen Männlichkeitsaufbau anleiten, scheinen uns eines Besseren zu belehren. Die Spannung zwischen einem vermeintlich „neuen“ emotional kompetenten und fürsorglichen Männerbild und einem konservativen Gegenentwurf ist nicht so neu, wie man denken mag. Auch in früheren Epochen wurden diese Themen verhandelt – auch in der Musik. In diesem Workshop werden verschiedene Rollenbilder zu verschiedenen Zeiten erkundet und etwa der Frage nachgegangen, warum es Frauen als Komponistinnen schwer hatten und mitunter immer noch haben. So soll auch gefragt werden, wie sich die historischen Entwürfe auf aktuellen Tendenzen übertragen lassen und was sie über die Zukunft von Geschlechterrollen in der Musik verraten können. Für Jugendliche ab 14 Jahren.
Sopran: Silvia Frigato
Concerto Italiano:
Violine: Nicholas Robinson, Stefano Barneschi
Violoncello: Alessandro Palmeri
Chitarrone: Ugo Di Giovanni
Cembalo, Leitung: Rinaldo Alessandrini
Mit Werken von Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli und Alessandro Scarlatti
Studienreise oder Werbetour? Händels Italienaufenthalt war sicherlich beides. Einen Lehrer hatte er in Italien nicht, doch kennengelernt hat Händel zweifellos viel, das ihm wichtig war: die aktuellen Strömungen der italienischen Musik, die modernsten Kantaten und Opern, das Oratorium, eine damals neue Gattung für einen Protestanten aus Mitteldeutschland – und zwei Gran Signori, beide eine Generation älter und europäische Berühmtheiten: Arcangelo Corelli und Alessandro Scarlatti. Mit Corelli als Konzertmeister arbeitete Händel 1708 bei der Aufführung seiner Resurrezione zusammen. Scarlatti hat er vielleicht nie persönlich getroffen, aber zweifellos seine Musik gehört. Mit beiden wetteiferte der gerade einmal 23-jährige offen: In einer Arie seines Oratoriums spielt er auf einen Satz aus Corellis Violinsonaten op. 5 an; Händels Resurrezione erklingt in Rom wenige Tage nach Scarlattis Oratorium Colpa, Pentimento e Grazia. Wer will, kann vergleichen – damals und heute wieder. Es musiziert in kleiner Besetzung das legendäre Concerto Italiano unter der Leitung von Rinaldo Alessandrini.
Musikalische Leitung: René Jacobs
Aci: Kateryna Kasper
Galatea: Sophie Harmsen
Polifemo: Christian Senn
Kammerorchester Basel
Serenata, HWV 72 (1708)
Libretto von Nicola Giuvo, basierend auf Ovids Metamorphosen (8 n. Chr)
Galakonzert anlässlich der Verleihung des Händel-Preises 2026 an René Jacobs
Eine Hochzeit – und ein Todesfall? Am 19. Juli 1708 heiraten in Neapel eine Fürstentochter und ein junger, mit Händel gleichaltriger Herzog. Die Tante der Braut, Aurora Sanseverino, Herzogin von Laurenzano, gibt zur Hochzeit bei einem jungen deutschen Komponisten, der gerade in Rom von sich reden macht, eine Festkomposition in Auftrag; das Libretto schreibt ihr Hofdichter. Händel schließt die Komposition im Juni 1708 in Neapel ab. Braut und Bräutigam präsentiert man eine Geschichte aus Ovids Metamorphosen: Der einäugige Riese Polifemo verliebt sich in die reizende Nymphe Galatea. Sie aber liebt den Hirtenknaben Aci und weist den groben Liebhaber ab. Wutentbrannt erschlägt Polifemo den Nebenbuhler mit einem Felsbrocken. Galatea verwandelt den toten Geliebten in einen Fluss; so bleiben beide dennoch vereint. Ein eigenartiges Sujet für eine Hochzeit – doch Händel macht daraus eine der schönsten und anrührendsten Kompositionen seiner italienischen Zeit, ein Werk, auf das er bis in seine letzten Lebensjahre immer wieder zurückgreifen wird.
Das Performance-Kollektiv Guricht (Halle–Berlin) widmet sich nicht zum ersten Mal der Welt Georg Friedrich Händels. Bereits für eine zeitgenössische Fassung von Alcina im Rahmen der Händel-Festspiele komponierte Thies Streifinger ein spannungsvolles Zusammenspiel aus Barock- und elektronischer Musik, Tanz und Videokunst. Ralf Wendt wiederum co-kuratierte für die Festspiele das Kunstfest electric renaissance, bei dem Burghard Vogel gemeinsam mit internationalen Musikerinnen und Musikern Videokunst präsentierte. 2026 richtet das Kollektiv den Blick auf den jungen Händel: Es erkundet – spielerisch und spekulativ – die Sorgen und Zweifel des angehenden Komponisten in der Welt des Barock. In vielstimmigen Klangbildern und einem außergewöhnlichen Instrumentarium lässt die Live-Performance den jugendlichen Händel in der besonderen Atmosphäre des Planetariums Halle neu aufscheinen.
Bunt, energiegeladen, queer. Das Sind die Partys des Kollektivs Kombüse Liebe, das der AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e. V. angegliedert ist. Seit seinem Debüt 2019 hat sich das Team aus rund 15 Ehrenamtlichen schnell als feste Größe in der regionalen Kulturszene etabliert. Besonders bekannt ist das Kollektiv für seine spektakulären CSD-Aftershowpartys, wo Drag-Performances, Live-Musik und DJ-Sets aus Disco, Techno, Pop und Hip-Hop aufeinandertreffen. Neben guter Laune stehen Safe Spaces für queere Menschen im Zentrum. Mit liebevoller Deko, Glitzer und kreativen Partyaktionen wie Speed Dating oder Karaoke schaffen sie Orte für Gemeinschaft, Lebensfreude und Sichtbarkeit. Ihre Party bei den Händel-Festspielen steht wie kaum eine andere Veranstaltung für eine queere Perspektive auf das Festival-Motto. Hier werden alte Rollenbilder auseinandergenommen und eigene Gegenentwürfe gefeiert. So wird die Party zu einer eigenen Performance über Liebe und Identität – laut, sinnlich und befreiend.
Ticket Preise: 12 €
In Kooperation mit der Kombüse Liebe und mit Beteiligung der AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e. V.
A burlesque opera in drei Akten (1737)
Libretto von Henry Carey nach einer gleichnamigen, anonym überlieferten Ballade (1685)
Grausame Drachen, Jungfrauen in Not und starke Ritter – großes Drama? Textdichter Henry Carey und der vermutlich aus Braunschweig stammende Komponist Johann Friedrich Lampe machten daraus eine freche Parodie auf Händels italienische Opern. Lampe, der als Fagottist in London im selben musikalischen Umfeld wie Händel wirkte und dessen Stil gekonnt aufgriff, amüsierte sich köstlich über „the Beauty of Nonsense, so prevailing in the Italian Operas“ – und schrieb als Gegengewicht „burlesque operas“. Statt heroischer Glanzfiguren gibt es in The Dragon of Wantley einen heruntergekommenen Ritter und zwei Dorffrauen, die sich mit einem exzentrischen, singenden Drachen anlegen. Daneben verwickeln sich die Protagonisten in wunderliche Liebeswirren. Gleichzeitig klingt die Musik sehr nach Händel. Der Kontrast zwischen alltäglich-vulgärem Text und ‚ernster‘ Musik machte The Dragon of Wantley zu einer der erfolgreichsten komischen Opern des 18. Jahrhunderts in England – und bis heute zu einem charmanten, originellen Kommentar zu Händels glanzvoll überzeichnetem Heldenpersonal.
Musikalische Leitung: Michael Form
The Dragon, Gaffer Gubbins: Yannis François
Moore of Moore-Hall: Oliver Johnston
Margery: Aurora Peña
Mauxalinda: Idunnu Münch
Walkenried Consort
Orquesta Humboldt
Ticket Preise: 50/35 €
Mit freundlicher Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Saalesparkasse
Ein Nachmittag voller Musik, Bewegung und Kreativität: Das Händel-Haus und die benachbarte Musikbibliothek laden wie jedes Jahr Kinder, Eltern, Freundinnen und Freunde der Festspiele zu einem bunten Mitmachfest ein. Ob Tanz, Kostüm, Bühne oder Instrumentenbau – überall darf ausprobiert, gestaltet und gestaunt werden. Musik wird hier nicht nur gehört, sondern mit allen Sinnen erlebt: beim Tanzen und Gestalten. Ein lebendiges Fest, das Händels Welt auf spielerische Weise erfahrbar macht – offen für Neugierige jeden Alters.
Workshopleitung:
Julia Bosch (Bühnen- und Kostümbildnerin)
Theresa Ivanovic (Tänzerin, Tanzpädagogin)
Yaroslava Sydorenko (Bühnen- und Kostümbildnerin)
Studierende der Universität Halle (Instrumentenbau)
freier Eintritt
Mit freundlicher Unterstützung der KATHI Rainer Thiele GmbH
Termin
Sa 13.6.2026, 15:00 | Eintritt frei!
Ort
Händel-Haus Halle
Große Nikolaistraße 5
D-06108 Halle (Saale)
Mit Werken von Georg Friedrich Händel, Nicola Porpora, Riccardo Broschi, Johann Adolph Hasse, Giuseppe Sammartini und Pietro Castrucci
Im London der Jahre 1734/35 tobt ein erbitterter Konkurrenzkampf auf den Opernbühnen der Stadt: Georg Friedrich Händel hat mit seinem 1719 gegründeten Opernunternehmen, der Royal Academy of Music, die Londoner Opernszene fest im Griff. Im Haymarket Theatre und später im Covent Garden Theatre bietet er der High Society alles, was das Herz begehrt: Stars aus Italien, maßgeschneiderte Arien, opulente Inszenierungen und packende Handlungen. Doch 1733 tritt ein mächtiger Rivale auf den Plan: die von Adligen gegründete Opera of the Nobility unter der Leitung von Nicola Porpora. Ein erbitterter Wettstreit beginnt – nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf der Bühne. Im Zentrum dieses musikalischen Duells stehen zwei der berühmtesten Kastraten ihrer Zeit: Farinelli, der strahlende Star der Opera of the Nobility, und Carestini, Händels gefeierter Sänger. In Analogie dazu stellt Concerto Köln in diesem Programm Arien einander gegenüber, die eigens für diese beiden legendären Rivalen komponiert wurden.
Super Flu, Valer Sabadus, Staatskapelle Halle, Universitätschor Halle und mehr
Musikalische Leitung, Arrangements: Christoph Huber
Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“
Staatskapelle Halle
Valer Sabadus
Super Flu
und weitere Acts
Ob Ausnahme-Oratorien wie Messiah, die schönsten Opernmelodien aus Rinaldo und Giulio Cesare oder Spektakel wie die Feuerwerksmusik – Händel schrieb die größten Hits seiner Zeit und wurde dafür wie ein Superstar gefeiert. In BRIDGES (ehemals Bridges to Classics) trifft der barocke Superstar Händel auf aktuelle Größen der Pop- und Rockmusik. Gemeinsam mit der Staatskapelle Halle und gefragten Sängerinnen und Sängern laden die Händel-Festspiele Pop- und Rock-Acts ein, ihre Songs in Arrangements mit großem Orchester neu zu interpretieren. In der einzigartigen Naturkulisse der Galgenbergschlucht verschmelzen Händels prächtigste Melodien mit aktuellen Hits zu einem besonderen Klangspektakel. Ab 2026 wächst das Format weiter: Ab 19 Uhr spielen lokale Bands, um 21 Uhr startet das Hauptprogramm – und nach dem Feuerwerk zu Händels Feuerwerksmusik wird mit elektronischen Sounds in die Nacht gefeiert. Ein Abend zum Hören, Verweilen, Picknicken und Tanzen – für alle Gäste der Händel-Festspiele und für die ganze Stadt.
Countertenor: Reginald Mobley
lautten compagney BERLIN
Mit Werken von Georg Friedrich Händel und Stevie Wonder sowie traditionellen Spirituals und Gospels
Wo liegt Heimat, und kann man mit Musik dorthin zurückkehren? Diese Frage steht im Mittelpunkt von Coming Home with Music, dem Programm des GRAMMY-nominierten Countertenors Reginald Mobley und der lautten compagney BERLIN. Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der USA spannen sie einen weiten Bogen: von barocken Arien über europäische Psalmen bis zu Spirituals, Gospels und Songs von Stevie Wonder. Im Mittelpunkt steht die Begegnung von Barock und Gegenwart, von Alter Musik und afroamerikanischen Traditionen. Bekannte Händel-Arien wie „But who may abide the day of His coming“ (Messiah) oder „Heroes, when with glory burning“ (Joshua) stehen neben bewegenden Spirituals wie „Sometimes I feel like a motherless Child“ oder „Joshua fit the Battle of Jericho“. Mobley, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme mühelos zwischen Händel und Gospel, zwischen den Jahrhunderten und Kontinenten wandert, reflektiert die Idee von Musik als Heimat. So entsteht eine berührende Klangreise von Afrika und Europa über London bis in die Neue Welt – eine Suche nach Zugehörigkeit, die in der Musik ihr Ziel findet.
Mit Christiane Barth (Museumsleiterin Stiftung Händel-Haus) und Albrecht Hartmann (Pianist)
Kurz vor 1700 entwickelte der Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori eine Art Symbiose aus Cembalo und Clavichord – den Hammerflügel. Mit dem Spiel auf historischen Tasteninstrumenten der Mozart-, Beethoven- und Schumann-Zeit erleben wir den Klang vergangener Epochen und hören Geschichten über die enge Beziehung von Klaviermusik und Instrumentenbau.
Vom Klang historischer Tasteninstrumente bewerten:
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Bewertungen & Berichte Vom Klang historischer Tasteninstrumente
Lesung
Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher
Eine literarische Annäherung
Mit Özlem Özgül Dündar, Nele Heyse, Matthias Jügler, Karl-Heinz Ott und Alexander Suckel
Moderation: Katrin Schumacher
Acht Autorinnen und Autoren – acht Texte. Özlem Özgül Dündar, Dirk Laucke, Nele Heyse, Matthias Jügler, Clemens Meyer, Karl-Heinz Ott, Angela Steidele und Alexander Suckel spüren im Auftrag der Stiftung Händel-Haus dem diesjährigen Festivalthema auf literarische Weise nach. Inspiriert von Georg Friedrich Händel, seiner Musik und seiner Geburtsstadt Halle entstehen neue Texte, die Händels Welt mit unserer Gegenwart verweben und ihre ganz eigenen Bilder von Männlichkeit entwerfen. Zwischen barockem Glanz und moderner Fragilität reflektieren sie historische und gegenwärtige Vorstellungen von Männlichkeit und spüren dabei Verbindungen zwischen Händels Zeit und unserer Gegenwart nach. Im Rahmen der Händel-Festspiele wir das Buch erstmals vorgestellt – in einer Lesung, die zum Zuhören, Nachdenken und Mitreden einlädt.
Musikalische Leitung: Lionel Sow
Balthasar-Neumann-Chor & -Solisten
Balthasar NOVA
Oratorium in drei Teilen, HWV 56 (1742)
Libretto von Charles Jennens, basierend auf verschiedenen Bibelworten
Georg Friedrich Händels Messiah ist nicht nur sein bekanntestes Werk, sondern auch ein Schlüsselwerk der europäischen Musikgeschichte. Das 1742 in Dublin uraufgeführte Oratorium zeichnet in drei Teilen die zentralen Stationen des christlichen Heilsgeschehens nach: die Prophezeiung und Geburt, das Leiden und die Auferstehung Christi sowie die Hoffnung auf die Erlösung der Welt. Charakteristisch ist der Wechsel zwischen schlichten Rezitativen, ausdrucksstarken Arien und eindrucksvoll gesetzten Chören, deren Strahlkraft – insbesondere das weltberühmte „Hallelujah“ – das Werk seit mehr als 250 Jahren zu einem Fixpunkt im Konzertrepertoire machen. Als fulminanter Abschluss der Händel-Festspiele 2026 erklingt Messiah in Händels Taufkirche, interpretiert vom ersten Jahrgang des europäischen Akademieprogramms Balthasar NOVA gemeinsam mit dem Balthasar-Neumann-Chor und -Solisten unter der Leitung von Lionel Sow. Händel, der Europäer, erklingt hier in voller Größe!
Musikalische Leitung: Joolz Gale
Staatskapelle Halle
Solist*innen: Beth Taylor (Mezzosopran), Nicolò Balducci (Countertenor)
Vor der Naturkulisse der romantischen Galgenbergschlucht fällt es im Frühsommer nicht schwer, sich nach Italien zu träumen. Dieser Höhepunkt der Festspiele bezaubert mit Rising Stars wie der gefeierten Beth Taylor und dem unwiderstehlichen Nicolò Balducci. Der genialische englische Dirigent Joolz Gale führt die Staatskapelle durch ein brillantes, sommerlich-mediterranes Programm, das am Ende natürlich in die Feuerwerksmusik mündet.
35 / Kinder bis 14 Jahre 10 €
Mit freundlicher Unterstützung der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH
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Bewertungen & Berichte "In Italien" - Abschlusskonzert mit Feuerwerk
27.04.23, 00:10, Halle-Blog Das Jahr Eins nach dem 100-jährigen Jubiläum
Es ist das Jahr Eins nach dem 100-jährigen Jubiläum der Händelfestspiele in Halle im letzten Jahr. Es ist also das erste Jahr in einem neuen Jahrhundert. Man darf also auf Neues hoffen ohne das Liebgewordene missen zu müssen. Denn das Abschlusskonzert in der großartigen Galgenbergschlucht wird wieder von der Staatskapelle Halle und einem grandiosen Feuerwerk gestaltet.
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Händel-Festspiele Halle
Veranstalter: Stiftung Händel-Haus
5. bis 14.6.2026
an authentischen Orten in der Geburtsstadt von Georg Friedrich Händel
Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher
Jedes Jahr feiern die Händel-Festspiele das meisterhafte Werk des Musikers und Komponisten.
Die ersten Händel-Feste in Halle gab es bereits im 19. Jahrhundert. 1922 wurden Händels Opern bei „Halleschen Händelfesten“ wiederentdeckt, und seit 1952 finden die Händel-Festspiele regelmäßig einmal jährlich statt – zu Ehren Händels, der in Halle geboren wurde und hier die ihn prägenden ersten Jahrzehnte verbrachte, sowie zu Ehren seiner großartigen Musik.
Telefonische Ticketbestellung über TIM Ticket
Telefon: 49 (0) 345 / 565 27 06
Mo-Fr: 7-18 Uhr; Sa: 7-12 Uhr
Weitere Bestellmöglichkeiten unter: haendelhaus.de/hfs/karten-besuch/tickets
Kontakt
Händel-Festspiele
Große Nikolaistraße 5
D-06108 Halle (Saale)