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Ausstellungen | Ausstellung

Alois Lichtsteiner:
Es ist nicht, was es ist

Museum Franz Gertsch

Der Schweizer Maler, Druckgrafiker und Objektkünstler Alois Lichtsteiner (*1950) zeigt im Museum Franz Gertsch erstmals eine monumentale Gruppe an Werken, die zentrale Momente seiner Suche nach dem Umgang mit Malerei markieren. Er wirft ausserdem einen Blick zurück in die 1980er-Jahre zum Beginn seiner Auseinandersetzung mit diesem Thema. Im Laufe der Ausstellung kann verfolgt werden, wie Lichtsteiner von der Farbigkeit zum Bild in Graustufen und wieder zurück zur Farbigkeit findet. Lichtsteiner, dessen Kunst oft mit den Gruppen der „Birken“- und „Berg“-Bilder in Grautönen auf weissem Grund in Verbindung gebracht wird, schuf in den 1980er-Jahren sehr farbstarke Gemälde. In einer Zeit, in der die Malerei totgesagt wurde und andere, neue Kunstformen bevorzugt wurden, suchte er, der malen wollte, nach konzeptuellen Ausdrucksformen und seinem persönlichen Weg aus dieser Situation. Bei Lichtsteiner dient das Bild, das uns an etwas erinnert, als Metapher für die Fragen der Malerei, die er seit Jahrzehnten bearbeitet. Mit grosser Radikalität löste sich Lichtsteiner ab 1997 von der Farbe und ging in die Graustufen, in den Bereich der Nichtfarbe. Es handelt sich um Versuchsanordnungen, um Deklinationen seiner Beschäftigung mit Farbe und Grund. Die für ihn gültigen Lösungen hielt er nach dem Entstehen verschiedener kleinformatigerer Werke auf grossen Leinwänden fest. Folgt man dieser Serie chronologisch, kann man die Entwicklung nachvollziehen. Der Plan entstand schon früh – bereits 2006 schaffte Lichtsteiner das Material für die acht Gemälde an. Die letzten beiden Werke wurden mit Blick auf diese Ausstellung fertiggestellt. Die intensive Beschäftigung mit dem Hochdruck führte Lichtsteiner zur Farbe zurück: Seine Gemälde seit 2011 sind wieder farbig. Das, was die Betrachtenden als „Schnee“ empfinden, bleibt weitgehend weiss, die ab und an eingesetzten „Himmel“ blass, die „Felsformationen“ erscheinen hingegen in changierenden, zarten bis kräftigen Farbmodulationen. Beim Rundgang sind die Besuchenden dem Kontrast von figürlich erscheinenden Werken und den metaphorischen, konzeptuellen Inhalten der grossen Fragen der Malerei, die dahinterstehen, ausgesetzt und werden zum genauen Hinschauen und Hinterfragen ihrer ersten Eindrücke angeregt. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit dem Künstler. Der Katalog zur Ausstellung ist bei Modo Press in Frankfurt am Main erschienen und in unserem Shop erhältlich.
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Franz Gertsch - Porträts und Naturstücke

Museum Franz Gertsch

In dieser Ausstellungsperiode sind im Museum Franz Gertsch grossformatige Malerei und Holzschnitte von Franz Gertsch zu sehen. Die Schau konzentriert sich auf Porträts und Naturstücke. Im ersten Raum werden die vier Gräser-Gemälde aus den 1990er Jahren gezeigt, mit denen Gertsch nach einer mehrjährigen Malpause, in der er sich ausschliesslich mit der Entwicklung seiner neuen Holzschnitttechnik beschäftigt hatte, die Malerei wieder aufnahm. „Gräser I“ (1995/96) zeigt in starker Vergrösserung einen Abschnitt des schilfartigen Grases (Waldzwenke) aus seinem Garten in Rüschegg. Für „Gräser II“ (1996/97), „Gräser III“ (1997) und „Gräser IV“ (1998/99) nutzte der Künstler Ausschnitte aus dem eigenen ersten Bild als Vorlagen. Gertsch verfolgte in dieser Serie einen konzeptuellen Umgang mit der eigenen Malerei, indem er das erste Gemälde wieder aufgriff, vergrösserte und mit Ausschnitten und Belichtungen spielte. Der zweite Raum der Ausstellung ist neben Schwarzwasser-Holzschnitten den grossformatigen Porträts gewidmet. Die Modelle für die hier gezeigten Drucke, „Natascha IV“ (1987/88), „Dominique“ (1988), „Doris“ (1989) und „Silvia“ (2001/02), waren junge Frauen in ihren frühen Zwanzigern aus der Umgebung und Bekanntschaft von Franz Gertsch. Mitte der 1980er Jahre hatte Gertsch seine eigene Art des grossformatigen Farbholzschnitts entwickelt, der sich in wesentlichen Punkten von seinem frühen Holzschnittwerk unterscheidet. Waren die frühen Holzschnitte im klassischen Schwarzlinienschnitt gehalten und arbeiteten mit einem System aus schwarzen Umrisslinien, sind die späteren Holzschnitte durch ein System von so genannten «Lichtpunkten» geprägt – die Darstellung des Motivs ergibt sich aus dem Zusammenspiel der hellen Stellen des Druckes. Franz Gertsch ging hier (wie bei seiner Malerei) von einer fotografischen Vorlage aus – er übersetzte das Licht einer farbigen Diaprojektion beim Bearbeiten des Druckstocks aus Lindenholz mit dem Hohleisen in ein System von hineingeschnittenen Punkten und nichtbearbeiteter Fläche. Die Holzschnitte wurden anschliessend vom Künstler und seinem Druckerteam in kleinen Auflagen von Hand auf handgeschöpftes Japanpapier gedruckt. Zu Beginn dieser Phase bearbeitete der Künstler mehrere Platten für ein Sujet und druckte dann verschiedene Motiv- und Tonplatten übereinander. In dieser Ausstellung kann man das an «Natascha IV» und «Silvia» nachvollziehen. Bei den weiteren Holzschnitten, etwa «Dominique», druckte er mit einer Platte eine Farbe und erhielt so das vollständige Bild. Weitere Gemälde und Holzschnitte des Künstlers sind im Erweiterungsbau ausgestellt. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle. (Bild: Holzschnitt, 218 x 157 cm; Handabzug 17/18 auf Kumohadamashi Japanpapier von Heizaburo Iwano, 244 x 184 cm, Türkis verblaut; Museum Franz Gertsch, Burgdorf, © Franz Gertsch AG)
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Leanne Picthall:
Meaning So Well

Museum Franz Gertsch

Im Kabinett des Museum Franz Gertsch zeigt die junge Westschweizer Malerin Leanne Picthall (*1999) aktuelle Gemälde in Öl auf Leinwand. Es handelt sich um ihre erste Einzelausstellung in einem Museum. Leanne Picthalls Ölgemälde lassen sich klassischen Genres wie dem Selbstporträt, Porträt, Stillleben und Tierbild zuordnen. Auch die Interaktion zwischen Mensch und Tier auf persönlicher Ebene interessiert die Künstlerin. Ihre Bildsprache leitet sich von der Ästhetik zeitgenössischer Smartphone-Fotografie ab, sie wählt ungewöhnliche Ausschnitte oder auch stark herangezoomte Details als Vorlagen für ihre Gemälde. Standbilder aus eigens inszenierten und gedrehten Videos dienen ihr ebenfalls als Ausgangsmaterial. Ihre Kindheit und eigene Gefühle werden ebenso thematisiert wie ihre Grossmutter, der als Fahrradmechaniker arbeitende Bruder, Freunde oder der eigene Hund und andere Tiere. Einige Bilder haben Text als Sujet, zu lesen ist etwa „afraid of a lot“ oder „it’s fine“. Picthall, die als Tochter einer kanadisch-deutschen Mutter und eines englischen Vaters dreisprachig (Französisch/Englisch/Deutsch) aufgewachsen ist, betitelt ihre Werke in englischer oder französischer Sprache. Die im Kabinett miteinander gezeigten Arbeiten öffnen den Blick durch die Augen der Künstlerin auf Menschen und Tiere, auf Beziehungen – dargestellt mit Motiven aus ihrem Leben und dem ihrer Nächsten, ihrem Umfeld. Eine neu entstandene Werkgruppe (2025/26) basiert auf einem Video, in dem die Künstlerin, im Gesicht geschminkt wie die Fellzeichnung ihres Hundes, mit diesem interagiert. Verschiedene Standbilder daraus hat sie als Gemälde ausgeführt. In der Ausstellung sind auch vereinzelt ältere Arbeiten zu sehen (2023/24). Zentrale Motive im aktuellen Schaffen von Leanne Picthall sind Fragen des Künstlerseins, der Performanz – etwas darstellen, schauspielern – auf der Bühne und im alltäglichen Leben: Charaktere, die wir verkörpern, und Rollen, die wir spielen. Dabei bewahren die Werke, die auf mit dem Smartphone eingefangenen Momentaufnahmen, herangezoomten Details oder Selfies basieren, eine spielerische Leichtigkeit und bleiben für Interpretationen offen – dies spiegelt sich auch in der diskreten Farbwahl, den gedeckten und kühlen Schwarz-, Weiss-, Hellblau- und Grüntönen, wider. Leanne Picthall wurde 1999 in Genolier, einer Gemeinde in der Region Nyon des Kanton Waadt, geboren. Auf das Vorbereitungsjahr 2019–20 in Kunst und Design an der École de design et Haute école d’art du Valais (édhéa) in Siders folgte 2023 der Abschluss eines Bachelorstudiums in Fine Arts an der HEAD, der Haute école d’art et design in Genf. 2023 erhielt die Künstlerin den Prix Tremplin/HEAD der Fondation Leenaards, Lausanne. Seit 2019 stellt die Künstlerin in Gruppenausstellungen aus. Ihre erste Einzelpräsentation hatte sie 2024 in der Genfer Galerie Skopia. 2025 war sie Teil der Gruppenausstellung „COME-BACK! L’art figuratif en suisse: une scène au féminin“ im Musée d’art de Pully in Pully. Die Künstlerin lebt in Borex und arbeitet in Nyon. Die Ausstellung wird kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit der Künstlerin. Der Katalog zur Ausstellung erscheint bei Modo Press in Frankfurt am Main.
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Franz Gertsch:
Eisenbett und Trompete, Familie und Paare

Museum Franz Gertsch

Die Ausstellung in Raum 1 des Museum Franz Gertsch umfasst Gemälde, Collagen, Linolschnitt und Zeichnungen von Franz Gertsch aus den Jahren 1965 bis 1969. Das Museum freut sich, die Werke „Der grosse Spielmann“ und „O mein Papa“ (beide 1966) von den Kunstsammlungen des Kanton und der Stadt Bern sowie „Paar“ (1968) von der Einwohnergemeinde Bolligen als Dauerleihgaben anvertraut bekommen zu haben und diese nun erstmals im Kontext anderer Werke aus derselben Entstehungszeit zu zeigen. Artisten und Spielleute, aber auch Liebespaare und Familienszenen beschäftigten Franz Gertsch als Bildmotiv in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre. Gertsch war seit 1963 in zweiter Ehe verheiratet, die gemeinsamen Kinder mit Maria Gertsch-Meer wurden 1963, 1965, 1966 und 1968 geboren und die Familie lebte in einer kleinen Stadtwohnung in Bern. Gertschs Collagen und Gemälde nach Collagen aus dieser Zeit sind formal und farblich reduziert. Dargestellt sind muskulöse Artisten und Artistinnen, Bilder tragen Titel wie „Artistenfamilie“ oder „Pyramidaler Auftritt“. Bei Werken, die Vater-Mutter-Kind-Konstellationen zeigen, wie „Familie bei Nacht“, „Trompetennachwuchs“ oder „O mein Papa“, bleibt es offen, ob diese auch in die Welt der Schausteller und Spielleute gehören. Der wiederholt dargestellte Mann wirkt sehr kräftig und trägt oft einen grossen, dunklen Schnurrbart, das Kind (die 1959 geborene Tochter Renate aus der ersten Ehe mit Denise Gertsch oder ein nicht namentlich benannter Sohn) wird wiederholt als Harlekina oder Harlekin bezeichnet und trägt ein Hemd oder Kleid mit Rautenmuster. Auch die Mutter ist in diesem Gewand mitunter zu sehen. Autobiografisches und Fiktion verschmelzen zu einem Bildganzen. Bildelemente, wie das weisse Eisenbettgestell, das Franz Gertsch in einer Ferienwohnung abgezeichnet hatte, oder die goldene Trompete, die er gebraucht gekauft hatte, werden als Bildelemente wiederholt aufgenommen und variiert. Bereits in „Familie bei Nacht“, das im vorderen Teil des Ausstellungsraums gezeigt wird, verwendet Gertsch das Motiv eines ineinander verschlungenen Liebespaares, das auf dem Gemälde „Le Sommeil“ (1866) von Gustave Courbet (1819–1877) basiert. Mit dem Entwurf einer solchen Darstellung hatte Franz Gertsch 1967 den Wettbewerb für Wandgemälde im neuen Schulhaus Langenthal gewonnen, die Bilder konnten aber nach einem Skandal – die Motive eines liegenden und eines stehenden Paares wurden von der Lehrerschaft und der Langenthaler Bevölkerung als unanständig und in einer Schule deplatziert betrachtet – nicht realisiert werden. Das Motiv des liegenden Paares variierte der Künstler jedoch in mehreren Werken, von denen im hinteren Raumteil einige gezeigt werden. Dieser Bereich ist dem Thema des Paares im Schaffen von Franz Gertsch gewidmet: Sitzende und liegende Männer und Frauen werden mit Hilfe einer Schablonentechnik mehrheitlich in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb dargestellt. Weitere Gemälde und Holzschnitte des Künstlers sind im Erweiterungsbau ausgestellt. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle. franz-gertsch.ch
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Robert Zandvliet:
The Painting is a Door

Museum Franz Gertsch

Das Museum Franz Gertsch widmet dem niederländischen Maler Robert Zandvliet (*1970) eine breit angelegte Einzelausstellung, die wichtige Werkgruppen der letzten 15 Jahre exemplarisch in einen Dialog bringt. „The Painting is a Door“ belegt eindrücklich, wie der in Haarlem arbeitende Künstler seine malerischen Untersuchungen an der Schnittstelle von Abstraktion und Gegenständlichkeit vorantreibt. Die Ausstellung wird von einer umfangreichen Monografie begleitet. Robert Zandvliet gilt als einer der bedeutendsten niederländischen Maler der Gegenwart. Seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt er sein Werk, das sich im Spannungsfeld von Repräsentation und selbstreflexiver malerischer Praxis verorten lässt. Für den Künstler bleibt das konkrete Motiv stets Ausgangspunkt für seine Bildfindungen, die sich in ihrer dynamischen Malweise dann aber auch in einem sehr freien, assoziativen Raum ansiedeln. Von zentraler Wichtigkeit für die Ausstellung ist die Serie „Seven Stones“ (2014), die erstmals ausserhalb der Niederlande ausgestellt wird. In dieser beeindruckenden Werkgruppe konzentriert sich Robert Zandvliet motivisch in konzeptioneller Konsequenz auf Steine, die sich in ihrer malerischen Transformation vom eigentlichen Motiv loslösen und auf grundlegende Bedingungen und Mittel der Malerei verweisen. Ausgehend von dieser im ersten Saal geschlossen präsentierten Serie, deren formale Homogenität auch durch eine stark reduzierte Farbpalette betont wird, spannt die Ausstellung den Bogen bis zu „Paradaidha“, Zandvliets neuester Werkgruppe. Das altpersische Wort „paradaidha“ meinte ursprünglich eine ummauerte, bewässerte Gartenanlage, die als Ort der Fülle und des Glücks zum Inbegriff des Paradieses wurde. Die ausgewählten, grossformatigen Werke dieser Serie verdeutlichen das für Zandvliets Schaffen bestimmende Verhältnis von äusserst durchdachtem Bildaufbau und dem spontanen Ausdruck malerischer Praxis. Diese grundsätzlichen Wechselwirkungen werden in der Ausstellung mit über 30 repräsentativen Werken untersucht. Robert Zandvliet wurde 1970 in Terband (NL) geboren, besuchte von 1987–92 die Kunstakademie Constantijn Huygens in Kampen und schloss seine Masterstudienzeit 1994 an der Kunstakademie De Ateliers in Amsterdam ab. Er ist Preisträger des Prix de Rome (Malerei, 1994), des Charlotte-Köhler-Preises (1998) und des Wolvecamp-Preises (2004). Seither verzeichnet Robert Zandvliet eine rege Ausstellungstätigkeit in Europa und den USA. Wichtige institutionelle Einzelausstellungen hatte er etwa im Stedelijk Museum, Amsterdam (2001), Kunstmuseum Luzern (2001), Kunstmuseum Bonn (2005), Kunstmuseum Den Haag (2012), De Pont Museum, Tilburg (2014, 2005, 1997) oder im Dordrechts Museum, Dordrecht (2020, 2019, 1996). Zandvliet lebt und arbeitet in Haarlem (NL). Die Ausstellung wurde kuratiert von Andreas Fiedler, Kunsthistoriker, freischaffender Kurator und Kunstkritiker. Die Ausstellung steht unter dem Patronat der Botschafterin des Königreichs der Niederlande in der Schweiz, Karin Mössenlechner. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Buch, das den Werdegang des Künstlers seit seinen fulminanten Anfängen Ende der 1990er Jahre umfassend dokumentiert und aus verschiedener Perspektive beleuchtet. Parallel zur Ausstellung im Museum Franz Gertsch findet eine weitere Ausstellung von Robert Zandvliet in der Kunsthalle Darmstadt (D, 29.03. – 30.08.2026) statt. Zur Kunsthalle Darmstadt Die Ausstellungsprojekte wurden angeregt von Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt a.M. (DE) bernhardknaus.com/
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Alois Lichtsteiner
Shifting Colours

Galerie Kornfeld

Natur und Abstraktion sind zwei Kernaspekte von Alois Lichtsteiners Kunst. Die Natur in seiner Kunst wird nicht nur nach dem, was er sieht, dargestellt, sondern auch stark abstrahiert und nachgebildet. Meisterhaft fängt der Künstler wechselnde Licht- und Sichtverhältnisse ein und bringt Felsformationen und Schneefelder auf verschiedene Formate. Eröffnung 18. Januar 2026, 11.30 Uhr, Matinée Mit Simone Keller, Klavier Musik von Nadia Boulanger, Julie Herndon, Meredith Monk, Galina Ustwolskaja u.a. Die Eröffnung findet anlässlich des Berner Galeriewochenendes am 17./18. Januar 2026 (11-17 Uhr) statt. Veranstaltungen Donnerstag, 12. Februar 2026, 18.30 Uhr Jan Kollwitz liest aus den Tagebüchern seiner Urgrossmutter Käthe Kollwitz Mittwoch, 25. Februar 2026, 18.30 Uhr Ein Gespräch zwischen: Alois Lichtsteiner, Künstler Anna Wesle, Kuratorin Museum Franz Gertsch Burgdorf und Bernhard Bischoff, Galerie Kornfeld moderiert von Yves Bossart, promovierter Philosoph, Buchautor und Moderator "Sternstunde Philosophie" (SRF)
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Peter Fischli: Wir Ungestalten

Robert Walser-Zentrum

Vernissage im Rahmen des Berner Galerienwochenendes am 17. und am 18. Januar 2026, jeweils 11–17 Uhr. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 13–17 Uhr, und auf Anfrage 17. Januar bis 23. Dezember 2026 Peter Fischlis Vorliebe für Robert Walser überrascht nicht: Beide verbinden ein eigensinniger Humor und eine Kunst des Schauens, die im Alltäglichen und Unscheinbaren Bedeutung entdeckt. In Wir Ungestalten führt Fischli diesen Ansatz fort. Das ›Ungestalte‹ steht hier nicht für Mangel, sondern für offene, vorläufige Formen, die sich jeder endgültigen Deutung entziehen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur und Spur, Beobachtung und Erfindung, Witz und Melancholie – entstanden im Moment des Entdeckens, im Staunen über das beinahe Übersehene. So entsteht ein poetisches Archiv flüchtiger Spuren: traumwandlerische Bilder von schaumgeborenen Skulpturen, die nachts an Parkbänken oder Türgriffen auftauchen. Diese minimal-invasiven Eingriffe verwandeln den öffentlichen Raum in ein Spielfeld verschmitzten Vandalismus. Gemeinsam mit dem Robert Walser-Zentrum hat Fischli über zwanzig Arbeiten platziert – nicht nur in Büros, sondern auch im sonst unzugänglichen Archiv.
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World Press Photo 2025

Château de Prangins

Der 1955 von unabhängigen Fotografen ins Leben gerufene Wettbewerb World Press Photo verfolgt nach wie vor dasselbe Ziel: «die Öffentlichkeit auf die Vielfalt der Geschichten aufmerksam zu machen, um das Verständnis für die Welt zu fördern». Die 160 Bilder der Ausstellung, die von 42 Fotografen aus 141 Ländern aufgenommen wurden, handeln von Migration, Umweltkatastrophen, Drogenkartellen, passiver Sterbehilfe und endlosen Kriegen... In diesem Jahr ist das Thema des Klimawandels und seiner verheerenden Folgen für die Bevölkerung auf drei Kontinenten immer wieder präsent. Einziger Hoffnungsschimmer angesichts dieser Naturkatastrophen: die Solidarität.
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Swiss Press Photo 25

Château de Prangins

Die Ausstellung Swiss Press Photo 25 bietet die Gelegen-heit, das Jahr 2024 neu zu entdecken. Anhand von 150 ausgestellten Fotografien laden nationale und internationale Themen das Publikum zum Erinnern und Nachdenken ein. Die Bilder zeigen sowohl dramatische Ereignisse wie die Überschwemmungen im Wallis und im Tessin oder den Bürgerkrieg im Jemen als auch unbeschwertere Momente wie die Party von Taylor Swift-Fans in Zürich oder die Radsport- und Paracycling-Strassenweltmeisterschaften. Ihre Vielfalt erinnert an die Komplexität der Welt, in der wir leben, und an die Bedeutung des Fotojournalismus zu informieren, sensibilisieren und berühren.
Ausstellungen | Ausstellung

Jean Tinguely - 100 Jahre

Galerie Kornfeld

Jean Tinguely (1925–1991) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der kinetischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Schaffen ist geprägt von Bewegung, Mechanik, Ironie und einem spielerischen Umgang mit künstlerischen so wie gesellschaftlichen Konventionen. Neben seinen bekannten Maschinen-Plastiken und spektakulären Aktionen widmete sich Tinguely über Jahrzehnte hinweg auch der Druckgraphik, einem Medium, das er mit ebenso viel experimenteller und anarchischer Energie belebte. Zu seinem 100. Geburtstag widmet die Galerie Kornfeld Jean Tinguely eine Ausstellung mit Arbeiten auf Papier, Zeichnungen/Collagen und Graphiken. Im Rahmen der Ausstellung wird auch das neu erscheinende Werkverzeichnis der Graphik von Jean Tinguely präsentiert, das im Verlag der Galerie Kornfeld herausgegeben wird. Veranstaltungen: Donnerstag, 11. Dezember 2025, 18.30 Uhr Buchpräsentation Hamed Mirzai, Jean Tinguely Werkverzeichnis der Graphik Bern, Kornfeld Verlag AG, 2025 Öffnungszeiten Montag–Freitag, 13.30-17 Uhr Samstag, 10-12 Uhr (Bild: Jean Tinguely, Pandämonium, Grafik 3; 1985, Lithografie)
Ausstellungen | Galerie

Galerie Kornfeld

Galerie, Kunsthandlung und Verlag
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Stiftung Expressionismus.
Von Gabriele Münter bis Sam Francis

Kunstmuseum Bern

Die 25 herausragenden Werke der Expressionismus-Stiftung beim Kunstmuseum Bern sind durch die aus der Nähe von Bern stammende Familie Hans Rudolf und Silvia Tschumi zusammengetragen worden. Die Stifter setzten sich zum Ziel, Lücken in den Beständen des Kunstmuseum Bern zu schliessen und ihre Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In der Ausstellung wird das Stiftungsgut erstmals in seiner Gesamtheit präsentiert. Zu den Highlights zählen Gemälde von deutschen Expressionist:innen der Brücke und des Blauen Reiters wie Emil Nolde, Max Pechstein, Heinrich Campendonk, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin, Werke der Basler Gruppe Rot-Blau und expressive Positionen aus der internationalen Nachkriegskunst wie Karel Appel, Sam Francis oder Teruko Yokoi. Die Ausstellung ist dem Stifter Hans Rudolf Tschumi (1928–2025) im Andenken und der Stifterin Silvia Tschumi gewidmet. (Bild: Karel Appel, Le coq furieux (Ausschnitt), 1952, Öl auf textilem Träger, 89×16 cm, Expressionismus-Stiftung beim Kunstmuseum Bern, Bern; © Karel Appel Foundation / 2025, ProLitteris, Zurich)
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Anni Albers.
Constructing Textiles

Zentrum Paul Klee

Anni Albers (1899– 1994) war eine der führenden Figuren des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Textildesigns und der Textilkunst. Bereits als Bauhaus-Studentin entwickelte sie neuartige Gewebe und setzte Textilien als architektonische Elemente ein. Sie gilt bis heute als Vorreiterin der Fibre Art. Im Fokus der Ausstellung stehen ihre innovativen Beiträge für renommierte Architekturprojekte. Stoffentwürfe, textile Kunstwerke, Druckgrafiken und Zeichnungen geben einen Überblick über ihr faszinierendes Schaffen zwischen Design und Kunst. Kuratorinnen: Fabienne Eggelhöfer und Brenda Danilowitz Eine Ausstellung des Zentrum Paul Klee, Bern und der Josef and Anni Albers Foundation, Bethany, CT, in Kooperation mit dem Belvedere, Wien.
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Lika Nüssli: ›Für die Katz‹

Robert Walser-Zentrum

Ausstellung im Robert Walser-Zentrum Mit 69 Aquarellen von Lika Nüssli nach Feuilletons von Robert Walser Am 24. Oktober 2025 eröffnet das Robert Walser-Zentrum in Bern seine neue Dauerausstellung: Lika Nüssli: ›Für die Katz‹. Die preisgekrönte Künstlerin Lika Nüssli lässt sich von Robert Walsers rund 1000 Kurztexten inspirieren und verwandelt deren subtile Ironie in kraftvolle, poetische Aquarelle. In 69 grossformatigen Arbeiten entfaltet Nüssli einen verspielten und einfallsreichen bildnerischen Dialog mit Walser. Die Ausstellung markiert zugleich die Veröffentlichung der Feuilletonabteilung von Robert Walsers Werken in der massgeblichen Berner Ausgabe im Suhrkamp Verlag – ein literarisches Ereignis, das in Bern auch bildkünstlerisch gefeiert wird. Die sieben Bände umfassende Ausgabe, die in der Ausstellung aufliegt, versammelt Robert Walsers sämtliche kurzen Texte – Erzählungen und Prosastücke, Gedichte und Theaterszenen –, die ursprünglich in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, in der Reihenfolge ihres Erscheinens. Dieses ›Schreiben für die Katz‹, wie Walser seine Arbeit für die Medien jener Zeit nannte, bildete sein literarisches Hauptgeschäft. Er betrieb es während seiner ganzen Autorenkarriere – von den ersten Gedichten im Jahr 1898 bis zu den letzten, 1948 von seinem Vormund veröffentlichten Texten. Die Feuilletons zeigen Walser als scharfen Beobachter seiner Zeit, als Meister der Miniatur und als unermüdlichen Experimentator mit Sprache und Form. Mit der Berner Ausgabe werden diese Texte nun erstmals in einer kommentierten Edition vollständig und für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Mit Robert Walser ist Lika Nüssli, die St. Galler Künstlerin, die mit ihrer eindrücklichen Graphic Novel Starkes Ding internationale Aufmerksamkeit erlangte, auf besondere Weise vertraut. »Robert Walser ist für mich jemand, den ich schon immer zu kennen glaube«, sagt sie. Bereits in ihrer Jugend stiess sie auf sein Werk – durch die Bücher ihrer Schwester, ein Theaterstück in Herisau und später durch die faszinierenden Mikrogramme. Walsers Schriften, »voll wunderbarer Ironie und frechem Augenzwinkern«, begleiten sie bis heute. »Zeichnen bedeutet für mich nachdenken, die Welt beobachten und in eine Form bringen – als Vorschlag, als Angebot für andere.« In ihrer Ausstellung macht Nüssli sichtbar, wie sie Walsers Geschichten weiterspinnt, verdreht und ins Offene, Fluide erweitert. Ihre Werke entstehen aus dem Moment heraus, im Vertrauen auf die Assoziation, und verwandeln Zeit und Raum in jenes »kleines Nichts«, das sich zwischen Walser, seinem Werk und ihr selbst auftut. Lika Nüssli erforscht und erprobt Narration in vielfältigen Formen. Ihr umfangreiches Werk, das Zeichnungen, Illustrationen, Performances und Texte umfasst, wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Schweizer Literaturpreis 2023 für die Graphic Novel Starkes Ding, erschienen in der Edition Moderne. Die Ausstellung Lika Nüssli: ›Für die Katz‹ ist eine ebenso eigenwillige wie originelle Auseinandersetzung mit Robert Walsers Feuilletons und zugleich eine Hommage an dessen unverwechselbares literarisches Universum. Publikation zur Ausstellung Robert Walser: Feuilletons. Verstreute Publikationen zu Lebzeiten. 7 Bde. Berlin: Suhrkamp 2025. – Erhältlich in jeder Buchhandlung oder direkt im Robert Walser-Zentrum! Vernissage: Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr; es sprechen Lika Nüssli und Reto Sorg. Rahmenprogramm: Die Ausstellung wird im Rahmen der Jahrestagung der Robert Walser-Gesellschaft eröffnet. Begleitend dazu finden weitere Veranstaltungen statt: Vorträge in der Universitätsbibliothek Bern, Aufführung im Stadttheater Bern, Gespräch im Politforum. Das vollständige Programm findet sich hier: Programm Jahrestagung Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 13–17 Uhr und nach Vereinbarung Freier Eintritt, Führungen auf Anfrage
Ausstellungen | Ausstellung

Kirchner × Kirchner

Kunstmuseum Bern

Farbgewaltig, kraftvoll, wegweisend – die Ausstellung Kirchner x Kirchner im Kunstmuseum Bern. Ein besonderes Highlight ist die Wiedervereinigung von Alpsonntag. Szene am Brunnen und Sonntag der Bergbauern aus dem Berliner Bundeskanzleramt. Erstmals seit über 90 Jahren sind die beiden Werke wieder gemeinsam zu sehen. Die Ausstellung folgt Ernst Ludwig Kirchners Blick auf das eigene Werk. Ein intensives Ausstellungserlebnis, welches neue Perspektiven auf das Denken und Wollen eines der bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts bietet. 1933 kuratierte Ernst Ludwig Kirchner selbst seine grösste Retrospektive in der Kunsthalle Bern. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Max Huggler, dem damaligen Leiter der Kunsthalle und späteren Direktor des Kunstmuseum Bern. Mit Kirchner × Kirchner erinnert das Kunstmuseum Bern an dieses bedeutende Ereignis und stellt Kirchner zugleich erstmals als Kurator seines eigenen Werks vor. Im Zentrum steht, wie Kirchner seine künstlerische Entwicklung interpretierte, sie durch das Überarbeiten von Werken oder das Verfassen von Texten über sich selbst teils grosszügig revidierte und welche Bezüge er zwischen den Arbeiten herstellte. Gezeigt werden rund 62 Werke aus der Zeit zwischen 1908 und 1933 aus renommierten europäischen und amerikanischen Museen und Privatsammlungen. Die Auswahl der Exponate macht, in Kombination mit dem historischen Hintergrund, dieses ambitionierte Ausstellungsprojekt zu einem einmaligen und vielschichtigen Erlebnis. Kuratorin: Nadine Franci
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Fokus. Cover Star Klee

Zentrum Paul Klee

Warum zeigen so viele – Hunderte, wenn nicht Tausende – Bücher über Philosophie, Psychotherapie oder kritische Theorie des zwanzigsten Jahrhunderts die Kunst von Paul Klee auf ihrem Einband? Cover Star Klee entwirft ein Porträt des Schweizer Künstlers als Propheten der analogen Meme-Kultur, die uns dazu einlädt, ein Buch nach seinem Einband zu beurteilen. Kurator: Dieter Roelstraete Fokus. Cover Star Klee ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden. In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.
Ausstellungen | Ausstellung

Fokus. Gego (Gertrud Goldschmidt)

Zentrum Paul Klee

Gego (Gertrud Goldschmidt, 1912 in Hamburg–1994 in Caracas, Venezuela) war eine deutsch-venezolanische Künstlerin und Pionierin der Abstraktion in Lateinamerika. Sie ist unter anderem für ihre Zeichnungen und ihre filigranen, netzartigen Skulpturen und Installationen bekannt, die sie Reticuláreas nannte – abstrakte Zeichnungen im Raum. Gego, geboren als Gertrud Louise Goldschmidt, studierte während der Zeit des Nationalsozialismus in Stuttgart Architektur und Ingenieurwesen und war stark von den Ideen des Bauhauses und der modernen Architektur geprägt. Kurz nach ihrem Abschluss musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus Deutschland fliehen und emigrierte nach Venezuela, wo sie sich der Kunst widmete und unterrichtete. Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee ist die erste Einzelausstellung Gegos in der Schweiz und zeigt unter anderem Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und ausgewählte Skulpturen der Künstlerin. Kurator: Martin Waldmeier Fokus. Gego (Gertrud Goldschmidt) ist Teil der Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Dauerausstellung Kosmos Klee. Die Sammlung bietet Besucher:innen einen chronologischen Überblick über Klees künstlerisches Schaffen und präsentiert rund siebzig Werke sowie biografisches Material und Archivalien, die regelmässig ausgewechselt werden. In einem Raum werden jeweils kleinere Fokusausstellungen mit inhaltlichem Bezug zu Paul Klee und seinem Werk gezeigt.
Ausstellungen | Installation

Matter of Fact - Installation

Konzerte Bern

Svetlana Maraš (*1985): «Matter of Fact» Audiovisuelle Komposition, interaktive audiovisuelle Installation (2016) In dieser audiovisuellen und interaktiven Installation von Svetlana Maraš sprechen Stimmen aus aller Welt, in Schnipseln zwar nur, aber in jeweils neuer Zusammensetzung auf universelle Weise. Eine «Cut-up»-Komposition! Eine «Cut-up»-Komposition? Das bedeutet hier: Die Texte wurden aus Schnipseln von Interviews mit Künstler*innen aus aller Welt zusammengesetzt. Diese winzige Fragmente, rekontextualisiert wiederum zu sinnvollen Songs, berichten über universelle Themen, die uns alle betreffen. Sie wurden so verallgemeinert, dass sie aufs erste extrem stereotyp wirken, aber ihre Offenheit lässt im gegebenen Kontext auch Platz für komplexere Deutungen. Das Interface funktioniert dabei wie eine Art moderne Jukebox: Die Titel der fünf Kompositionen «Myself», «Depression», «Society», «Differences» und «People» liegen als 3D-Prints bereit; eine Komposition wird aktiviert, wenn das entsprechende Wort auf eine weisse Box gelegt wird. Die Visuals, die die Musik begleiten, sind in einem «Karaoke-Stil» gehalten. Jede Komposition hat einen eigenen visuellen Stil und zeigt Bezüge zu Grafikanimationen, wie sie in Fernsehwerbung und Videoclips verwendet werden. Sie nehmen damit eine kritische Position gegenüber der «Gehirnwäschekultur» der kommerziellen Medien ein. Während der Öffnungszeiten kann die Installation zu jeder Zeit betreten und wieder verlassen werden. Zur Eröffnung am 3.9. wird ein Apéro offeriert. Eine Veranstaltung von Musikfestival Bern in Kooperation mit pakt bern. Die Installation entstand 2016 in Zusammenarbeit mit Norient – The Now in Sound. Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Sammlungs­intervention von Amy Sillman

Kunstmuseum Bern

Amy Sillman kuratiert eine Auswahl aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern Die New Yorker Künstlerin Amy Sillman (*1955 in Detroit) arbeitet hauptsächlich mit Malerei und Zeichnung und nähert sich diesen Medien mit neuem Blick und erweitertem Sinn für materielle Verwandlungen. Sillman geht sowohl analytisch wie improvisierend vor und kombiniert ihre Liebe zum Formalen mit einem strengen Auswahlverfahren. Dabei durchsetzt sie das Gemalte mit Unbeholfenheit, Humor, Selbstironie und Zweifel. Ihre Methoden münden in eine Inszenierung des Denkvorgangs beim abstrakten Malen. Über die Jahre ist Sillmans künstlerische Praxis weit über ihr Atelier in viele unterschiedliche Richtungen hinausgedrungen. Dies umfasst Lehrtätigkeit, Schreiben, Publizieren und seit kurzem kuratorische Projekte mit und Interventionen in Museumssammlungen. Aus Anlass ihrer Einzelausstellung Amy Sillman. Oh, Clock! im Kunstmuseum Bern (bis 2.2.2025) hat die Künstlerin eine spezielle Accrochage mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern vorbereitet, die nun noch bis 2.11.2025 zu sehen sein wird. Geleitet von Überlegungen zu Form, Farbe, Dimension und Ortsbezug, setzte Sillman die Werke vor den aktivierten Hintergrund einer improvisierten Wandmalerei, die sie vor Ort eigens entwickelt hat. Auf diese Weise reflektiert sie das Wesen der abstrakten Kunst, ohne die Werke chronologisch oder thematisch zu gruppieren, sondern indem sie unerschrocken Epochen, Kontinente, Medien, Kunstobjekte sowie die Architektur des Museumsgebäudes ineinander verwebt. Zu sehen sind Werke von: Etel Adnan, Esther Altorfer, Cuno Amiet, Hans Arp, Silvia Bächli, Monika Baer, Alice Bailly, Ericka Beckman, Christian Boltanski, Louise Bourgeois, Miriam Cahn, Leidy Churchman, Rineke Dijkstra, Kees van Dongen, Piero Dorazio, Franz Eggenschwiler, Michaela Eichwald, Valie Export, Fischli/Weiss, Joel Fisher, Suzan Frecon, Pia Fries, Tatjana Gerhard, Augusto Giacometti, Thomas Hirschhorn, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Jutta Koether, Thomas Kovachevich, Lee Krasner, Alfred Kubin, Maria Lassnig, Fernand Léger, Otto Meyer-Amden, Heinz Mollet, Auguste de Niederhäusern, Meret Oppenheim, Mai-Thu Perret, Sigmar Polke, Man Ray, Pamela Rosenkranz, Irene Schubiger, Kurt Seligmann, Amy Sillman, Nicolas de Staël, Sophie Taeuber-Arp, Amelie von Wulffen und Franz West.
Ausstellungen | Ausstellung

Die Sammlung.
Von Claude Monet bis Félix Vallotton, von Martha Stettler bis El Anatsui

Kunstmuseum Bern

Das Kunstmuseum Bern besitzt eine bedeutende Kunstsammlung vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Die Sammlungsausstellung umfasst in wechselnden Präsentationen ausgewählte Bestände. Im Untergeschoss des Altbaus sind mit Kubismus, Expressionismus, Surrealismus und abstrakter Kunst die zentralen avantgardistischen Strömungen der Moderne vertreten. Höhepunkte sind etwa Pablo Picassos Geige, an der Wand hängend, Meret Oppenheims Verzauberung oder Piet Mondrians Tableau No. II mit Grau und Schwarz. Ergänzt wird die Präsentation durch eine Auswahl von Werken des Berner Künstlers Adolf Wölfli aus dem Bestand der Adolf Wölfli-Stiftung. Im Erdgeschoss des Altbaus bilden Werke von El Anatsui und Kader Attia als Vertreter der globalen Gegenwartskunst den Auftakt. Ein benachbarter Raum beherbergt mit Paul Cézanne, Claude Monet und Vincent van Gogh die ganz grossen Namen der internationalen Kunstgeschichte. Landschaften von Schweizer Exponenten der Moderne wie Ferdinand Hodler, Félix Vallotton und Giovanni Giacometti runden die Ausstellung ab. Ein Seitenkabinett ist der Schenkung von Marion Lichardus-Itten gewidmet. Dort werden acht Gemälde des Künstlers Johannes Itten (1888-1967) präsentiert, die seine Tochter dem Kunstmuseum Bern 2024 in einer ausserordentlich grosszügigen Geste geschenkt hat. Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus sind in der Ausstellung Panorama Schweiz. Von Caspar Wolf bis Ferdinand Hodler Highlights von Schweizer Künstler:innen des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern zu sehen (bis 11.1.2026). Eine Vielzahl weiterer Werke aus dem Bestand des Kunstmuseum Bern können Sie im Obergeschoss des Erweiterungsbaus in der Sammlungsintervention von Amy Sillman entdecken (bis 2.11.2025). Beide Ausstellungen sind im Sammlungseintritt inbegriffen.

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