Duo-Rezital Schubert, Schumann, Barber / Geschwister Toth
Duo-Rezital
Manoush Ruken Toth - Piano
Anouk Minou Toth - Cello
Franz Schubert, Arpeggione Sonate in a-moll für Cello und Klavier, D821
Robert Schumann, Fantasiestücke, op.73
Samuel Barber, Sonate für Cello und Klavier in c-moll, op.6
Die Geschwister Toth haben sich bereits als junge Musikerinnen eine grosse Bekanntheit erspielt. Sie sind mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet worden und spielen seit vielen Jahren gemeinsame Konzerte nebst ihrer Karriere als Solistinnen.
Manoush Toth vertrat dieses Jahr die Schweiz u.a. am Eurovision Young Classics in Jerevan, präsentierte sich als Künstlerin in Ernen am Piano Festival von Andras Schiff und spielte letztes Jahr zahlreiche Konzerte in Wien , u.a. als Stipendiatin der Lieven Foundation.
Anouk spielte Konzerte von Brasilien über Hamburg bis Wien, und tourt unter anderem mit dem renommierten LGT Young Soloists quer durch die Welt.
Franz Schuberts Arpeggione-Sonate D821 wurde, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich für das heute in Vergessenheit geratene Instrument Arpeggione geschrieben. Die Arpeggione war ein Gitarren ähnliches Instrument mit Bünden, das allerdings 6 Saiten hatte und zwischen den Knien gehalten mit einem Bogen gestrichen wurde.
Die Sonate entstand im Frühjahr 1824 in einer kammermusikalisch reichen Schaffensphase zeitgleich mit seinem berühmten Quartett „ Der Tod und Mädchen“. Die Sonate besticht nebst dem typischen schubertschen Reichtum an schönsten und unglaublich berührenden Melodien durch seine Virtuosität und gar kindliche Ausgelassenheit und Spielfreude.
In Robert Schumanns Drei Fantasiestücke op. 73 wird das Violoncello zur menschlichen Stimme: mal innig und sehnsuchtsvoll, mal leicht und verspielt, dann wieder voller leidenschaftlichem Feuer – drei musikalische Augenblicke, die wie Gedanken und Gefühle eines einzigen, bewegten Herzens aufeinanderfolgen.
Entstanden ist der Zyklus in seiner später Schaffensperiode, in der er die kleine kammermusikalische Form von 3-5-sätzigen Zyklen bevorzugte. Manche deuten dies als persönlichen Rückzug in eine Idylle vor den revolutionären Wirren von 1848/49. Man könnte aber auch sagen, dass sie in ihrem schlichten volkstümlichen Ausdruck dem Zeitgeist entsprachen, zugängliche Kunst zu schaffen.
Samuel Barber zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. In Europa werden seine Werke bis heute vergleichsweise selten aufgeführt. Im Gegensatz zu den experimentellen Strömungen der 1920er Jahre, blieb Barber traditionellen Harmonien und Formen verbunden. Als ausgebildeter Bariton und Liebhaber der italienischen Musik prägte ihn eine hohe Sensibilität für die menschliche Stimme, die sich in der lyrischen Linienführung seiner Musik widerspiegelt.
Die Cellosonate op.6 entstand 1932, am Ende von Barbers Studienzeit. In der Form orientiert sie sich deutlich an den Cellosonaten von Brahms. Innige, herzerwärmend schöne Melodien treffen auf heroische Leidenschaft und rhythmische Raffinesse – eine Musik von grosser Ausdruckskraft und unmittelbarer emotionaler Wirkung.
Manoush Ruken Toth - Piano
Anouk Minou Toth - Cello
Franz Schubert, Arpeggione Sonate in a-moll für Cello und Klavier, D821
Robert Schumann, Fantasiestücke, op.73
Samuel Barber, Sonate für Cello und Klavier in c-moll, op.6
Die Geschwister Toth haben sich bereits als junge Musikerinnen eine grosse Bekanntheit erspielt. Sie sind mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet worden und spielen seit vielen Jahren gemeinsame Konzerte nebst ihrer Karriere als Solistinnen.
Manoush Toth vertrat dieses Jahr die Schweiz u.a. am Eurovision Young Classics in Jerevan, präsentierte sich als Künstlerin in Ernen am Piano Festival von Andras Schiff und spielte letztes Jahr zahlreiche Konzerte in Wien , u.a. als Stipendiatin der Lieven Foundation.
Anouk spielte Konzerte von Brasilien über Hamburg bis Wien, und tourt unter anderem mit dem renommierten LGT Young Soloists quer durch die Welt.
Franz Schuberts Arpeggione-Sonate D821 wurde, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich für das heute in Vergessenheit geratene Instrument Arpeggione geschrieben. Die Arpeggione war ein Gitarren ähnliches Instrument mit Bünden, das allerdings 6 Saiten hatte und zwischen den Knien gehalten mit einem Bogen gestrichen wurde.
Die Sonate entstand im Frühjahr 1824 in einer kammermusikalisch reichen Schaffensphase zeitgleich mit seinem berühmten Quartett „ Der Tod und Mädchen“. Die Sonate besticht nebst dem typischen schubertschen Reichtum an schönsten und unglaublich berührenden Melodien durch seine Virtuosität und gar kindliche Ausgelassenheit und Spielfreude.
In Robert Schumanns Drei Fantasiestücke op. 73 wird das Violoncello zur menschlichen Stimme: mal innig und sehnsuchtsvoll, mal leicht und verspielt, dann wieder voller leidenschaftlichem Feuer – drei musikalische Augenblicke, die wie Gedanken und Gefühle eines einzigen, bewegten Herzens aufeinanderfolgen.
Entstanden ist der Zyklus in seiner später Schaffensperiode, in der er die kleine kammermusikalische Form von 3-5-sätzigen Zyklen bevorzugte. Manche deuten dies als persönlichen Rückzug in eine Idylle vor den revolutionären Wirren von 1848/49. Man könnte aber auch sagen, dass sie in ihrem schlichten volkstümlichen Ausdruck dem Zeitgeist entsprachen, zugängliche Kunst zu schaffen.
Samuel Barber zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. In Europa werden seine Werke bis heute vergleichsweise selten aufgeführt. Im Gegensatz zu den experimentellen Strömungen der 1920er Jahre, blieb Barber traditionellen Harmonien und Formen verbunden. Als ausgebildeter Bariton und Liebhaber der italienischen Musik prägte ihn eine hohe Sensibilität für die menschliche Stimme, die sich in der lyrischen Linienführung seiner Musik widerspiegelt.
Die Cellosonate op.6 entstand 1932, am Ende von Barbers Studienzeit. In der Form orientiert sie sich deutlich an den Cellosonaten von Brahms. Innige, herzerwärmend schöne Melodien treffen auf heroische Leidenschaft und rhythmische Raffinesse – eine Musik von grosser Ausdruckskraft und unmittelbarer emotionaler Wirkung.