Haydn Cellokonzerte
Historisch informierte Aufführung der beiden Cellokonzerte von Joseph Haydn durch
Joël Geniet, Cello
Ian Plansker, Dirigent und Cembalo
Lagrandt Orchestra aus Amsterdam
Freier Eintritt – Kollekte
Programm :
Cellokonzert Nr. 2 in D-dur, Hob. VIIb:2, Op. 101 (1783)
1. Allegro moderato
2. Adagio
3. Allegro
(25 Min.)
Pause (5 Min.)
Cellokonzert Nr. 1 in C-dur, Hob. VIIb:1 (um 1762–1765)
1. Moderato
2. Adagio
3. Finale – Allegro molto
(25 Min.)
Die beiden Cellokonzerte von J. Haydn, wichtigste Vertreter der Wiener Klassik im Repertoire für Violoncello, die für ihre technische und stilistische Schwierigkeit und ihre Virtuosität bekannt sind, werden in einer historisch informierten Aufführung geboten.
Die historische Aufführungspraxis lässt sich nicht auf die Verwendung von Darmsaiten und Barock- oder klassischen Bögen reduzieren — sie umfasst vielmehr eine Reihe von interpretatorischen Entscheidungen, die man übrigens sehr wohl auch auf einem modernen Instrument mit Metallsaiten und einem modernen Bogen umsetzen kann.
Etwa 20 Jahre und fast 1300 km liegen zwischen den jeweiligen Uraufführungen der beiden “Concerto per il Violoncello” (Haydns handschriftlicher Originaltitel) von Joseph Haydn: das erste, in C-Dur, wurde wahrscheinlich zwischen 1762 und 1765 am Hofe von Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy in Fertőd im Nordwesten Ungarns für Joseph Weigl (1740–1820), den ersten (und vielleicht einzigen) Cellisten des Fürstenorchesters, komponiert, während das zweite in D-Dur 1783, wahrscheinlich nach neuesten, 2019 veröffentlichten Forschungen von Thomas Tolley und entgegen langjähriger Annahme, für den englischen Cellisten James Cervetto, Solocellist der Italienischen Oper in London, geschrieben wurde, der es am 24. März 1784 am Hannover Square uraufführte. Auch wenn Haydn offenbar nicht zur Uraufführung angereist war und vom Spiel seines Freundes, des Cellisten Anton Kraft, beeinflusst wurde, so hat er doch die Partitur ganz im Einklang mit dem Spielstil von James Cervetto verfasst, der insbesondere für seine ausdrucksstarke Lyrik und seine üppige Virtuosität bekannt war. In einer Zeit solch künstlerischer und insbesondere musikalischer Fülle stellen 20 Jahre und zwei verschiedene Länder wie Ungarn und England eine sehr große Kluft dar.
So bilden diese beiden Konzerte ein facettenreiches Programm und die historisch informierte Aufführung trägt dazu bei, diesen Werken ihren Glanz, ihre Farben und ihre Einzigartigkeit zurückzugeben.
Joël Geniet, Cello
Ian Plansker, Dirigent und Cembalo
Lagrandt Orchestra aus Amsterdam
Freier Eintritt – Kollekte
Programm :
Cellokonzert Nr. 2 in D-dur, Hob. VIIb:2, Op. 101 (1783)
1. Allegro moderato
2. Adagio
3. Allegro
(25 Min.)
Pause (5 Min.)
Cellokonzert Nr. 1 in C-dur, Hob. VIIb:1 (um 1762–1765)
1. Moderato
2. Adagio
3. Finale – Allegro molto
(25 Min.)
Die beiden Cellokonzerte von J. Haydn, wichtigste Vertreter der Wiener Klassik im Repertoire für Violoncello, die für ihre technische und stilistische Schwierigkeit und ihre Virtuosität bekannt sind, werden in einer historisch informierten Aufführung geboten.
Die historische Aufführungspraxis lässt sich nicht auf die Verwendung von Darmsaiten und Barock- oder klassischen Bögen reduzieren — sie umfasst vielmehr eine Reihe von interpretatorischen Entscheidungen, die man übrigens sehr wohl auch auf einem modernen Instrument mit Metallsaiten und einem modernen Bogen umsetzen kann.
Etwa 20 Jahre und fast 1300 km liegen zwischen den jeweiligen Uraufführungen der beiden “Concerto per il Violoncello” (Haydns handschriftlicher Originaltitel) von Joseph Haydn: das erste, in C-Dur, wurde wahrscheinlich zwischen 1762 und 1765 am Hofe von Fürst Nikolaus I. Joseph Esterházy in Fertőd im Nordwesten Ungarns für Joseph Weigl (1740–1820), den ersten (und vielleicht einzigen) Cellisten des Fürstenorchesters, komponiert, während das zweite in D-Dur 1783, wahrscheinlich nach neuesten, 2019 veröffentlichten Forschungen von Thomas Tolley und entgegen langjähriger Annahme, für den englischen Cellisten James Cervetto, Solocellist der Italienischen Oper in London, geschrieben wurde, der es am 24. März 1784 am Hannover Square uraufführte. Auch wenn Haydn offenbar nicht zur Uraufführung angereist war und vom Spiel seines Freundes, des Cellisten Anton Kraft, beeinflusst wurde, so hat er doch die Partitur ganz im Einklang mit dem Spielstil von James Cervetto verfasst, der insbesondere für seine ausdrucksstarke Lyrik und seine üppige Virtuosität bekannt war. In einer Zeit solch künstlerischer und insbesondere musikalischer Fülle stellen 20 Jahre und zwei verschiedene Länder wie Ungarn und England eine sehr große Kluft dar.
So bilden diese beiden Konzerte ein facettenreiches Programm und die historisch informierte Aufführung trägt dazu bei, diesen Werken ihren Glanz, ihre Farben und ihre Einzigartigkeit zurückzugeben.