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Ausstellungen | Ausstellung

Reise in die Freiheit.
Capri - Skagen - Monte Verità

Kunstmuseum Bern

Drei Orte, ein Versprechen: Freiheit. Zwischen 1830 und 1930 ziehen Künstler:innen aus ganz Europa an die Ränder des Kontinents – nach Capri im Süden Italiens, nach Skagen im Norden Dänemarks, aber auch auf den Monte Verità in der Schweiz. Fern der industrialisierten Städte und bürgerlicher Zwänge suchen sie ein anderes Leben: näher an der Natur, näher an dem, was sie für «echt» halten. Die Sehnsuchtsorte machen den künstlerischen Aufbruch in eine freie, gemeinschaftliche Zukunft erlebbar. Die Ausstellung folgt diesen Sehnsüchten – und ihrer Ernüchterung. Denn wer länger bleibt, sieht hinter der Postkarte: Fischer, die ihr Leben riskieren, Frauen, Kinder und Alte, die hart arbeiten, Armut. Gerade in dieser Reibung zwischen Utopie und Wirklichkeit entsteht etwas nie Dagewesenes, etwas Radikales. Ausgestellte Künstler:innen (Auswahl): Anna Ancher (1859–1935), Michael Ancher (1849–1927), Luise Begas-Parmentier (1841–1920), Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913), Filippo Franzoni (1857–1911), Gustav Gräser (1879–1958), Alexej von Jawlensky (1864–1941), Christian Krohg (1852–1925), Marie Krøyer (1867–1940), P. S. Krøyer (1851–1909), Elise Mahler (1856–1924), Edmond-Jean de Pury (1845–1911), Louis Léopold Robert (1794–1835), Susanne Schwob (1888–1967), Friedrich Thöming (1802–1873), Bertha Wegmann (1847–1926), Marianne von Werefkin (1870–1938) Co-Kurator:innen: Livia Wermuth und Andreas Schwab Kuratorische Assistenz: Kim Hue Luong (Bild: Michael Ancher: Anna Ancher und Marie Krøyer am Skagener Sønderstrand, 1897; Öl auf Leinwand; 47,4 × 45,3 cm; Skagens Museum)
Ausstellungen | Ausstellung

Fokus. Florence Henri (1893–1982)

Zentrum Paul Klee

Florence Henri war eine Globetrotterin der Moderne. Geboren 1893 in New York, lebte sie in München, Paris, Rom und schliesslich auf der Isle of Wight in England. Sie besuchte das Bauhaus in Weimar und Dessau, wo Paul Klee und Wassily Kandinsky lehrten. Diese Aufenthalte spielten eine entscheidende Rolle für die Entwicklung ihrer künstlerischen Sprache. Mehr als 80 Werke, darunter Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Collagen, zeichnen Henris künstlerischen Werdegang nach: von den Gemälden der 1920erJahre während ihres Studiums bei Fernand Léger über die experimentellen Fotografien bis hin zu einer Rückkehr zur abstrakten Malerei ab den 1940er-Jahren bis zu ihrem Tod. Kuratoren: Roberto Lacarbonara und Giovanni Battista Martini Die Ausstellung ist organisiert vom Zentrum Paul Klee, Bern und dem Palazzo Ducale, Genua, in Zusammenarbeit mit dem Archiv Florence Henri. Fokus. Florence Henri (1893–1982) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden. In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.
Ausstellungen | Ausstellung

Roberto Burle Marx.
Modernismo tropical

Zentrum Paul Klee

Der brasilianische Künstler Roberto Burle Marx (1909–1994) revolutionierte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Landschaftsarchitektur, indem er Gestaltungsprinzipien aus der Malerei und der Musik auf die Natur übertrug. Während seine Pläne abstrakten Gemälden ähneln, integrierte er Skulpturen und dreidimensional oder farbig gestaltete Wandflächen in seine Landschaftsprojekte. In seinen Gemälden trifft man auf abstrahierte Pflanzen und das Spiel des Lichts in den Baumkronen. Als Maler, Grafiker, Bildhauer, Schmuckdesigner, Bühnen- und Kostümdesigner, Umweltaktivist und Sammler beteiligte er sich – im Geiste der brasilianischen Avantgarde – an der Aufwertung dessen, was als «brasilianisch» galt. So verwendete er in seinen Parks einheimische Pflanzenarten, obwohl diese als minderwertig galten, und engagierte sich für die Erforschung und den Schutz der brasilianischen Flora. Kuratorisches Team: Zentrum Paul Klee: Fabienne Eggelhöfer und Myriam Dössegger Fundación Juan March: Manuel Fontán del Junco und María Toledo Wissenschaftliche und kuratorische Beratung: Isabela Ono, Instituto Burle Marx Eine Ausstellung vom Zentrum Paul Klee und der Fundación Juan March, in Zusammenarbeit mit dem Instituto Burle Marx und mit der Unterstützung vom Sítio Roberto Burle Marx.
Ausstellungen | Galerie

Atelier Terrielle Gabrielle Frei

Gabrielle Frei

Gabrielle Frei zeigt von Ende August bis Mitte September 2026 eine Auswahl ihrer neuen Werke
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Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard

Kunstmuseum Bern

Einer der Schätze des Kunstmuseum Bern ist der bedeutende Bestand von Werken älterer Kunst. Mit Das volle Leben. Alte Meister von Duccio bis Liotard rückt das Haus diesen Teil seiner Sammlung ins Zentrum. Neben Meistern der Frühen Neuzeit sind Werke der Florentiner und Sieneser Malerei des Tre- und Quattrocento sowie barocke Meisterwerke zu sehen. Eine faszinierende Ausstellung, die das Leben in seiner ganzen Spannweite spiegelt: Martyrium trifft auf Selbstdarstellung, Askese auf Opulenz, Moral auf Wollust. Zu sehen sind kunstvolle Altartafeln der zwischen 1480 und 1510 tätigen Berner Nelkenmeister und der grossartige Bestand an Werken des 1480 geborenen Niklaus Manuel, der nicht nur Maler, Dichter und Grafiker, sondern auch Reformator, Reisläufer und Ratsherr der Stadt Bern war. Opulente Stillleben und repräsentative Porträts, geschaffen von Joseph Heintz, Albrecht Kauw oder Johannes Dünz, widerspiegeln den wirtschaftlichen Wohlstand Berns im Barock. In einem Kabinett sind zudem Altarretabeln und Fragmente aus dem italienischen Tre- und Quattrocento zu sehen, die in der Schweiz ihresgleichen suchen. Darunter eine ebenso kostbare wie berühmte Andachtstafel von Duccio di Buoninsegna sowie Werke von Bernardo und Taddeo Daddi, Fra Angelico und aus der Werkstatt von Sandro Botticelli. Kuratorin: Anne-Christine Strobel Kuratorische Assistenz: Michelle Fritschi
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Brigitte Lustenberger:
A Gaze of One’s Own

Museum Franz Gertsch

Im Kabinett des Museum Franz Gertsch zeigt die Schweizer Künstlerin Brigitte Lustenberger (*1969) auf analogen und digitalen fotografischen Verfahren basierende Arbeiten im Zusammenspiel mit Installationen. Ihre aktuellen Werkgruppen thematisieren die Vergänglichkeit und Verletzlichkeit von Mensch und Natur. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sich Brigitte Lustenberger intensiv mit dem Medium der Fotografie auseinander – insbesondere mit dessen inhärenter Verbindung zu Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung und der Fragilität des Lebens. Ein weiterer zentraler Aspekt ihres Schaffens ist der kritische Blick auf die Darstellung des weiblichen Körpers in der Fotografie und die damit verbundenen Fragen des Sehens und Gesehenwerdens („Gaze“). Ihre Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Handwerk, Kunst und Wissenschaft. Lustenberger verbindet in ihren Werken häufig analoge mit digitalen fotografischen Verfahren. In der Ausstellung bringt Brigitte Lustenberger zwei Werkgruppen zusammen, die Vergänglichkeit und Verletzlichkeit thematisieren – „A Gaze of One's Own“ und „An Apparition of Memory“. In „A Gaze of One's Own“ steht der weibliche Körper im Zentrum, dessen Darstellung und Sichtbarkeit sie aus einer persönlichen und zugleich kritisch reflektierenden Perspektive untersucht. Mit „An Apparition of Memory“ entwickelte die Künstlerin ein experimentelles fotografisches Verfahren, bei dem verwelkte Blüten zu Trägern einer poetischen Bildsprache werden und sich in fragile Photogramme verwandeln. Beide Werkgruppen treten in einen vielschichtigen Dialog mit kunsthistorischen Bezügen über Wahrnehmung, Zeit und Erinnerung. Lustenberger arbeitet mit eigenen fotografischen Prozessen, fragmentiert und dekonstruiert Bilder und setzt sie neu zusammen, um ihren eigenen Blick herauszufordern. Das Thema der Vergänglichkeit und des Alters fliesst auch in die Materialität ihrer Arbeiten ein. Die Künstlerin zeigt Bilder an der Wand aber auch Installationen im Raum. Oft verbindet sie analoge und digitale Fotografie. So treffen alte Techniken auf neue – zwei Zeitalter des fotografischen Bildes begegnen sich. In ihrem Zusammenspiel entsteht, was die Arbeit Lustenbergers im Innersten prägt: der suchende, fragende fotografische Blick. Brigitte Lustenberger wurde 1969 in Zürich geboren. Sie studierte von 1989 bis 1996 an der Universität Zürich und verfasste ihr Lizentiat über die Fotografien von Robert Capa und Gerda Taro aus dem Spanischen Bürgerkrieg. 2007 schloss sie ihren Master of Fine Arts (MFA) in Photography and Related Media an der Parsons The New School of Design in New York ab. Lustenberger ist eine mehrfach ausgezeichnete Künstlerin, ihre Arbeiten wurden national und international in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt. Die Künstlerin war Gastdozentin an der Universität Basel sowie an der Hochschule der Künste Bern. Lustenberger lebt und arbeitet in Bern. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin. Der Katalog zur Ausstellung erscheint bei Modo Press in Frankfurt am Main.
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Lika Nüssli: ›Für die Katz‹

Robert Walser-Zentrum

Ausstellung im Robert Walser-Zentrum Mit 69 Aquarellen von Lika Nüssli nach Feuilletons von Robert Walser Am 24. Oktober 2025 eröffnet das Robert Walser-Zentrum in Bern seine neue Dauerausstellung: Lika Nüssli: ›Für die Katz‹. Die preisgekrönte Künstlerin Lika Nüssli lässt sich von Robert Walsers rund 1000 Kurztexten inspirieren und verwandelt deren subtile Ironie in kraftvolle, poetische Aquarelle. In 69 grossformatigen Arbeiten entfaltet Nüssli einen verspielten und einfallsreichen bildnerischen Dialog mit Walser. Die Ausstellung markiert zugleich die Veröffentlichung der Feuilletonabteilung von Robert Walsers Werken in der massgeblichen Berner Ausgabe im Suhrkamp Verlag – ein literarisches Ereignis, das in Bern auch bildkünstlerisch gefeiert wird. Die sieben Bände umfassende Ausgabe, die in der Ausstellung aufliegt, versammelt Robert Walsers sämtliche kurzen Texte – Erzählungen und Prosastücke, Gedichte und Theaterszenen –, die ursprünglich in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Dieses ›Schreiben für die Katz‹, wie Walser seine Arbeit für die Medien jener Zeit nannte, bildete sein literarisches Hauptgeschäft. Er betrieb es während seiner ganzen Autorenkarriere – von den ersten Gedichten im Jahr 1898 bis zu den letzten, 1948 von seinem Vormund veröffentlichten Texten. Die Feuilletons zeigen Walser als scharfen Beobachter seiner Zeit, als Meister der Miniatur und als unermüdlichen Experimentator mit Sprache und Form. Mit der Berner Ausgabe werden diese Texte nun erstmals in einer kommentierten Edition vollständig und für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Mit Robert Walser ist Lika Nüssli, die St. Galler Künstlerin, die mit ihrer eindrücklichen Graphic Novel Starkes Ding internationale Aufmerksamkeit erlangte, auf besondere Weise vertraut. »Robert Walser ist für mich jemand, den ich schon immer zu kennen glaube«, sagt sie. Bereits in ihrer Jugend stiess sie auf sein Werk – durch die Bücher ihrer Schwester, ein Theaterstück in Herisau und später durch die faszinierenden Mikrogramme. Walsers Schriften, »voll wunderbarer Ironie und frechem Augenzwinkern«, begleiten sie bis heute. »Zeichnen bedeutet für mich nachdenken, die Welt beobachten und in eine Form bringen – als Vorschlag, als Angebot für andere.« In ihrer Ausstellung macht Nüssli sichtbar, wie sie Walsers Geschichten weiterspinnt, verdreht und ins Offene, Fluide erweitert. Ihre Werke entstehen aus dem Moment heraus, im Vertrauen auf die Assoziation, und verwandeln Zeit und Raum in jenes »kleines Nichts«, das sich zwischen Walser, seinem Werk und ihr selbst auftut. Lika Nüssli erforscht und erprobt Narration in vielfältigen Formen. Ihr umfangreiches Werk, das Zeichnungen, Illustrationen, Performances und Texte umfasst, wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Schweizer Literaturpreis 2023 für die Graphic Novel Starkes Ding, erschienen in der Edition Moderne. Die Ausstellung Lika Nüssli: ›Für die Katz‹ ist eine ebenso eigenwillige wie originelle Auseinandersetzung mit Robert Walsers Feuilletons und zugleich eine Hommage an dessen unverwechselbares literarisches Universum. Publikation zur Ausstellung Robert Walser: Feuilletons. Verstreute Publikationen zu Lebzeiten. 7 Bde. Berlin: Suhrkamp 2025. – Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt im Robert Walser-Zentrum! Vernissage: Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr; es sprechen Lika Nüssli und Reto Sorg. Rahmenprogramm: Die Ausstellung wird im Rahmen der Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft eröffnet. Begleitend dazu finden weitere Veranstaltungen statt: Vorträge in der Universitätsbibliothek Bern, Aufführung im Stadttheater Bern, Gespräch im Politforum. Das vollständige Programm findet sich hier: Programm Jahrestagung Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 13–17 Uhr und nach Vereinbarung Freier Eintritt, Führungen auf Anfrage
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Anne Loch.
Malerei: Na und?

Zentrum Paul Klee

Die deutsche Künstlerin Anne Loch (1946–2014), die seit den 1980er-Jahren zeitweise in der Schweiz lebte, spielte mit den Konventionen der Darstellung und lotete dabei die Grenzen der Malerei aus: In monumentalen Bildern von Bergen, Blumen, Tieren oder Insekten entfaltet sich eine stille Spannung. Was auf den ersten Blick idyllisch und teilweise klischeehaft wirkt, entzieht sich bei näherem Hinsehen einer eindeutigen Beschreibung. Grenzen zwischen Gegenständlichem und Abstraktem, zwischen Malerei und Zeichnung, zwischen Wirklichkeit und Traum werden durchlässig. In den Vordergrund treten Linie, Farbe, Fläche und die Suche nach den richtigen Verhältnissen dieser Grundelemente der Malerei. Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee geht anhand von rund 70 Werken Anne Lochs Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei und der Auflösung ihrer Motive nach. Kuratorin: Amélie Joller
Ausstellungen | Ausstellung

Fokus. Klees Rückseiten

Zentrum Paul Klee

Paul Klee hat beim Malen und Zeichnen häufig beide Seiten des Bildträgers – Papier, Karton oder Leinwand – verwendet. Bei rund 600 seiner insgesamt 9'600 Werke finden sich auf der Rückseite Zeichnungen, Aquarelle oder Gemälde. Dieses bemerkenswerte Phänomen erstreckt sich über sämtliche Schaffensphasen des Künstlers. Die Rückseiten sind oft mehr als nur Träger verworfener Ideen. Sie gehören zu einem offenen, fortlaufenden Werkprozess, in dem Klee Vorder- und Rückseite formal, inhaltlich und bildlich miteinander verknüpfte. Die Ausstellung lädt dazu ein, diesen verborgenen Schatz zu entdecken. Kuratorin: Marie Kakinuma Fokus. Klees Rückseiten ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden. In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.
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Franz Gertsch. Blow-Up (Part I)

Kunstmuseum Bern

Franz Gertsch (1930–2022) gilt als Schweizer Pionier des Fotorealismus und als Meister des modernen Holzschnitts. Die Retrospektive Franz Gertsch. Blow-Up, die in zwei Teilen im Kunstmuseum Bern und im Museum Franz Gertsch gezeigt wird, bietet eine Werkübersicht aus mehr als sechzig Jahren künstlerischen Schaffens: monumentale Gemälde der Jugend- und Musikszene aus den 1970er-Jahren, ikonische Frauenporträts aus den 1980ern, Familienbilder und Porträts von Künstlerfreund:innen, epische Landschaften und Naturaufnahmen. Im Kunstmuseum Bern liegt der Fokus auf den Jahren 1956 bis 2021, wobei vertraute Einblicke geschaffen, aber auch neue Aspekte und Perspektiven der Rezeption beleuchtet werden. Die Ausstellung zeigt Gertschs stilistische Entwicklung und macht darüber hinaus die grossen thematischen Linien und Querverbindungen innerhalb seines Gesamtwerks deutlich. Darunter das Verhältnis von Mensch und Natur und die Rolle der Fotografie in der Malerei, welche heute, im Kontext ökologischer und humaner Krisen und im Zeitalter des Selfies, eine neue Bedeutung erfahren.
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Zukunft Kunst­museum Bern

Kunstmuseum Bern

Der Altbau von 1879 und der Erweiterungsbau von 1983 sind stark sanierungsbedürftig. Der Betrieb ist zum Teil nur noch mit Sondergenehmigungen möglich. Das Museum soll nun umfassend erneuert und für kommende Generationen gesichert werden. Im Rahmen eines grossen Architekturwettbwerbs hat die Jury aus 39 Entwürfen das Projekt "Eiger" von Schmidlin Architekten als Sieger ausgewählt. Vorgesehen sind die denkmalgerechte Sanierung des historischen Altbaus, ein Ersatzneubau mit Museumsplatz sowie zeitgemässe Räume für Vermittlung, Restaurierung und Kunstdepot. Die Ausstellungsfläche wird moderat erweitert, während barrierefreie Zugänge, Infrastruktur und öffentliche Bereiche deutlich verbessert werden. Gleichzeitig wird der Museumsbetrieb nachhaltig optimiert. In der Ausstellung präsentieren wir Ihnen das Siegerprojekt. Der Eintritt ist frei.
Ausstellungen | Ausstellung

Die Sammlung.
Von Claude Monet bis Félix Vallotton, von Martha Stettler bis El Anatsui

Kunstmuseum Bern

Das Kunstmuseum Bern besitzt eine bedeutende Kunstsammlung vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Die Sammlungsausstellung umfasst in wechselnden Präsentationen ausgewählte Bestände. Im Untergeschoss des Altbaus sind mit Kubismus, Expressionismus, Surrealismus und abstrakter Kunst die zentralen avantgardistischen Strömungen der Moderne vertreten. Höhepunkte sind etwa Pablo Picassos Geige, an der Wand hängend, Meret Oppenheims Verzauberung oder Piet Mondrians Tableau No. II mit Grau und Schwarz. Ergänzt wird die Präsentation durch eine Auswahl von Werken des Berner Künstlers Adolf Wölfli aus dem Bestand der Adolf Wölfli-Stiftung. Im Erdgeschoss des Altbaus bilden Werke von El Anatsui und Kader Attia als Vertreter der globalen Gegenwartskunst den Auftakt. Ein benachbarter Raum beherbergt mit Paul Cézanne, Claude Monet und Vincent van Gogh die ganz grossen Namen der internationalen Kunstgeschichte. Landschaften von Schweizer Exponenten der Moderne wie Ferdinand Hodler, Félix Vallotton und Giovanni Giacometti runden die Ausstellung ab. Ein Seitenkabinett ist der Schenkung von Marion Lichardus-Itten gewidmet. Dort werden acht Gemälde des Künstlers Johannes Itten (1888-1967) präsentiert, die seine Tochter dem Kunstmuseum Bern 2024 in einer ausserordentlich grosszügigen Geste geschenkt hat. Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus sind in der Ausstellung Panorama Schweiz. Von Caspar Wolf bis Ferdinand Hodler Highlights von Schweizer Künstler:innen des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern zu sehen (bis 11.1.2026). Eine Vielzahl weiterer Werke aus dem Bestand des Kunstmuseum Bern können Sie im Obergeschoss des Erweiterungsbaus in der Sammlungsintervention von Amy Sillman entdecken (bis 2.11.2025). Beide Ausstellungen sind im Sammlungseintritt inbegriffen.
Ausstellungen | Ausstellung

Panorama Schweiz.
Von Caspar Wolf bis Ferdinand Hodler

Kunstmuseum Bern

Aus Anlass der Ausstellung Kirchner × Kirchner (12.9.2025–11.1.2026) zeigt das Kunstmuseum Bern in einer umfangreichen Sammlungspräsentation Schweizer Kunst aus drei Jahrhunderten. Mit seinen expressionistischen Berglandschaften aus Davos führt Ernst Ludwig Kirchner eine künstlerische Tradition fort, die von den Schweizer Kleinmeistern bis zu Ferdinand Hodler reicht. Die Darstellung der Alpenwelt bleibt aber nicht die einzige Verbindung zwischen Kirchner und der künstlerischen Produktion in seiner Wahlheimat. Die Ausstellung eröffnet ein weites Panorama von Schweizer Künstler:innen und Motiven, die sich in Beziehung zu seinem Schaffen setzen lassen. Sie umfasst symbolistische Figurenbilder von Arnold Böcklin bis Ferdinand Hodler, Genreszenen von Albert Anker bis Max Buri und Landschaften von Franz Niklaus König bis Martha Stettler. Mit Werken von Cuno Amiet, Albert Anker, Ernest Biéler, Arnold Böcklin, Max Buri, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Franz Niklaus König, Albert Müller, Annie Stebler-Hopf, Victor Surbek, Martha Stettler, Caspar Wolf und vielen mehr.
Ausstellungen | Museum

Kunstmuseum Bern

Werke von Paul Klee, Pablo Picasso, Ferdinand Hodler und Meret Oppenheim haben das Kunstmuseum Bern zu einer Institution mit Weltruf gemacht. Die stets wachsende und sich wandelnde Sammlung besteht derzeit aus über 3'000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 48.000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Videos und Filmen. Die Wurzeln des Museums reichen bis zu den revolutionären Ideen des ausgehenden 18. Jahrhunderts zurück, die 1809 in Bern zur Gründung der Staatlichen Kunstsammlung und 1879 zur Eröffnung des ersten Museumsbaus geführt haben. Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung und beherbergt Werke aus acht Jahrhunderten.
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Pascal Danz, Beyond Echoes

Galerie Kornfeld

Der 2015 verstorbene Künstler Pascal Danz zählt zu den herausragenden zeitgenössischen Schweizer Malern. Die Malerei von Pascal Danz bewegt sich zwischen den Polen Figuration und Abstraktion und thematisiert Fragen der Wirklichkeit und der Möglichkeit ihrer Abbildung. Eröffnung 21. Mai 2026, 18 Uhr, wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein. Veranstaltung Dienstag, 2. Juni 2026, 18 Uhr Ein Gespräch über die Kunst von Pascal Danz zwischen Felicity Lunn, Fachbereichsleiterin Gestaltung & Kunst an der HKB Kathleen Bühler, Chefkuratorin Kunstmuseum Bern Bernhard Bischoff, Galerie Kornfeld
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Kolonial. Globale Verflechtungen der Schweiz

Château de Prangins

Ab dem 16. Jahrhundert waren Personen und Unternehmen aus der Eidgenossenschaft mit dem kolonialen System eng verflochten. Einzelne Schweizer Firmen sowie Privatpersonen beteiligten sich am transatlantischen Sklavenhandel und verdienten am Handel mit Kolonialprodukten und durch die Ausbeutung versklavter Menschen ein Vermögen. Schweizerinnen und Schweizer waren als Missionare auf der ganzen Welt unterwegs. Andere dienten, getrieben von Armut oder Abenteuerlust, als Söldner in europäischen Heeren, die koloniale Eroberungen machten und den Widerstand der indigenen Bevölkerungen bekämpften. Aber auch Fachleute aus der Schweiz stellten ihr Wissen in den Dienst der Kolonialmächte. An den Universitäten Zürich und Genf wurde zudem rassistisches Denken gelehrt, das international verbreitet wurde und der Legitimation des kolonialen Systems diente. Basierend auf neusten Forschungsresultaten, anhand von konkreten Beispielen und illustriert mit Objekten, Kunstwerken, Fotografien und Dokumenten bietet die Ausstellung, zum ersten Mal in der Romandie, einen umfassenden Überblick über die koloniale Verflechtungsgeschichte der Schweiz. Mit Aktualitätsbezügen geht sie ausserdem der Frage nach, was das koloniale Erbe für die Schweiz der Gegenwart bedeutet. Die Ausstellung wurde 2024 im Landesmuseum Zürich gezeigt und wird in einer angepassten Form im Schloss Prangins präsentiert.
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Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde

Zentrum Paul Klee

Kurt Schwitters (1887–1948) zählt zu den bedeutendsten Vertreter:innen der internationalen Kunstavantgarde der Zwischenkriegszeit. Er war ein eigenwilliger Grenzgänger, der mit seiner Kunst eine unverwechselbare Synthese aus Kunst, Design und Literatur schuf. Im Zentrum seines Werks stand das Prinzip der Collage als Versuch, aus der widersprüchlichen Alltagswirklichkeit des modernen Lebens neue Sinnzusammenhänge zu schaffen und dem Chaos der Welt eine poetische Ordnung entgegenzusetzen. Die Ausstellung zeigt Schwitters’ vielschichtiges Werk von dadaistischen Collagen und seinem rekonstruierten begehbaren «Merzbau» in Hannover bis hin zu naturalistischen Porträts und Landschaftsbildern. Sie beleuchtet seine kreative Widerstandskraft im Exil sowie seine Rolle als unabhängiger Künstler und Schriftsteller zwischen den Strömungen der Moderne. Mit Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde zeigt das Zentrum Paul Klee die erste umfassende Ausstellung zu Kurt Schwitters in der Schweiz seit 20 Jahren. Kurator: Martin Waldmeier Kuratorische Assistenz: Josephine Rechberg Unter Mitwirkung des Sprengel Museum Hannover und der Kurt und Ernst Schwitters Stiftung, Hannover
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Fokus. Hans Fischli (1909–1989)

Zentrum Paul Klee

Hans Fischli war ein Schweizer Architekt, Künstler und Schüler von Paul Klee, Josef Albers und Wassily Kandinsky am Bauhaus. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz entstand ab Ende der 1920er-Jahre unter dem Titel Zellengebilde eine umfangreiche Serie von Farbstift- und Tuschezeichnungen. Einige dieser Werke entstanden während einer dreimonatigen Haftstrafe, die er aufgrund von Dienstverweigerung verbüsste. Der Titel der Serie verweist dabei auf die Gefängniszelle als Entstehungsort und dient als Ausgangspunkt für die Ausstellung, die mit drei Architekturprojekten die politische Lage in den 1930er- und 1940erJahren thematisiert Kuratoren: Fredi Fischli und Niels Olsen Fokus. Hans Fischli (1909–1989) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden. In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.
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Dominik Stauch
My Ranch, Not My Ranch

Galerie Kornfeld

Eröffnung 11. März 2026, 18.30 Uhr, wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein. Veranstaltungen Donnerstag, 26. März 2026, 18.30 Uhr Gastkonzert mit Rose and The Merry-Go-Round. In ihren Songs verbindet die junge Band autobiografische Texte mit Klängen aus den Genres Folk, Indie-Pop und Jazz. Donnerstag, 23. April 2026, 18.30 Uhr Kurze Präsentation von Videoarbeiten von Dominik Stauch aus den letzten Jahren. Anschliessend ist der Künstler im Gespräch mit Bernhard Bischoff über Farbe, Klang und das Leben.
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Alois Lichtsteiner:
Es ist nicht, was es ist

Museum Franz Gertsch

Der Schweizer Maler, Druckgrafiker und Objektkünstler Alois Lichtsteiner (*1950) zeigt im Museum Franz Gertsch erstmals eine monumentale Gruppe an Werken, die zentrale Momente seiner Suche nach dem Umgang mit Malerei markieren. Er wirft ausserdem einen Blick zurück in die 1980er-Jahre zum Beginn seiner Auseinandersetzung mit diesem Thema. Im Laufe der Ausstellung kann verfolgt werden, wie Lichtsteiner von der Farbigkeit zum Bild in Graustufen und wieder zurück zur Farbigkeit findet. Lichtsteiner, dessen Kunst oft mit den Gruppen der „Birken“- und „Berg“-Bilder in Grautönen auf weissem Grund in Verbindung gebracht wird, schuf in den 1980er-Jahren sehr farbstarke Gemälde. In einer Zeit, in der die Malerei totgesagt wurde und andere, neue Kunstformen bevorzugt wurden, suchte er, der malen wollte, nach konzeptuellen Ausdrucksformen und seinem persönlichen Weg aus dieser Situation. Bei Lichtsteiner dient das Bild, das uns an etwas erinnert, als Metapher für die Fragen der Malerei, die er seit Jahrzehnten bearbeitet. Mit grosser Radikalität löste sich Lichtsteiner ab 1997 von der Farbe und ging in die Graustufen, in den Bereich der Nichtfarbe. Es handelt sich um Versuchsanordnungen, um Deklinationen seiner Beschäftigung mit Farbe und Grund. Die für ihn gültigen Lösungen hielt er nach dem Entstehen verschiedener kleinformatigerer Werke auf grossen Leinwänden fest. Folgt man dieser Serie chronologisch, kann man die Entwicklung nachvollziehen. Der Plan entstand schon früh – bereits 2006 schaffte Lichtsteiner das Material für die acht Gemälde an. Die letzten beiden Werke wurden mit Blick auf diese Ausstellung fertiggestellt. Die intensive Beschäftigung mit dem Hochdruck führte Lichtsteiner zur Farbe zurück: Seine Gemälde seit 2011 sind wieder farbig. Das, was die Betrachtenden als „Schnee“ empfinden, bleibt weitgehend weiss, die ab und an eingesetzten „Himmel“ blass, die „Felsformationen“ erscheinen hingegen in changierenden, zarten bis kräftigen Farbmodulationen. Beim Rundgang sind die Besuchenden dem Kontrast von figürlich erscheinenden Werken und den metaphorischen, konzeptuellen Inhalten der grossen Fragen der Malerei, die dahinterstehen, ausgesetzt und werden zum genauen Hinschauen und Hinterfragen ihrer ersten Eindrücke angeregt. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit dem Künstler. Der Katalog zur Ausstellung ist bei Modo Press in Frankfurt am Main erschienen und in unserem Shop erhältlich.

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