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Ausstellungen / Museum Cerny Inuit Collection Bern Bern, Stadtbachstrasse 8a
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Thun Thun, Thunerhof, Hofstettenstr. 14
Ausstellungen / Ausstellungseröffnung Kunstraum Oranienburger Straße/ Karolin Siller
Do, 1.12.2022, 18:30 Uhr
Ausstellungen / Ausstellungseröffnung Kunstraum Oranienburger Straße/ Karolin Siller
Do, 1.12.2022, 18:30 Uhr
Ausstellungen | Ausstellung

CANTONALE BERNE JURA 2022

Kunsthaus Centre d’art Pasquart

Edi Aschwanden, Bastien Aubry, Karin Borer, Anja Braun, Seline Burn, COCHON RODEO, Tiziana De Silvestro, Jonas Etter, Sabrina Friio, Isabelle Fritz, Markus Furrer, GATTI NUDI, Jannik Giger, Claude Gigon, Floyd Grimm / Ruven Stettler, Christian Grogg, Mimmo Haraditiohadi, Philippe Hinderling, Lukas Hirschhofer, Claude Hohl, Tamara Janes, Hannah Külling, Florine Leoni, Robin Mettler, Alexeï Monney, Nico Müller, Willi Müller, Anais Orr, Philip Ortelli, Laurent Perret-Gentil, Teo Petruzzi, Thalles Piaget, Teddy Pratt, Andrea Cindy Raemy, Nora Renaud, Olivier Rossel, Lorenzo Salafia, Jennifer Merlyn Scherler, Sina Schöpf & Robin Mettler, Reto Steiner, Hansueli Urwyler, Clemens Wild Durchgeführt in Kooperation mit dem Kunstverein Biel, richtet die kantonsübergreifende Ausstellung den Blick auf das regionale Kunstschaffen. Die Werkauswahl, welche von einer Fachjury getroffen wird, überrascht durch ihre Vielfalt sowie Originalität und schafft Raum für neue Entdeckungen. Kunstschaffende erhalten hier die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren und die Besuchenden die Chance, über die Kantonsgrenzen hinaus deren Werke zu sehen. Im Rahmen der Cantonale Berne Jura werden auch Arbeiten der Preisträger*innen des Prix Kunstverein und des Prix Anderfuhren präsentiert.
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Francis Upritchard

Kunsthaus Centre d’art Pasquart

Die Skulpturen von Francis Upritchard (*1976, Neuseeland) sind zwischen Realismus und Fantasie angesiedelt; sie sind theatralisch, aber auch eine scharfe Beobachtung der menschlichen Natur. Ihre Werke bestehen aus einer Vielzahl von Materialien wie Gummi, Bronze, Stein, Glas und Gips und untersuchen sowohl materielle als auch ästhetische Aspekte humaner und anthropomorpher Formen. Upritchards Arbeit stützt sich auf handwerkliche Traditionen und Design, und verbindet Referenzen aus Science-Fiction und Folklore mit antiken Skulpturen und dem Tierreich.
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Xenia Hausner. True Lies

Museum Franz Gertsch

Nachdem die österreichische Malerin Xenia Hausner 2021 eine erfolgreiche Einzelausstellung in der Albertina, Wien zeigte, kommen ihre Werke nun, nach einer Zwischenstation im Moskauer Puschkin-Museum, erstmals im Rahmen einer institutionellen Ausstellung in die Schweiz. Die Schau in Burgdorf umfasst drei grosse Räume, die es ermöglichen, rund 25 grossformatige, farbgewaltige Gemälde zu zeigen, und kreist um das Thema der Inszenierung im Schaffen der Künstlerin. Die Ausstellung betont die wichtige Rolle der Inszenierung als Gestaltungs- und Kompositionsprinzip im Schaffen Xenia Hausners. Für ihre Gemälde konstruiert die Künstlerin vorab aufwändige räumliche Settings in ihrem Atelier: Installationen, die sie als Vorlage für ihre Bilder fotografiert. Teile eines Autos aus Karton oder Zugabteile aus Pressholzplatten werden zur Bühne für die Figuren, die Hausner wie Komparsen zu einem lebenden Bild arrangiert. Alltagsgegenstände werden zu Requisiten für ihre Darsteller in den rätselhaften Szenarien, die an das fotografische Vorgehen von Gregory Crewdson oder die Filme von David Lynch erinnern: Sie sind die Grundlage des zukünftigen Gemäldes. Die Darsteller spielen in Hausners Geschichten die ihnen zugedachten Rollen. Xenia Hausner verschleiert nicht das Fiktionale ihrer Bild-Erzählungen, im Gegenteil. Darin folgt sie der zutiefst zeitgenössischen Einsicht, dass es nur die sichtbar gemachte Fiktion erlaubt, den Vorhang, der die Wirklichkeit verbirgt, zu zerreissen. Während die Kunstgeschichte über Jahrhunderte vom männlichen Blick geprägt wurde, verortet Xenia Hausner ihre Inszenierungen in einer von Frauen dominierten Gegenwelt: Die Themen und Geschichten Hausners werden vorrangig von Frauen aufgeführt, die alle Rollen einnehmen können, auch den männlichen Part. Meist in Überlebensgrösse, in einer unverwechselbaren, intensiven Farbpalette mit breitem Pinsel und einem an Matisse gemahnenden Sinn für das Dekorative vorgetragen, werden diese plastisch herausmodellierten Figuren zu Stellvertretern allgemein gültiger Situationen und existenzieller Lebensfragen. Xenia Hausner wurde 1951 in eine Wiener Künstlerfamilie geboren. Sie studierte Bühnenbild in Wien und London und entwarf Ausstattungen für Theater und Oper, vom Royal Opera House in Covent Garden bis hin zu den Salzburger Festspielen. 1992 wendete sich Xenia Hausner ausschliesslich der Malerei zu: Die von ihrer Theaterarbeit befruchtete Überzeugung, dass die Welt eine Bühne sei und wir darin Rollen spielen, prägt jedes einzelne der Gemälde Xenia Hausners. Die Burgdorfer Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin. Wir danken Elsy Lahner (Kuratorin und Autorin der Ausstellungstexte) und der Albertina, Wien für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung bei dieser Kooperation. Der Katalog zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag erschienen: „Xenia Hausner. True Lies“, hrsg. v. Elsy Lahner und Klaus Albrecht Schröder, Ausst.kat. Albertina, Wien, München: Hirmer, 2020. Die Ausstellung steht unter dem Patronat der österreichischen Botschafterin in der Schweiz, Dr. Maria Rotheiser-Scotti.
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World Press Photo 2022

Château de Prangins

Die Ausstellung World Press Photo 2022 zeigt die besten Pressefotos des vergangenen Jahres. Unabhängige internationale, aber mittlerweile auch regionale Jurys haben aus 64’000 Bildern rund 120 Fotografien ausgewählt. Die Bandbreite der Themen ist sehr gross, aber es gibt immer noch viele gesellschaftliche Fragen: Klimakatastrophen, Pandemien, religiöser Extremismus, Informationsmanipulationen, usw. Diese Retrospektive ermöglicht es dem Publikum, mit dem nötigen Abstand Ereignisse zu betrachten, die in den Medien oft nur kurz behandelt werden.
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Swiss Press Photo 22

Château de Prangins

Das Siegerfoto von Denis Balibouse erinnert, wenig überraschend, an das am meisten beachtete Treffen von 2021 zwischen Joe Biden und Wladimir Putin! Trotz der verschwommenen Hand eines Sicherheitsbeamten im Vordergrund, wurde dieses Bild ausgezeichnet, weil es die Hintergründe dieses historischen, aber sorgfältig inszenierten Moments aufzeigt... Es bietet somit einen anderen Blick auf das Weltgeschehen, wie auch die weiteren 90 Fotografien der Ausstellung Swiss Press Photo 22, in den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland.
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Lasst es krachen!

Schweizer Schützenmuseum Bern

Gemeinsame Anfänge von Studentenverbindungen und Schützenwesen liegen in der 1. Hälfte des 19. Jh., als sich Studenten und Schützen gemeinsam für oder gegen die Einführung des Bundesstaats engagierten. Beleuchtet werden u. a. der 1861 gegründete Schützenverein Schweizerischer Studierender und die anfangs des 20. Jh. ins Leben gerufenen Schiess-Sektionen des Schweizerischen Zofingervereins oder der 1934 eingeführte Akademikertag an den Eidg. Schützenfesten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem studentischen Pistolenduell. Schliesslich werden engagierte Persönlichkeiten wie etwa die Bundesräte Henri Druey und Louis Ruchonnet porträtiert. Eine Kooperation der Schweizerischen Vereinigung für Studentengeschichte mit dem Schweizer Schützenmuseum
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SOLO / MUTE / PAN

Kunsthaus Centre d’art Pasquart

SOLO / MUTE / PAN ist ein kollaboratives Ausstellungsprojekt, das erstmals Olga Kokcharova (*1985, CH / RU, Genf) und Laurent Güdel (*1984, CH, Biel) zusammenbringt, zwei Klangkünstler*innen, deren Gemeinsamkeit sich in der Arbeit mit dem Hören und der räumlichen Klanggestaltung findet. Mithilfe verschiedener Aufnahme- und Verstärkungs-techniken haben Olga und Laurent das Kunsthaus-Gebäude im hitzigen Sommer 2022 abgehorcht. Ihre jeweiligen Herangehensweisen erachten die Phonografie (das Schreiben von Ton über Mikrofone) nicht nur als Dokumentationsprozess, sondern auch als performativer und musikalischer Akt. Mit Mikrofonen, Sensoren und Messgeräten haben die zwei Musiker*innen die elektromagnetischen Strahlungen aufgezeichnet, die von der Beleuchtung der Ausstellungsräume, von Schalttafeln, Sicherheitssystemen und dem Zahlungsterminal ausgehen. Auch das Knarzen des Parketts, das Grummeln der Klima- und Lüftungsanlage sowie die abendliche Stille der verlassenen Büroräumlichkeiten wurden aufgenommen. Die besondere Akustik der Salle Poma wurde mithilfe von Rückkopplungstechniken, trompetenförmigen Lautsprechern, einem kleinen Radioempfänger und zwei Paar Schuhen in Gang gesetzt. Nach dem Prinzip des Soundwalk haben Olga und Laurent sich gegenseitig aufgenommen ohne selbst viel Lärm zu verursachen, während sie in den innersten Gängen des Gebäudes und seiner nächsten Umgebung wandelten. So durchquerten sie zum Beispiel das Gebäude vom Dach bis zum Keller, wo das Kunstdepot der Kunsthaus-Sammlung liegt, über das Treppenhaus des Notausgangs. Manchmal trafen sie auf Mieter*innen der Ateliers, auf widerspenstige Druckgeräte oder Elmo den Kater. Olga und Laurent haben ein Klangstück entwickelt, das sich über zwei Stockwerke des Altbaus erstreckt. Das angesammelte Klangmaterial haben sie zu einer Komposition zusammengefügt, die auf einem Akusmonium (Orchester aus Lautsprechern mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften) gespielt wird und in den Ausstellungsraum des Kunsthauses szenografisch verteilt ist. Indem sie dieses Dispositiv dem Bereich der elektroakustischen Musik entlehnen und zweckentfremden, bewegen sich die beiden Kunstschaffenden im Zwischenraum von musikalischer Komposition und Klangkunst. Ihre Herangehensweise widerspricht der eigentlichen Idee musealer Architektur – die aus einer Sukzession von Ausstellungsräumen besteht – indem sie sich auf die inhärente Eigenschaft des Klangs stützt, sich nicht um Wände zu scheren. Hier läuft alles über, entweicht und öffnet sich. Jede*r Besucher*in wird ermutigt, sich einen eigenen Weg durch die Klanglandschaft der Installation zu bahnen, den eigenen Rhythmus, die eigenen Orte zum Verweilen oder die ideale Hörposition zu finden. Diese Wahlmöglichkeiten führen zu einem einzigartigen Hörerlebnis. So wird jede Person zum Mitgestalter der Klangkomposition. Als Teil der Ausstellung organisieren Olga und Laurent vier Residenzen von Kunstschaffenden, die sich an der Schnittstelle von Musik und Bildender Kunst bewegen. Während dem jeweils dreitägigen Aufenthalt im Kunsthaus arbeiten diese sechs Gäste* an einer Partie der für die Ausstellung installierten Klangvorrichtung, intervenieren oder erweitern diese. Jede Residenz endet mit einer Performance und hinterlässt eine wahrnehmbare Spur in der von Olga und Laurent erschaffenen Komposition. Die Ausstellung wird als Audiokassette dokumentiert. Kuratorin der Ausstellung: Stefanie Gschwend Externes Ohr / Tontechnik: Thierry Simonot Externes Auge / Szenografie: Fanny Courvoisier, Mathieu Winkler Öffentliche Führungen Do 6.10.2022, 18:00 (fr): Laura Weber, Ausstellungsassistentin Do 3.11.2022, 18:00 (dt): Joana Kunz, Kunstvermittlerin Kunstimbiss Fr 11.11.2022, 12:15 (dt/fr) Kurzführung mit anschliessendem Mittagssnack von Batavia, CHF 15.-, ohne Imbiss regulärer Eintritt, Anmeldung: info@pasquart.ch *Guest & Performances 20.9.-22.9.2022 Caroline Profanter, Performance 22.9.2022, 18:30 27.9.-29.9.2022 Annette Schmucki & crys cole, Performance 29.9.2022, 18:30 4.10.-6.10.2022 Antoine Läng & Luc Müller, Performance 6.10.2022, 18:30 1.11.-3.11.2022 Jean-Philippe Gross, Performance 3.11.2022, 18:30
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Your Life

Museum Franz Gertsch

Zum zweiten Mal gewährt eine Ausstellung im Kabinett des Museum Franz Gertsch Einblick in die Sammlung der Keller-Wedekind-Stiftung, diesmal steht die Fotografie im Fokus. Mit Werken von: Balthasar Burkhard, Reto Camenisch, Marianne Engel, Peter Hebeisen, Urs Lüthi, Chantal Michel, Nadin Maria Rüfenacht, Shirana Shahbazi, Annelies Štrba, Anouk Tschanz Mann und Frau, Schlange und Blatt, ein Storch. Der Flügel eines Vogels in Nahaufnahme und der freie Vogel im Flug. Mensch und Tier, nackte Haut und Fell, ein Schleier. Einsam, zweisam, Identitätskonstruktionen und persönliche Verortungen in Zeit und Raum. Das Heim, das europäische Schlachtfeld und die monumentale Bergwelt. Vergängliche Blumen und Totenschädel, Kohlenstaub. Der Schnee und die Wüste. Vielfältige und tiefgehende Assoziationen regen die für diese Sammlungspräsentation «Your Life» ausgewählten Werke an. Geburt, Liebe, Freiheit und Selbstverantwortung, Schönheit, Endlichkeit, Tod und Ewigkeit – was macht das Leben aus, wo liegt der Sinn? Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Was ist wirklich wichtig? Was definiert unsere Identität, wie verorten wir unsere Persönlichkeit? Sind wir Jäger oder Gejagte? Die Liste der aufgeworfenen Fragen liesse sich weiter fortspinnen - in der Auswahl von gut zwanzig schwarzweissen und farbigen Künstler-Fotografien werden existenzphilosophische Themen bildlich aufgegriffen und eröffnen, nicht ohne Ironie und Hoffnung, einen Denkraum.
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Kaleidoskop

Museum Franz Gertsch

Das Museum Franz Gertsch feiert sein zwanzigjähriges Bestehen! Unter dem Motto „Kaleidoskop“ zeigt es zum Jubiläum eine vielseitige und vielfarbige Ausstellung mit Gemälden und Holzschnitten von Franz Gertsch aus den letzten zwanzig Jahren bis hin zu neuen, hier erstmals gezeigten Arbeiten. Darunter sind aber auch prominente Leihgaben anderer Museen, die in Burgdorf bereits länger nicht mehr zu sehen waren. Der Begriff Kaleidoskop wird in diesem Zusammenhang als Sinnbild für lebendige Farbigkeit, für eine vielseitige Abfolge von Motiven, Farben und Sinneseindrücken beim Betrachten der Werke verstanden. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung erleben ein Kaleidoskop der Kunst von Franz Gertsch. Das Motto wird zusätzlich auf das Programm der Jubiläumsfeier vom Samstag, 17. September 2022 übertragen, das mit vielfältigen kunstvermittlerischen, musikalischen und kulinarischen Höhepunkten aufwartet.
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Pamela Rosenkranz "Healer Scrolls"

Robert Walser-Zentrum

Die Büro-Ausstellung von Pamela Rosenkranz Healer Scrolls ist seit dem 17. Januar für alle Besucher*innen des Robert Walser-Zentrums frei zugänglich.
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Gurlitt. Eine Bilanz

Kunstmuseum Bern

Eine Bilanz ziehen bedeutet, Rechenschaft abzulegen. Im November 2014 hat das Kunstmuseum Bern das Erbe von Cornelius Gurlitt (1932 – 2014) angenommen. Seit Dezember 2021 sind rund 1‘600 Kunstwerke aus dem Nachlass des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895 – 1956) auch physisch im Museum angekommen. Weil Hildebrand Gurlitt während des Nationalsozialismus in Deutschland (1933 – 1945) mit Kunst handelte, wird der Bestand seit 2013 auf mögliche Fälle von NS-Raubkunst überprüft. Die Ausstellung bietet einen vertieften Einblick in das Legat Gurlitt und dessen wissenschaftliche Erschliessung. Die ethischen Leitlinien, rechtlichen Grundlagen und die Ergebnisse dieses einzigartigen internationalen Provenienzforschungsprojektes werden in einzelnen Themenräumen vertieft. Wir zeigen auf, wie das Kunstmuseum Bern mit Annahme des Erbes Gurlitt Verantwortung im Umgang mit Kunstwerken übernommen hat. Kuratorin: Nikola Doll Kuratorische Assistentin: Anne-Christine Strobel
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Werke aus der Sammlung

Kunstmuseum Bern

Das Kunstmuseum Bern besitzt eine bedeutende Sammlung europäischer Kunst vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Die aktuelle Sammlungspräsentation zeigt eine Auswahl von rund 150 hochkarätigen Werken Schweizer und europäischer Kunst vom späten 15. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert. Im Untergeschoss des historischen Stettlerbaus sind mit Kubismus, Expressionismus, Surrealismus und abstrakter Kunst die zentralen avantgardistischen Strömungen der Moderne vertreten. Höhepunkte sind etwa Pablo Picassos Un violon accroché au mur (Hermann und Margrit Rupf-Stiftung), Ad Parnassum von Paul Klee (Verein der Freunde) oder Max Ernsts Wald und Sonne (Nachtlandschaft). Das Erdgeschoss des Stettlerbaus ist der Schweizer Kunst des 19. Jahrhunderts gewidmet. Hier finden sich Werke von Arnold Böcklin, Ferdinand Hodlers Grossformate Die Nacht und Der Tag und Gemälde des durch seine realistischen Genreszenen berühmt gewordenen Albert Anker. Eine kleine Auswahl von spätmittelalterlichen Werken bietet einen Einblick in das künstlerische Schaffen des Berner Reformators und Staatsmanns Niklaus Manuel. Das Untergeschoss des Atelier 5-Baus vereint Gemälde von berühmten Vertretern des Abstrakten Expressionismus – beispielsweise Jackson Pollocks Brown and Silver II oder Lee Krasners Forest no 2 – mit neueren Positionen wie Maria Lassnig oder James Lee Byars.
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Isamu Noguchi

Zentrum Paul Klee

Isamu Noguchi gehört zu den experimentierfreudigsten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. In seinem vielseitigen Werk schuf er Plastiken aus unterschiedlichsten Materialien wie Stein, Bronze, Aluminium, Kunststoff und Keramik. Neben Arbeiten auf Papier gestaltete er Bühnenbilder, Lampen, Möbel und öffentliche Plätze. Die umfangreiche Ausstellung erkundet Noguchi als Weltenbürger, der zwischen den USA, Japan und Europa pendelte und in seinem unvergleichlichen Œuvre verschiedene kulturelle Traditionen und Techniken verschmolz. Die Ausstellung wurde vom Zentrum Paul Klee (Bern), dem Barbican (London) und dem Museum Ludwig (Köln) organisiert und kuratiert, in Partnerschaft mit dem LaM – Lille Métropole Musée d'art moderne, d'art contemporain et d'art brut. Die Ausstellung wäre ohne die Zusammenarbeit mit dem Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum, New York nicht möglich gewesen.
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Paul Klee. Vom Rausch der Technik

Zentrum Paul Klee

Paul Klee lebte – wie wir heute – in einer Zeit grosser technologischer Transformationen. Die neuen Errungenschaften stellten die Wahrnehmung der Menschen von Materie, Raum und Zeit infrage. Röntgenstrahlen, Telefone, Elektrizität lösten das gewohnte Weltbild auf. Darauf reagierten auch Künstler wie Paul Klee. Die einen glaubten an den Fortschritt und fanden eine passende künstlerische Sprache in konstruktivistischen Gebilden. Andere sehnten sich nach unberührter Ursprünglichkeit. Klee tat beides. Dem Rausch der technischen Entwicklung begegnete er allerdings mit kritischer Distanz und kommentierte diesen in zahlreichen Werken.
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(Un)certain Ground

Kunsthaus Centre d’art Pasquart

AKTUELLE MALEREI IN DER SCHWEIZ Kein anderes künstlerisches Medium hat so viele positive wie auch negative Zuschreibungen erfahren wie die Malerei. Sie ist zwar nicht mehr die dominierende Kunstform, bleibt aber dennoch ein wichtiger Bezugspunkt für nichtmalerische Praktiken und hat sich selbst um Ansätze erweitert, die früher mit anderen Medien assoziiert wurden, wie Konzeptkunst, Institutionskritik oder Performancekunst. Die Malerei wird ständig neu interpretiert und erlebt derzeit einen Aufschwung. So erscheint es angemessen, dass die Ausstellung im Kunsthaus Pasquart, das in den letzten zehn Jahren kontinuierlich Malerei präsentiert hat, den aktuellen Stand des Mediums in der Schweiz in den Fokus stellt. Die Ausstellung (Un)certain Ground ist kein Überblick über die Schweizer Malerei, sondern konzentriert sich auf Malerinnen und Maler in oder aus der Schweiz, die sich mit ihrem Werk gerade (neu) positionieren. Die von den drei Kuratorinnen der Ausstellung – Madeleine Amsler, Clare Goodwin und Felicity Lunn – getroffene Auswahl trägt verschiedenen Generationen und geografischen Standorten Rechnung; sie berücksichtigt einflussreiche Künstlerinnen und Künstler, aber auch andere, die weniger sichtbar interessante Arbeiten entwickeln. Die Ausstellung unter-streicht vor allem die Art und Weise, wie Experimentierfreude, Prozesshaftigkeit, das Verhältnis zwischen Figurativem und Abstraktem sowie die Vielfalt von Ideen und Ausdrucksformen aktuell in der Malerei in der Schweiz praktiziert werden. Die Neuinterpretation kunsthistorischer Quellen prägt die Praxis mehrerer der teilnehmenden Kunstschaffenden. So lässt sich Valérie Favre von den Malern des frühen 20. Jahrhunderts inspirieren, Ralph Bürgin und Klodin Erb interessieren sich für klassische Themen und Markus Weggenmann bezieht sich auf die Hard Edge-Malerei. Traditionelle Kunstgattungen werden in den Landschaften von Caroline Bachmann, den Stillleben von Francisco Sierra und Hans Stalder und den Interieurs von Caro Niederer mit zeitgenössischer Bedeutung aufgeladen. Auch andere Bildsprachen sind wichtige Inspirationsquellen: Populärkultur und Comics für Mitchell Anderson und Sereina Steinemann, Grafikdesign und soziale Medien für Louisa Gagliardi, Werbung für Andreas Hochuli und Science-Fiction-Filme und Videospiele für Natacha Donzé. Die Malerei zeigt sich in der Ausstellung als sehr empfänglich für eine breite Palette von Einflüssen. Dazu gehören andere künstlerische Medien: die Fotografie bei Caro Niederer und Uwe Wittwer, die Skulptur bei Ralph Bürgin und die Installation bei Elza Sile. Wissenschaftliche und historische Recherchen prägen das Werk von Barbara Ellmerer und Uwe Wittwer, Valérie Favre schöpft aus Literatur und Philosophie, Rachel Lumsden verdichtet das Zeitgeschehen zu Bildmotiven, Miriam Cahn und Yoan Mudry kommentieren kritisch gesellschaftspolitische Fragen. Das Alltägliche ist in die Kunst von Caro Niederer, Hans Stalder, Sereina Steinemann und Jean-Luc Manz eingeflochten; Mitchell Anderson untersucht in seinem selbstreflexiven Ansatz die Bedeutungen, die wir Bildern und Objekten beimessen, und Renée Levi und Christine Streuli zitieren ihr eigenes Bildarchiv. Sowohl Andreas Hochuli als auch Yoan Mudry integrieren Worte und Textfragmente in ihre Bilder, um Assoziationsräume zu eröffnen. Als Medium, das traditionell am engsten mit dem Ausdruck von Emotionen verknüpft ist, vermittelt die Malerei in den Werken von Andreas Dobler und Giacomo Santiago Rogado Ansätze von Spiritualität. Francisco Sierras Gemälde sind von surrealem Witz, und sowohl Miriam Cahn als auch Andriu Deplazes erkunden die Fragmentierung der Identität. (Un)certain Ground umfasst sowohl figurative als auch abstrakte Malerei, wobei es vielen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, zu denen Markus Weggenmann, Barbara Ellmerer und Daniel Karrer gehören, um die Verwischung der Grenzen geht. Die reduzierte, klare Formensprache von Caroline Bachmann, Charlotte Herzig und Inka ter Haar kontrastiert deutlich mit der Auflösung der Figuren von Miriam Cahn oder der Flüchtigkeit der Farbe in den zarten Kompositionen von Luisanna Gonzalez Quattrini. Auch die Ansätze zur Abstraktion sind vielfältig: von den reduzierten monochromen Strukturen von Jean-Luc Manz und den ortsspezifischen Installationen von Sylvain Croci-Torti und Philippe Decrauzat über Muster und Ornamente im Werk von Christine Streuli und Renée Levi bis hin zu den fliessenden Kombinationen aus geometrischen und amorphen Formen von Giacomo Santiago Rogodo und Natacha Donzé. Grundlegende Fragen, die die Malerei seit Jahrhunderten beschäftigen, werden auf zeitgenössische Weise untersucht: das Verhältnis von Figur und Grund, Fläche und Tiefe in den Gemälden von Louisa Gagliardi und Inka ter Haar sowie das symbolische Potenzial der Farbe im Werk von Mitchell Anderson. Farbe ist nicht nur Farbe, sondern auch physisches Material in den gestischen, expressiven Gemälden von Rachel Lumsden, Valérie Favre und Klodin Erb. Obwohl sich die Ausstellung vorwiegend auf das traditionelle Format der bemalten, an der Wand hängenden Leinwand konzentriert, sind auch einige wenige Werke auf anderen Trägern zu sehen: Wandmalereien von Charlotte Herzig, Glasbilder von Uwe Wittwer und Daniel Karrer sowie Elza Siles skulpturale Bilder auf Aluminium. Teilnemehmende Künstler*innen : Mitchell Anderson, Caroline Bachmann, Ralph Bürgin, Miriam Cahn, Sylvain Croci-Torti, Philippe Decrauzat, Andriu Deplazes, Andreas Dobler, Natacha Donzé, Barbara Ellmerer, Klodin Erb, Valérie Favre, Louisa Gagliardi, Luisanna Gonzalez Quattrini, Inka ter Haar, Charlotte Herzig, Andreas Hochuli, Daniel Karrer, Renée Levi, Rachel Lumsden, Jean-Luc Manz, Yoan Mudry, Caro Niederer, Giacomo Santiago Rogado, Francisco Sierra, Elza Sile, Hans Stalder, Sereina Steinemann, Christine Streuli, Markus Weggenmann, Uwe Wittwer Kuratorinnen der Ausstellung : Madeleine Amsler, Clare Goodwin, Felicity Lunn Kunstimbiss – Zu Tisch mit dem Kunsthausteam Fr 8.7.2022, 12:15 (dt/fr) Kurzführung mit anschliessendem Imbiss von Batavia Öffentliche Führungen Do 18.8.2022, 18:00 (dt) - Felicity Lunn, Ko-Kuratorin Do 25.8.2022, 18:00 (fr) - Laura Weber, assistante aux expositions Performance Do 1.9.2022, 18:30 Dance performance by Catol Teixeira Künstler*innengespräch und Finissage So 4.9.2022, 15:00-18:00 (dt/fr/eng) Künstler*innen der Ausstellung im Gespräch mit Madeleine Amsler, Clare Goodwin und Felicity Lunn. Um 16:30 Special screening: Klodin Erb, Johnny Woodhead and the Nightmärlis, 2022 Um 17:00 Live act by Andrew Canyon: Songs for people and paintings Buffet installation by Clare Goodwin Öffnungszeiten: Mi 12:00-18:00, Do 12:00-20:00, Fr 12:00-18:00, Sa & So 11:00-18:00
Ausstellungen | Museum

KULTURNACHT BURGDORF

Museum Franz Gertsch

An der Kulturnacht Burgdorf öffnen die örtlichen Kulturinstitutionen ihre Türen und zeigen Ausschnitte aus dem Kulturprogramm der kommenden Kultursaison. Zahlreiche lokale und regionale Kulturvereine, Musik- und Theatergruppen, Chöre und Orchester, bildende und schreibende KünstlerInnen machen mit.
Ausstellungen | Installation

Lamento

Musikfestival Bern

Jannik Giger (*1985), Demian Wohler (*1984): «Lamento» Installation (2022) Eine Begegnung mit dem Paranormalen verspricht diese Installation von Jannik Giger und Demian Wohler. Die Geister von Popstars werden zum Leben erweckt und locken mit Gesängen von sublimer Schönheit ins Totenreich. Vielleicht kommt einem das, was einst im Leben so übervoll an Vitalität war, erst recht gespenstisch vor, wenn es aus dem Totenreich zurückkehrt. So mag es einem in der neuen Installation ergehen, die der Komponist Jannik Giger und der Szenograf Demian Wohler für das Musikfestival Bern kreiert haben. Es kommt dabei zum «Close Encounters of the Paranormal». Die Geister von Popstars werden zum Leben erweckt und ihre Gesänge zu einem neuen Soundtrack orchestriert. Das Projekt führt auf einer Reise ins «Uncanny Valley», in jenes unheimliche Tal, wo sich das ständig verdrängte Trauma des Todes wie ein Schleier auf das fröstelnde Bewusstsein legt – wo aber vielleicht auch eine sublime Schönheit zu finden ist. Jannik Giger, Konzept, Komposition Demian Wohler, Szenografie Die Installation kann während der Öffnungszeiten jederzeit besucht und wieder verlassen werden. Eintritt frei. Eine Veranstaltung von Musikfestival Bern in Kooperation mit PROGR, Zentrum für Kulturproduktion. Die Installation von Jannik Giger und Demian Wohler entstand im Auftrag des Musikfestival Bern, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. Projektförderer: Pro Helvetia, Nicati-de Luze
Ausstellungen | Ausstellung

Franz Gertsch. Blau.

Museum Franz Gertsch

Franz Gertsch, der im März 2022 bereits 92 Jahre alt wird, malte seine letzten fünf grossformatigen Gemälde mit echtem Ultramarinblau-Pigment, das aus dem in Afghanistan abgebauten Lapislazuli-Halbedelstein gewonnen wird. Für „Gräser VIII“ verwendete er sogar die hochwertigste Form, das nach alter Rezeptur hergestellte Fra Angelico-Blau. Wir sehen hier ein Spätwerk vor uns, in dem die seit Jahrzehnten vertrauten Motive, Gräser, Pestwurz und Waldlandschaften, in einen Farbton getaucht werden, in Blau. Der Künstler gönnt sich seit 2019 das völlige Eintauchen in eine intensive, ultramarin-blaue Phase. Dabei ist er jedoch immer noch stets daran, seine Arbeit zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Bei „Blauer Sommer“ betonte er das erste Mal seit Jahrzehnten die persönliche Handschrift des Malers, sein Farbauftrag mit einem weichen Pinsel wurde pastoser, der Strich sichtbar. Auch der Umgang mit den Diavorlagen, die Gertsch seit 1969 für seine Gemälde und Holzschnitte nutzt, verändert sich. Während für „Blauer Sommer“ die Fotografie der Sommerlandschaft, die auch für das Gemälde aus dem Vier Jahreszeiten-Zyklus Vorlage war, verwendet wurde, entstand „Gräser IX“ sehr frei nach dem eigenen Holzschnitt „Das grosse Gras“ von 2001 und „Blaue Pestwurz“ nach einem Dia des eigenen Holzschnitts „Pestwurz (Ausblick)“ von 2005. Im Museum Franz Gertsch erlebt nun ein weiteres Gemälde seine Weltpremiere: „Blauer Waldweg (Campiglia Marittima)“ (2021) wird zusammen mit den anderen Werken aus der blauen Phase erstmals ausgestellt. Es handelt sich dabei um eine Wiederaufnahme des Motivs von „Waldweg (Campiglia Marittima)“ (2013/14) in Ultramarinblau. Bei genauer Betrachtung der fünf Gemälde aus der Nähe stellt man fest, dass jedes anders ausgearbeitet ist. Und man bemerkt, dass weitere Farben beteiligt sind: Zum Lapislazuli-Blau kommen neben Weiss- und Schwarzausmischungen noch weitere Blautöne hinzu, die Gertsch mit einem Stift aufgetragen und teilweise verwischt und vermalt hat. Der ultramarinblaue Ton hat Nebenstimmen bekommen. Ergänzend runden weitere Gemälde und Holzschnitte die Präsentation zum späten Schaffen des Künstlers ab.
Ausstellungen | Ausstellung

Mireille Gros

Museum Franz Gertsch

Die in Basel und Paris lebende Schweizer Künstlerin Mireille Gros verwandelt das Kabinett des Museum Franz Gertsch in einen poetischen Dschungel: Aktuelle Papierarbeiten zeigen imaginierte Pflanzen, Papierstreifen winden sich wie Lianen von der Decke und die Geräuschkulisse versetzt Besucherinnen und Besucher in den afrikanischen Primärwald. Während sich die Ausstellung in Burgdorf mit dem Titel „Mireille Gros. Dschungelergänzungen“ ganz auf das Medium Papier konzentriert, umfasst die gross angelegte Einzelausstellung „Vielfalt der ARTen. Mireille Gros“ im Kunsthaus Zofingen (07.05.2022–26.06.2022) auch die Medien Malerei und Video. Mireille Gros‘ Schaffen ist seit Jahrzehnten von Gedanken der Biodiversität, Nachhaltigkeit und Recycling durchdrungen. 1993 besuchte sie erstmals den Parc national de Taï an der Elfenbeinküste, den letzten Primärwald Westafrikas. Dieser Aufenthalt, und das damit gewachsene Bewusstsein der Artenvielfalt und der Artensterblichkeit, prägte sie nachhaltig und führte zu ihrem bis heute andauernden Projekt der „fictional plants“. In diesem Werkzyklus auf unterschiedlichen Papiersorten schöpft Mireille Gros täglich neue, fiktive Pflanzen und setzt dem Aussterben somit künstlerisch etwas entgegen. Weitere Reisestipendien unter anderem nach Mali und China führten zur vertieften Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Philosophien, die das Schaffen der Künstlerin bereichert. Mireille Gros verwandelt das Kabinett des Museum Franz Gertsch in einen poetischen Dschungel: Aktuelle Papierarbeiten zeigen imaginierte Pflanzen, Papierstreifen winden sich wie Lianen von der Decke und die Geräuschkulisse versetzt Besucherinnen und Besucher in den afrikanischen Primärwald. Während sich die Ausstellung in Burgdorf mit dem Titel „Mireille Gros. Dschungelergänzungen“ ganz auf das Medium Papier konzentriert, ist die grössere Ausstellung „Vielfalt der ARTen. Mireille Gros“ im Kunsthaus Zofingen (07.05.2022–26.06.2022) breiter angelegt. Wachgerüttelt durch die Tatsache, dass täglich Pflanzenarten aussterben, begann Mireille Gros vor beinahe 30 Jahren eigene Arten zu erfinden. In Zofingen zu sehen ist eine riesige Vielfalt an Gemälden, Zeichnungen und Videos zu Pflanzen, Blumen, Bäumen und Gräsern. Die Präsentationen wurden von der Künstlerin als sich ergänzende Einzelschauen angelegt, daher empfiehlt sich der Besuch beider Orte, um übergreifend das Schaffen von Mireille Gros zu entdecken. Mireille Gros wurde 1954 in Aarau geboren, sie lebt heute in Basel und Paris. Die Schweizer Künstlerin studierte 1977–80 an der Schule für Gestaltung Basel bei Werner Jehle und Werner von Mutzenbecher und 1981–82 bei Vito Acconci und Hans Haacke an der Cooper Union in New York. Seit den späten 1970er Jahren stellt sie ihre Arbeiten regelmässig im In- und Ausland aus. 2001/02 fand ihre erste grosse Einzelausstellung im Kunstmuseum Bern und im Musée Jenisch in Vevey statt, 2014 die Einzelausstellung „Ouvrir les archives“ in der Graphischen Sammlung der ETH Zürich. Mireille Gros arbeitet in den Medien Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Fotografie, Video, Objekt und Künstlerbuch.
Ausstellungen | Ausstellung

Katsutoshi Yuasa. Seeing through the light.

Museum Franz Gertsch

Der japanische Künstler Katsutoshi Yuasa verbindet in seiner Druckgrafik die Jahrhunderte alte Tradition des japanischen Holzschnitts mit der heutigen, digitalisierten Welt. Flüchtige Momentaufnahmen, selbst fotografiert oder den Medien entnommen, bilden die Grundlage seiner Holzschnitte, die in einem zeit- und arbeitsintensiven Schaffensprozess neben Naturmotiven auch zeitgenössische Elemente einbinden und zu zeitloser Gültigkeit erheben. In seiner Druckgrafik visualisiert der Künstler den Prozess der Erinnerung und betrachtet sie als ein Bildmedium, das mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft verbunden ist. Für ihn ist sie nach wie vor ein Werkzeug der Vermittlung: „Seit dem grossen Erdbeben in Ostjapan haben wir verstanden, dass wir in einer instabilen Welt leben. Während wir uns auf die nächste Katastrophe vorbereiten, leben wir in Harmonie mit der Natur und müssen ernsthaft darüber nachdenken, was wir in die Zukunft tragen möchten.“

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