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Wiener Festwochen

15.5. bis 21.6.2026

Die Freie Republik macht Wien über fünf Wochen zur internationalen Experimentalstätte der Künste und Gemeinschaft, denn: Wir schulden der Welt eine Revolution!

Kontakt

Wiener Festwochen
Lehárgasse 11/1/6
A-1060 Wien

Telefon: +43 (0)1 589 22-0
Fax: +43 (0)1 589 22-49
E-Mail: festwochen@festwochen.at

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Wiener Festwochen

© Franzi Kreis
Fest

Eröffnung Wiener Festwochen

75 Jahre Schönheit und Skandal

75 Jahre Schönheit und Skandal, 75 Jahre Kunst­religion: Die Wiener Festwochen erklären sich im Jubiläumsjahr zur Republic of Gods! Waren die Eröffnungen immer schon legendär, so setzen wir zum Geburtstag noch eins drauf mit einer genauso spiri­tuellen wie skurrilen, genauso spekta­kulären wie zutiefst menschlichen, kurz: mit einer unvergesslichen Show. Die „Godmother of Punk“ Patti Smith mu­siziert mit dem Schmusechor und der neu gegründeten Festwochen Band Gods Republic, Gospel trifft auf Punk, Klassik auf Schlager, neue auf alte Gött:innen: schamloser Synkretismus in guter alter Wiener Tradition! Denn wer wäre die Republic of Gods, wenn nicht wir alle? Und noch etwas: Heuer feiern wir auf dem Heldenplatz, Wiens Mythos-­Ort par excellence! Whether you’re a sinner or a prophet: Welcome to the Republic of Gods! Natürlich bei freiem Eintritt.
Hinweise

Bei dieser Veranstaltung gibt es einen Deaf Space mit Gebärden­dolmetschung und ­-performance.

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Bewertungen & Berichte Eröffnung Wiener Festwochen

© Kampagne: TBWA, Fotograf: Robert Staudinger
Ausstellung

Hype und Hochkultur

75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten

Aus tausenden von Fest­wochen Plakaten schöp­fend, zeigt die Ausstel­lung eine Auswahl der prägendsten Kampagnen der Wiener Festwochen und eröffnet ein außerge­wöhnliches Panorama auf deren Ge­schichte. Manche dieser Plakate spie­geln subtil den Zeitgeist wider, andere lösen bei den Bewohner:innen dieser Stadt sofort Erinnerungen aus: an un­vergessene Theaterskandale, hitzige Debatten – und vor allem an große Kunsterlebnisse. Stadtgesellschaftlich brisante Ereignisse wie die Arena-Besetzung im Jahr 1976 klingen ebenso an wie ikonische Momente, etwa das Falco­-Eröffnungskonzert 1985. Die Plakatchronik zeigt den Wandel der Zeiten und Designsprachen, vor allem aber die Entwicklung des Festivals selbst hin zu seiner heutigen Form und visuellen Identität. Im Zuge der Aus­stellung wird zudem erstmals der ge­samte Bestand des Festwochen Plakat­archivs digital zugänglich gemacht: grafische Experimente, visionäre De­signentwürfe und legendär humorvolle Kampagnen.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus
Hinweise

Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 20. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.

Weitere Information unter
mak.at

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© David Baltzer/bildbuehne.de
Ausstellung

CHRISTOPH SCHLINGENSIEF:

Es ist nicht mehr mein Problem!

Zum ersten Mal widmet sich in Österreich eine umfas­sende Einzelausstellung dem visionären deutschen Radikalkünstler Christoph Schlingensief (1960–2010). Bei den Wiener Festwo­chen hatte er im Jahr 2000 mit seiner Container­-Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche die fremdenfeindliche Regierungspolitik der FPÖ zum Thema gemacht und mit einer Vermischung von Wirklichkeit und Kunst die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Die Ausstellung präsentiert neben der Container­-Aktion weitere zentrale Arbeiten des Ausnahmekünst­lers, wie etwa die Installation Church of Fear, in der Schlingensief nach den An­schlägen vom 11. September 2001 den „Glauben an die Angst“ zum Dogma erhob, die Polit­-Kampagne Chance 2000 – Partei der letzten Chance, Film­arbeiten aus dem Amazonas zu seiner Wagner­-Inszenierung Der Fliegende Holländer oder das Videokunstwerk The African Twin Towers. Die Ausstellung zeigt, wie Schlingensiefs radikal persön­liche Kunst zwischen Provokation und Kunstvertrauen auch heute noch irritiert und inspiriert.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst und Gropius Bau/Berliner Festspiele
Hinweise

Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 13. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.
„BITTE LIEBT SCHLINGENSIEF“

12. Mai, 18 Uhr, Diskussion mit Lilli Hollein, Aino Laberenz und Milo Rau, Moderation: Raphael Gygax. Eintritt frei!
KÜNSTLER:INNENFÜHRUNGEN

15. / 29. Mai, 12. / 19. Juni, jeweils 16.30 Uhr, Programm und Anmeldung unter mak.at

Künstlerisches Team: Kuratiert von Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz Ausstellungsorganisation Mario Kojetinsky Assistenzkurator Max Appel-Palma

Dank: Mit freundlicher Unterstützung des Dorotheum

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© Mateusz Skwarczek
Diskussion

Eine Rede an Europa 2026

Anne Applebaum

Seit 2019 liefert die von der ERSTE Stiftung initiierte Vor­lesungsreihe Rede an Europa kritische Impulse zur Gegen­ wart und Zukunft Europas. In der Reihe geben renommierte Intellektuelle einer breiten Öffentlichkeit Denkanstö­ße zum politischen und kulturellen Projekt Europa. Als Ort dient der Wie­ner Judenplatz, der daran erinnert, dass Europa nur im Spiegel seiner Geschich­te verstanden werden kann. Bisherige Redner:innen waren der amerikanische Historiker Timothy Snyder, die ukrai­nische Menschenrechtsaktivistin Oleksandra Matwijtschuk, der israe­lisch­-deutsche Philosoph Omri Boehm und die albanisch­britische Philosophin und Politikwissenschaftlerin Lea Ypi. 2026 wird die amerikanisch­-polnische Journalistin, Historikerin und Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum die Rede an Europa halten. Sie zählt zu den profi­liertesten Kritiker:innen autoritärer Herrschaftssysteme, insbesondere der russischen Expansionspolitik. Für ihr Gesamtwerk wurde Anne Applebaum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2024 ausgezeichnet.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Erste Stiftung und des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen
In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien
Hinweise
LIVE-STREAM

Infos zum Live­-Stream folgen.

Sprache: Englisch

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© SIRENE Studio
Theater

Das beste Stück aller Zeiten

75 Jahre Wiener Festwochen
Milo Rau

Von fäkalen Performances bis zu blutigen Theater­-Gottes­diensten, von traumhaften Klassiker­-Abenden bis zu immersiven Albträumen, vom Lipizzaner­Hengst bis Luc Bondys Geist, von der Barockoper bis zu Schlingensiefs Con­tainer: Das beste Stück aller Zeiten bringt in einer genauso skurrilen wie berühren­den Revue Höhe­ und Tiefpunkte aus 75 Jahren Festwochen auf die Bühne! Moderiert von den beiden Wien­-Lieb­lingen Inge Maux und Samouil Stoyanov, führt der Abend von der Geburtsstunde der Wiener Festwochen 1951 bis zur heutigen Freien Republik Wien – und ist Auftakt der diesjährigen Festivalausgabe Republic of Gods.
Alteingesessene und zugezogene Wie­ner:innen, Festwochen­-Fans und ­-Hater erzählen Geschichten von ihrer ersten Theater-­Liebe, von göttlichen Entrü­ckungen, von Langeweile und Spaß. Große Momente der kollektiven Erin­nerung treffen auf persönliche Ge­schichten und die Stadt selbst wird zur Bühne: mit ihren Sehnsüchten, Geheim­nissen und Widersprüchen. Eine kleine Geschichte des Theaters und unseres geliebten Wiens.

Eine Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Hinweise

Regie: Milo Rau
Live-Musik, Korrepetition: Matej Wakounig
Sounddesign: Dominik Mayr
Bühne: Anton Lukas Kostüm Cedric Mpaka
Video: Moritz von Dungern
Regieassistenz: Nastasia Griese
Mitarbeit künstlerische Koordination: Jonas Baur
Kostümassistenz: Marie Therese Fritz
Kinderbetreuung: Grazia Caccin

Empfohlen ab 16 Jahren

Das Stück enthält Darstellungen von Gewalt.

PUBLIKUMSGESPÄCH: 19. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Dauer: 2 Std.

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© Pauline Viardot-García
Performance

Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2

Lina Majdalanie & Rabih Mroué

Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Ver­bindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdi­gungen ideologisch völlig gegensätzli­cher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premier­ministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizie­rung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso hu­morvolles wie politisch brisantes Volks­stück.

Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien

Volksstück

Das Volksstück ist inzwischen ein genauso festes wie be­liebtes Ritual in der Freien Republik Wien: Wanderstü­cke mit maximal zwei Schauspieler:innen und wenig Technik, die jedes Jahr von einer:einem anderen Künstler:in insze­niert und in Gemeindezentren, auf Fuß­ballplätzen, Freilichtbühnen und an anderen spannenden Orten aufgeführt werden. Nach Die Rechnung von Tim Etchells(2024) und Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti (2025) folgt nun als gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 von Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Volks­theater auf höchstem Niveau, Welttheater für alle.

Regie: Lina Majdalanie, Rabih Mroué
Dramaturgie: Julia Engelmayer
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Volkstheater Wien

Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Dank

Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.

Sprache: Deutsch

Dauer: ca. 60 Min.

Empfohlen ab 14 Jahren

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© Thomas Walgrave, AI
Musiktheater

The Day Before

Brigitta Muntendorf & Christiane Jatahy

Text von Rosa Montero

Eine Party – die vielleicht letzte vor dem Krieg: In einem immersiven Bühnenraum bil­det das Publikum gemeinsam mit zwei Darstellerinnen, Perkussio­nist:innen und einem Chor junger Frau­en eine Schicksalsgemeinschaft. Die französische Philosophin Simone Weil setzte sich bereits 1940 mit Homers Ilias , dem Urmythos kriegerischer Ge­walt auseinander und analysierte die Dynamiken und Mechanismen unauf­hörlicher Kriegstreiberei. Ihre Gedan­ken nimmt das österreichisch­-brasi­lianisch­spanische Trio Brigitta Muntendorf (Komposition), Christiane Jatahy (Regie) und Rosa Montero (Text) als Inspiration und setzt dem homeri­schen Mythos zeitgenössische feminis­tische Positionen entgegen. In einem 3D­Audio­Setting, mit Knochenschall­-Kopfhörern und Live­-Kamera wird zusammen gefeiert – am Rande des Abgrunds.

Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und der Kunstfestspiele Herrenhausen

Komposition; Brigitta Muntendorf
Regie: Christiane Jatahy Text: Rosa Montero
Licht: Thomas Walgrave (in Zusammenarbeit mit Júlio Parente)
Kamera: Paulo Camacho
Klangregie: Sebastian Schottke
Dramaturgie: Jana Beckmann, Martin Mutschler
Programming, Live-Elektronik: Lukas Nowok
3D-Audio: Banu Sahin

Kompositionsauftrag; Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, KunstFestSpiele Herrenhausen
Koproduktion: Les Percussions de Strasbourg

Die Produktion wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Deutschland).

Empfohlen ab 14 Jahren

Gesucht werden Darsteller:innen aus Wien, die diese Besetzung auf der Bühne vervollständigen.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 17. Mai 2026, im Anschluss an die zweite Vorstellung

Sprache: Englisch und weitere mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 75 Min.

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© Antonia Mayer
Theater

Mythen des Alltags

Mattias Andersson

„15 minutes of fame“ hat Andy Warhol uns einst versprochen. Jeder Mensch und jede Biografie könne zur Keimzelle eines Mythos werden. Nicht nur die Geschichten von Agamemnon, Orest, Ödipus und Co. können folglich den Stoff für große Theaterabende liefern. Auf die Suche nach den neuen Mythen Wiens hat sich der schwedische Regisseur und Autor Mattias Andersson in einem groß angelegten Prozess über ein Jahr hinweg gemacht. Alle Bewohner:innen waren eingeladen, ihre Geschichten zu teilen: „Welcher Moment deines Lebens gehört auf die große Bühne? Und welches Detail daran würdest du doch noch verändern wollen?“, fragte Andersson. Mythen des Alltags lässt die Menschen aus Wien zu den Urheber:innen ihres eigenen Mythos werden. Ihre Biografien fließen in einem polyfonen Panorama der Stadt zusammen und Mattias Andersson, zusammen mit dem Ensemble des Volkstheaters, verdichtet sie zu einem Theaterabend: bewegend, heterogen, komisch und überraschend. Eine Hommage an die Vielfalt.

Eine gemeinsame Produktion des Volkstheater Wien und der Wiener Festwochen I Freie Republik Wien

Regie: Mattias Andersson
Bühne, Kostüm: Ulla Kassius 
Musikalische Leitung: Anna Sóley Tryggvádottir 
Licht: Charlie Åström
Dramaturgie: Tobias Schuster 

Produktion: Volkstheater Wien, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien

Sprache: Deutsch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 27. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung
MYTHICAL ARK

Die Offenbarung von Mattias Andersson, 7. Juni

Dauer: ca. 2 Std.

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© Alexandra Thompson
Theater

Wallden

Nesterval

Nesterval sind die Pop­stars der freien Wiener Szene. Im Frühjahr 2026 wagt die Theater­truppe Großes: Sie verwandelt die Ni­belungen­-Erzählungen zu einem ein­dringlichen immersiven Erlebnis. An zwei Spielorten – einmal unter freiem Himmel, einmal hinter verschlossenen Türen – entwickeln sich zwei eigen­ständige Stücke, die jedoch eng mitein­ander verknüpft sind. Beide Stücke, Wallden bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien im Augarten und Donaugold im brut Wien, spielen in einem postapokalyptischen Universum. Wallden ist die Utopie eines autarken Kommunenlebens in der Natur – oder was davon im Jahr 2044 noch übrig ist. Während Wallden so für das Wilde, Körperliche und Archaische steht, spie­gelt Donaugold das Dekadente, Zivili­sierte und Kontrollierte wider. Beide Lebensentwürfe stellen die Frage: Wie wollen wir in naher Zukunft (über)le­ben? Was in Wallden gelingt, scheitert in Donaugold – und umgekehrt. Denn es gibt nicht „den einen Weg“, und alles Scheitern ist menschlich: Postapocalypse now!

Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Nesterval

Ab 18 Jahren

Die Performance enthält Darstellungen sexueller Handlungen und physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt, Nacktheit, nichtgendergerechte Sprache als künstlerisch eingesetztes Mittel, Queerophobie, Misogynie, Sexismus und Suizid.

Es gibt keinen Nacheinlass – der Einlass findet von 18 Uhr bis ausschließlich 18.45 Uhr statt.

Es gibt nur vereinzelt Sitzgelegenheiten.

Es dürfen keine Handys in die Vorstellung mitgebracht werden. Diese müssen aus­nahmslos an der Garderobe abgegeben oder in speziellen Taschen zum Mittragen verplombt werden.

Bitte bring Bargeld für Erfrischungen etc. mit (die Konsumation ist freiwillig).

Das Stück findet großteils im Freien oder in Zelten statt – achte daher auf wettergerechte Kleidung und Schuhe.

Gute Freund:innen bringen ein kleines Geschenk: Wir freuen uns bei deinem Besuch über eine unverpackte Gemüse­ oder Obstspende!

DONAUGOLD: Alle Infos zu Donaugold sowie der Kombination Donaugold am 23. Mai und Wallden am 24. Mai unter brut­-wien.at

ÖSTERR. GEBÄRDENSPRACHE: Am 18. Mai, 1. / 3. / 5. / 6. Juni können die Vorstellungen mit ÖGS­-Dolmetschung stattfinden. Bitte schreibe eine E-Mail mit deinem Wunschtermin bis 1 Woche vor der Vorstellung an service@festwochen.at, damit wir deinen Bedarf notieren oder rechtzeitig einen Platz für dich reservieren können.

Künstlerische Leitung, Konzept, Regie: Martin Finnland
Co-Regie: Teresa Löfberg
Choreografie, Co-Regie: Jerôme Knols
Buch: Eva Deutsch, Martin Finnland, Tove Grün, Teresa Löfberg, Lorenz Tröbinger
Ausstattung: Andrea Konrad
Kostüm: Sophie Eidenberger
Komposition: Julian Muldoon
Musik-Kuratierung: Alkis Vlassakakis
Dramaturgie: Rita Neulinger
Kaufmännische Leitung, Dramaturgie: Tove Grün
Produktionsleitung: Emilie Kleinszig
Technische Leitung: Lukas Saller
Technische Assistenz/Abendspielleitung: Veronika Birkner

Sprache: Deutsch

Dauer: 3 Std.

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© Anne Inken Bickert
Theater

Tanzende Idioten

Thorsten Lensing

mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA-Apollo-Missionen zum Mond

Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Sie möchte das Beste geben mit einem Körper, der sie aufgibt. Ihr Kater Apollo genießt Goldies zu­nehmende Schwäche: Endlich kann er ungestört auf ihr herumliegen und scheinbar endlos vor sich hin schnar­chen. In Tanzende Idioten spielen Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung und der Schlag­zeuger Willi Kellers Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. Was sie ausmacht, ist eine aberwitzige Mischung aus Brutalität und Zärtlich­keit, Daseinsschmerz und Lebenslust. Im Verlauf des Abends erlebt das Pub­likum gemeinsam mit Goldie das, wo­von der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, schlafende Kater, ausar­tende Saunabesuche, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinne­rungen eines Babys. Und Regisseur Thorsten Lensing tut, was er am liebsten tut: Er baut einen raffinierten, existen­ziellen Theaterabend.

Text, Regie: Thorsten Lensing
Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky
Bühne: Gordian Blumenthal, Ramun Capaul
Kostüm: Anette Guther, Nuria Heyck
Dramaturgie: Dan Kolber, Thierry Mousset
Dramaturgische, künstlerische Mitarbeit: Anne Inken Bickert
Fotos: Armin Smailovic
Produktionsleitung: Eva-Karen Tittmann, Philip Decker
Technische Leitung: Michael Klatt
Leitung Herstellung Bühne: Martina Schulle

Produktion: Thorsten Lensing
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Berliner Festspiele, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Schauspiel Stuttgart, Asphalt Festival Düsseldorf, Kurtheater Baden, Theater im Pumpenhaus Münster (gefördert durch die Kunststiftung NRW)
Mit Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stadt Münster

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 18. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

Dauer: ca. 2 Std. 45 Min., inkl. 1 Pause

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© Matt Observe/VGN
Performance

State of Faith

Inna Shevchenko

„Der Glaube begann als Ver­sprechen. Doch er wurde zu einer Grenze, die quer durch die Köpfe der Menschen geht“, so die ukrainische Aktivistin und FEMEN-­Ikone Inna Shevchenko. Mit einer performativen Rede, in deren Zen­trum der Körper der Frau steht, eröffnet sie die diesjährige Republic of Gods. Jahrhundertelang hat jede große Reli­gion das weibliche Begehren reglemen­tiert, den Gehorsam der Frau geheiligt und ihre Freiheit kriminalisiert. Nun fordert Shevchenko, das Bündnis zwi­schen dem Heiligen und der Macht zu brechen, und entwirft dafür mit State of Faith eine neue Form der Liturgie: Ge­sprochene Monologe und gesungene Anrufungen verschmelzen zu einem zeitgenössischen Ritual. State of Faith ist die Forderung, den Glauben neu zu er­finden und das Heilige als Quelle des Widerstands zurückzuerobern. „Wenn der Glaube überleben soll, muss er auf­hören, vor der Macht zu knien und sich mit denen verbünden, die sich weigern, überhaupt zu knien.“

Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Screening & Talk: Im Rahmen der Filmreihe Thank Goddess! zeigt das Stadtkino Wien am 24. Mai, 19.30 Uhr
Girls & Gods und lädt zum anschließenden Gespräch mit Inna Shevchenko.

Sprache: Englisch

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© Edward Mapplethorpe
Lesung

An Evening with Patti Smith

Patti Smith ist Rockstar, Bestseller­-Autorin und Legende. Ihre künstle­rische Wucht, ihr poli­tisches Bewusstsein, ihre Hymnen und ihre kompromisslose Sprache haben sie zu einer Ikone gemacht. Zahlreiche Kol­laborationen und Freundschaften – dar­unter jene mit Christoph Schlingensief – verbanden und verbinden sie mit den prägendsten Künstler:innen ihrer Ge­neration. Nur einer der vielen Gründe, warum die „Godmother of Punk“ un­bedingt in den Olymp der Republic of Gods gehört und ihr neben dem Arena-­Konzert und der feierlichen Festwochen Eröffnung ein weiterer Abend gewidmet ist. Für diesen bekommt Patti Smith eine Carte Blanche. Aber ob Lesung, Gespräch oder Dia­-Show – eines ist sicher: So nah kommt man der Frau nur selten, die wie keine Zweite Generatio­nen inspiriert, den Mut zur Unabhän­gigkeit und die Macht des poetischen Widerstands verkörpert.

Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Sprache: Englisch

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© Marie Rouge
Theater

Le Voyage de la Vénus Noire

Die Reise der Schwarzen Venus

Alice Diop
Text von Robin Coste Lewis


Schwarze Venus: Haben wir diese beiden Wörter jemals nebeneinander gesehen? Die französische Filmregisseurin Alice Diop wurde gleich für ihren ersten Spielfilm Saint Omer mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet. Nun präsentiert sie dem Publikum ihre allererste Thea­terarbeit, basierend auf einem revolutio­nären Text. Es ist ein Essay der ameri­kanischen Poetin Robin Coste Lewis, der die gesamte westliche Kunstge­schichte auf den Kopf stellt und sie aus der Perspektive Schwarzer Frauenfigu­ren völlig neu liest. Befeuert von Lewis’ Denken nimmt Alice Diop das Publi­kum mit auf eine faszinierende Reise: In einem radikal einfachen theatralen Versuchsaufbau – bestehend aus nur einem Tisch, ihrem eigenen Körper und dem Text – entsteht ein Bilderstrom jenseits aller Vorstellungskraft. Ein be­wusstseinsverändernder Theaterabend oder, wie es im Text heißt: „ Die Reise der Schwarzen Venus ist ein Epos in einer Zeile.“

Von und mit Alice Diop
Text: Robin Coste Lewis
Übersetzung, Künstlerische Zusammenarbeit: Nicholas Elliott
Outside Eye: Thierry Thieû Niang
Licht: Marie-Christine Soma
Design Requisite, Inspizienz: Lucie Basclet
Kostüm: LEMAIRE Korrepetition Léa Boublil
Design Requisiten: Lucie Basclet
Lektorat: Jean-Philippe Tessé
Bühnenbild, Technik, Produktion: Das Team von MC93
Lichtregie: Pascal Alidra Biron
Tonregie: Emmanuelle Loève

Produktion: MC93 — Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis, Festival d’Automne à Paris
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Comédie de Genève, La Comédie de Valence – CDN Drôme-Ardèche, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Le Rideau de Bruxelles, Centre Dramatique National Orléans – Centre-Val de Loire, MansA – Maison des Mondes Africains (Paris)
Aufführungrechte: Der Text von Robin Coste Lewis erscheint in französischer Übersetzung im Verlag Gallimard (November 2025).

Empfohlen ab 14 Jahren

FILMSCREENING: Fragments for Venus (2025) von Alice Diop im Anschluss an alle Vorstellungen, Eintritt frei!

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 19. Mai, im Anschluss an das zusätzliche Filmscreening

Sprache: Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 70 Min.

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© Walter Wodarczyk, Courtesy of the artist and Pioneer Works
Performance

Voyage into Infinity

Narcissister

Für ihre neueste installative Arbeit stellt die US­-Perfor­mance­-Ikone Narcissister eine übergroße Kettenreaktionsmaschine aus recycelten All­tagsgegenständen auf die Bühne. Drei maskierte Performerinnen treiben sie stetig an: ein fallender Diskuswerfer (Pin-­up-­Boy der Nazipropaganda), eine in Flammen aufgehende Kugelbahn, ein vaginales Feuerwerk – Elemente eines choreografierten Spiels um Ursache und Wirkung. Während im Referenzfilm Der Lauf der Dinge (1987) von Peter Fischli und David Weiss der männliche Eingriff in dieses Spiel (mittels Filmschnitt) ver­heimlicht wurde, stellt Narcissister die weiblichen, teils nackten Performerin­nen als treibende Kräfte in den Vorder­grund. Ausgestattet mit emblemati­schen, puppenartigen Narcissister­ Masken werden sie zu Projektionsflä­chen und verkörpern einen unheimli­chen Kommentar zu tief verwurzelten Schönheitsidealen und zur Objektivie­rung von Frauen. Voyage Into Infinity ist Humor, Kritik und visuelles Spektakel in einem – rohe Energie und Punk-­Spirit.

Von und mit Narcissister
Zusätzliche Narcissister Performerinnen: Effie Bowen, Dorchel Haqq
Musik: Holland Andrews
Pyrotechnik: Alex Podger
Regie Endproben: Reginald Robeson
Choreografie, Bewegungsregie: Wanda Gala
Kostüm: Narcissister, Karen Boyer
Technische Leitung: Will Rubenstein, Conor Williams
Produktionsleitung: Leslie Huynh
Dank an Pioneer Works, Jeffrey Deitch/Deitch Projects, Bernard Lumpkin und Carmine Boccuzzi

Ein Auftragswerk von Pioneer Works (2024), kuratiert von Gabriel Florenz

Empfohlen ab 16 Jahren

Das Stück beinhaltet Nacktheit.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 21. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Dauer: ca. 60 Min.

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© Tom Dumont
Konzert

Patti Smith Quartet

Patti Smith
Tony Shanahan (Keyboards & Bass), Jackson Smith (Gitarre), Seb Rochford (Schlagzeug)


Sie ist eine Ikone: Patti Smith! Zu den Jubiläen der Wiener Festwochen (75 Jahre) und der Arena Wien (50 Jahre) feiern wir gemeinsam bei einem Konzert der „Godmother of Punk“ und ihrer aktu­ellen Band! Über Generationen hinweg begeistert Patti Smith: als Kultfigur des Punk, Rock­-Poetin und Kämpferin für Gerechtigkeit. Ihre legendären Konzer­te, bei denen sie ganz eins mit ihren Fans wird, sind Ausdruck ihrer unbändigen Leidenschaft. Fast wirkt sie wie eine Predigerin, eine Schamanin, doch an­stelle von Heilsversprechen transpor­tiert sie Denkanstöße – und auch den nötigen Funken Wut. Poetisch, kraftvoll, punkig – Patti Smith gibt bei ihren Auf­tritten nicht nur ihre größten Hits zum Besten, sondern bietet auch tiefere Ein­blicke in ihr künstlerisches Schaffen und ihre eindrucksvolle Vielseitigkeit. Mit den zeitlosen Themen ihrer Songs – von Liebe und Tod über Spiritualität und Gerechtigkeit – und ihrer faszinieren­den Bühnenpräsenz gehört Patti Smith noch immer – mit über 75 Jahren – zu den eindrücklichsten Stimmen über­haupt.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und Arena Wien

Einlass ab 18 Uhr

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© Florentina Holzinger, AI
Performance

Pfingstspiel

Florentina Holzinger

Florentina Holzinger ist be­kannt für ihre unerschro­ckene Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche und deren repressivem Zugriff auf weib­lich interpretierte Körper. Nach der aufsehenerregenden Opernperfor­mance Sancta entwirft die österreichi­sche Ausnahmekünstlerin mit ihrem Team aus Stuntperformerinnen und Musikerinnen nun für die Republic of Gods und die Nitsch Foundation ein Pfingstspiel – ein einmaliges, mehrstün­diges Erlebnis. Holzingers Pfingstspiel besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil – ein Oratorium für Körper und Maschi­nen – ist von den Symboliken des Hei­ligen Geistes (Taube, Feuerzungen, dem Wehen des Windes) inspiriert und fin­det Open Air im Wiener Eislauf-Verein statt. Im Anschluss geht es mit Bussen zum Schloss Prinzendorf, wo der zweite Teil folgt – ein letztes Abendmahl, in An­lehnung an Hermann Nitsch. Eine un­vergessliche Doppel­-Performance, ganz im Geiste des Pfingstfestes: der Her­abkunft des Heiligen Geistes und des Mutes zum Neubeginn!

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, der Nitsch Foundation und Florentina Holzinger/More Spirit Please

Konzept, Regie: Florentina Holzinger
Sounddesign, Komposition: Stefan Schneider, Gibrana Cervantes und weitere Bühne Nikola Knežević
Requisite: Christiane Hilmer Rigging Dörte Wilfroth
Stunt-Koordination: Ronny Horning, Alexander Kusmak
Produktion: René Dombrowski, Katharina Wallisch, Sarah Parolin Management, Internationale Distribution neon lobster (Giulia Messia, Katharina Wallisch)

Produktion: Florentina Holzinger/ More Spirit Please
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Nitsch Foundation, nitsch museum
Mit Unterstützung von KÖR – Kunst im Öffentlichen Raum Wien, Hotel InterContinental Wien und Eislauf-Verein Wien (für den Teil in Wien)

Ab 18 Jahren

Die Performance zeigt selbstverletzende Handlungen und enthält explizite Darstellungen oder Beschreibungen von körperlicher Gewalt. In der Vorstellung werden Blut und Nadeln verwendet, sowie ev. Stroboskopeffekte eingesetzt.

Es gibt bei beiden Teilen der Performance keine Sitzgelegenheiten.

Die Veranstaltung findet outdoor und auch bei Regen statt – bitte regenfeste Kleidung und Schuhe mitbringen.

Die nötigen Bustransfers zwischen Wien und Schloss Prinzendorf, sowie Schloss Prinzendorf und Schweden­platz sind bereits im Ticketpreis inkludiert.

Die Abendkasse befindet sich ausschließlich am Spielort Wiener Eislauf-Verein.

Nähere Informationen für Rollstuhl­fahrer:innen beim Festwochen-Service.

Alle Ermäßigungen sind kontingentiert.

Nur für den ersten Teil in Wien wird ab April eine begrenzte Anzahl an Zählkarten vergeben. Informationen folgen.

ZEITPLAN:
​15.30-16.20 Uhr Performance in Wien
Im Anschluss Busfahrt nach Prinzendorf
19.00-21.30 Uhr Performance im Schloss Prinzendorf
​Im Anschluss Ausklang (Essen und Getränke sind vor Ort verfügbar)
23.30 Uhr Abfahrt Bus von Schloss Prinzendorf nach Wien Schwedenplatz

Dauer: 9 Std., inkl. Bustransfers

Pfingstspiel bewerten:

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Bewertungen & Berichte Pfingstspiel

© Bea Borgers
Tanz

Music Music

Histoire(s) du Théâtre VII

Trajal Harrell

Der amerikanische Choreo­graf Trajal Harrell zählt zu den bedeutendsten seiner Zeit. Sein besonderer Stil liegt nicht nur in seinem Blick auf scheinbar weit voneinander entfernte Tanzsprachen, sondern ebenso im fei­nen Humor, der seine Arbeiten durch­zieht. Nach mehr als 20 Jahren als Tänzer und Choreograf hat Harrell endlich den richtigen Kontext gefunden, um eine Idee zu verwirklichen, die ihn schon lange beschäftigt. Mit Music Music kreiert er den siebten Teil der Serie Histoire(s) du Théâtre und widmet sich einem zentralen Element seiner künst­lerischen Praxis: der Musik. Für den Star­-Choreografen ist Musik nicht nur Begleitung oder Stimulus für Bewe­gung, sondern archivierte Erinnerung und Geschichte. Nun schaut er zurück auf Musik, die wichtig war für seine Kunst, und setzt sie in einen neuen cho­reografischen Kontext. Wiedersehen/ ­hören/­spüren: Was entsteht, nachdem Zeit vergangen ist? Music Music ist ein ebenso intimes wie intensives Solo über die Transformation von Körper, Herz und Gedanken über die Zeit hinweg.

Choreografie, Performance, Kostüm, Bühne, Sounddesign, Licht: Trajal Harrell
Dramaturgie: Katinka Deecke
Bühne: Nadja Sofie Eller
Licht: Sylvain Rausa
Sounddesign: Santiago Latorre
Kostümassistenz: Sally Heard
Bühnenbildassistenz: Eva Lilian Wagner
Produktion, International Relations, Management: Björn Pätz / Zürich Dance Ensemble

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Zürich Dance Ensemble
Koproduktion: Théâtre Vidy-Lausanne, Lac Lugano Arte e Cultura, KunstFestSpiele Herrenhausen, Gessnerallee, Theater Rotterdam, TANDEM - Scène Nationale Douai, ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und dem Zürich Dance Ensemble
In Kooperation mit ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival

Empfohlen ab 12 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 24. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Dauer: ca. 60 Min.

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© Gemälde: Bashar Murkus, Foto: Nancy Mkaabal
Theater

السّيرة الهلاليّة - DAS BANŪ HILĀL EPOS

Bashar Murkus & Khulood Basel / Khashabi Theatre

Bildstarkes und sinnliches Theater – dafür steht das Khashabi Theatre. Das neueste Stück basiert auf dem mündlich überlieferten arabischen Banū Hilāl Epos: Es erzählt die Ge­schichte von Abu Zayd al­-Hilali, der es im 11. Jahrhundert vom Flüchtlingskind zum legendärsten arabischen Führer brachte. Manche sagen, es dauere bis zu 150 Stunden, das Epos komplett zu erzählen – seit 2008 zählt es zum im­materiellen Weltkulturerbe der UNESCO. Dem in Haifa ansässigen palästinensischen Khashabi Theatre gelingt mit atemberaubenden Bildern ein eindringlicher zeitgenössischer Zu­griff auf das arabische Epos. Wie ihre früheren Arbeiten ist auch diese das Ergebnis umfangreicher Recherchen und der Zusammenarbeit mit Künst­ler:innen verschiedenster Disziplinen – eine Neuerfindung des Theaters als Performance voller Musik und Poesie! Im Zentrum steht für die Theaterma­cher:innen Bashar Murkus und Khulood Basel die Feier: Zusammen mit dem Publikum zelebrieren sie die weltschaf­fende Kraft des Erzählens.

Text, Konzept, Regie: Bashar Murku
Bühne: Majdala Khoury
Dramaturgie: Khulood Basel
Komposition: Habib Hanna
Live-Musik: Rami Nakhleh
Musik-Produktion, Arrangements: Khalil EPI
Licht, Technische Leitung: Muaz Al Jubeh
Ton: Moody Kablawi
Puppen Vita Hleihil
Dabke-Choreografie: Samaa Wakim
Assistenz Design, Inspizienz: Nancy Mkaabal
Produktion, Tourmanagement :Samera Kadry
Englische Übersetzung: Alice Yousef
Französische Übersetzung: Chakib Ararou

Produktion: Khulood Basel - Khashabi Theatre
Koproduktion: DE SINGEL - CARTA Festival, Edinburgh International Festival, Cité internationale de la langue française, Théâtre des 13 vents, & Espoon Theatre, Teatre Nacional de Catalunya
Internationale Distribution La Magnanerie


Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 26. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

WORKSHOP: 27. Mai 2026, From the Question to the Theatrical Event
Workshop mit Bashar Murkus und Khulood Basel

Sprache: Arabisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 3 Std., inkl. 1 Pause

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© Tati Motta
Performance

Quadra 16

Cris Moreira

Leben und Tod liegen oft näher beieinander, als wir ertragen können. 2008 brachte Cris Moreira Zwillinge zur Welt. Eines der beiden Kinder, Francisco, verstarb nach zwei Tagen. Sein Körper wurde in jenem Teil des „Friedhofs der Sehn­sucht“ in Belo Horizonte beigesetzt, in dem nur Kinder begraben liegen – dem Block 16. In der ergreifenden Lecture­-Performance Quadra 16 erzählt die brasilianische Künstlerin anhand von dokumentarischem Material und mit audiovisuellen Techniken von ihrer Trauer: Sie thematisiert die Unsichtbar­keit des Schmerzes in einer Gesellschaft, die Schwangerschaft als öffentliches Ereignis, den Verlust eines Kindes je­doch als Privatsache behandelt. Zum ersten Mal präsentiert die für ihre ge­sellschaftspolitischen Produktionen vielfach ausgezeichnete Künstlerin ihre Arbeit nun in Österreich. Mit der zu­tiefst persönlichen und zugleich gemein­schaftsstiftenden Soloperformance Quadra 16 stellt sie die Frage: Wer hört einer Mutter zu, die über Einsamkeit und den Tod spricht?

Regie, Dramaturgie, Performance: Cris Moreira
Licht: Marina Arthuzzi, Cristiano Oliveira Araújo
Bühne, Kostüm: Marina Sandim
Audiovisuelles Konzept: André Veloso
Mit Musik von Daniel Nunes
Produktion, Übertitel Tiago de Macedo
Produktion: Cris Moreira – Esparrama!

Empfohlen ab 14 Jahren

Das Stück thematisiert Kindstod.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: Im Anschluss an jede Vorstellung ist das Publikum zum Austausch mit der Künstlerin eingeladen.

Sprache: Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 40 Min.

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© Genevieve Reeves
Tanz

Repertório N.1

Davi Pontes & Wallace Ferreira

Wie kann Tanz zu einer Selbstverteidigungs­praxis werden? Mit der Repertório -Trilogie reagierten die brasilianischen Choreo­graf:innen Davi Pontes und Wallace Ferreira auf den Anstieg staatlicher Ge­walt nach der Wahl des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro. Die nackten Körper der Performer:innen werden zu Instrumenten des Widerstands, es ent­steht ein choreografisches Repertoire der Selbstverteidigung. Die Posen, Ges­ten und kollektiven Handlungen sind von Capoeira, Vogueing und Baile Funk ebenso inspiriert wie von zeitgenössi­scher politischer Theorie. Pontes und Ferreira vermessen mit stampfenden Schritten die Bühne, unterbrechen ihre kraftvollen Bewegungen mit verspielten Gesten – es entsteht eine Performance von magischer Intensität. Nach den um­jubelten Wien­-Gastspielen von Teil 2 und 3 der Trilogie bei ImPulsTanz kommt nun endlich der bis zuletzt un­vollendete 1. Teil dieses weltweit gefeier­ten choreografischen Werks nach Wien.

Konzept, Performance: Davi Pontes, Wallace Ferreira
Management, Distribution: Something Great

Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Serpentine Galleries (London), Dance Umbrella (London), Something Great, Arsenic – Centre d'art scénique contemporain (Lausanne), VIERNULVIER (Gent), Festival DDD / Teatro Municipal do Porto

Empfohlen ab 14 Jahren

Das Stück beinhaltet Nacktheit.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 30. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung

Dauer: 40 Min.

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© soju.studio / SIRENE Studio
Performance

Das Glaubens­tribunal

Milo Rau

Nach den Wiener Prozessen und den Wiener Kongressen bei den letzten Festivalausgaben folgt nun Das Glaubenstribunal . Auch diesmal stellt das theatrale Dokumentationsformat wie­der ein gesellschaftspolitisches Thema zur Debatte: Die Rolle von Religionen, Göttern, Göttinnen und Kultobjekten im globalen Kapitalismus. Zahllose re­ligiöse Symbole finden sich in der Pop­kultur wieder, rechtsnationale Politkam­pagnen („Euer Wille geschehe“), amerikanische Tech­-Giganten und Diktatoren in Osteuropa wandeln Glaubenssätze für den eigenen Profit um. Was die Menschen mit sich selbst versöhnen, dem Leben Würde geben sollte, wird gemäß Marx in die „eiskalten Wasser“ des Kapitals (und der Macht) getaucht, kapitalisiert, gestohlen, appro­priiert, für kriegerische Propaganda und Wertschöpfung missbraucht.

Eine Jury aus Kulturwissenschaftler:in­nen, religiösen Würdenträger:innen und gläubigen Menschen befragt in drei Fällen selbsternannte Gotteskrieger:in­nen und Kunstgött:innen, Museumsku­rator:innen und Politiker:innen nach deren (profanisierenden) Praktiken. Dabei steht, wie bei den vorherigen Formaten, der Akt der öffentlichen freien Rede und des kollektiven Zuhö­rens im Zentrum – Theater, das realer nicht sein könnte!

Die Republic of Gods macht sich – durchaus selbstkritisch – zur Anwältin der globalen Glaubensgemeinschaften: Was haben christliche Symbole wie Kreuze und Weihrauch, indigene Prak­tiken wie Schamanismus und spirituel­le Praktiken wie Dreadlocks in der Popkultur und auf dem Kunstmarkt zu suchen? Wo endet zulässige Aneignung, wo beginnt die übergriffige, neokolo­niale Appropriation durch eine letztlich kapitalistische Kunst­ und Kommerz­religion? Warum sind einst religiöse Gegenstände wie ägyptische Mumien, Benin­-Bronzen oder aztekische Feder­kronen in europäischen Museen zu finden? Was geschieht mit unseren Göttern und Göttinnen, wenn sich Putin, Trump und radikalislamistische Regime zur Legitimierung der eigenen Machtausübung Worte der Bibel und des Korans aneignen?
Im Rahmen von drei Fällen – einem Fall der künstlerischen, einem der institu­tionellen und einem der politischen Appropriation, um nicht zu sagen: des Missbrauchs religiöser Praktiken, Sym­bole und Denksysteme – gerät nicht zuletzt die Republic of Gods selbst in den Fokus der Kritik.

Idee, Regie: Milo Rau
Recherche, Casting, Dramaturgie: Mia Massmann, Robert Misik
Bühnenbild: Anton Lukas
Assistenz Bühne: Constanze Bieber
Live-Video: Moritz von Dungern
Videoregie: Jens Baudisch

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Dauer: 29. Mai: ca. 2 Std. / 30. Mai: ca. 8 Std. / 31. Mai: ca. 7 Std.

Eine Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Sprache: Deutsch

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© Søren Meisner
Theater

Dark Noon

fix+foxy

Wenn Geschichte eine Erzählung ist, die von den Sieger:innen ge­schrieben wird, dann ist Dark Noon eine furiose Gegengeschich­te. Es erzählt die Geschichte Amerikas als Wettlauf um Land, Gold und Reich­tum. Eine tödliche Reise – denn wer hier im Namen Gottes nach Glück jagt, dem gilt das Leben der anderen nichts. Erzählt wird sie von denen, die genau wissen, was es bedeutet, kolonisiert zu werden: Sieben außergewöhnliche südafrikanische Schau­spieler:innen bauen in Echtzeit im roten Staub eine Westernstadt auf - mit Saloon, Goldmine, Eisenbahn, Kirche und mas­senhaft Schießereien. Voller Ironie, Wut und unbändiger Energie erzählen sie die Flucht von 35 Millionen verarmten und hungernden Europäer:innen gen Westen auf der Suche nach einer zweiten Chance. Dem preisgekrönten dänischen Regis­seur Tue Biering und dem südafrikani­schen Co­-Regisseur und Choreografen Nhlanhla Mahlangu gelingt ein explo­sives Theatererlebnis: zugleich Persifla­ge auf Hollywood wie ungezähmte Chronik der westlichen Zivilisation.

Regie, Text: Tue Biering
Choreografie, Co-Regie: Nhlanhla Mahlangu
Bühne: Johan Kølkjær
Sounddesign: Ditlev Brinth
Licht: Christoffer Gulløv
Requisite: Marie Rosendahl Chemnitz
Kostüm: Camilla Lind
Video: Rasmus Kreiner
Produktion, Management: fix+foxy Annette Max Hansen
Produktion: fix+foxy Thomas Dotzler, Jonathan Hjorth
Inspizienz: Svante Huniche Corell
Ton: Theo Hector
Regieassistenz: Katinka Hurvig Møller
Leitung Kostüm: Sofie Bonde Lenau
Produktionsleitung: international Glynis Hall
Co-Produktion: international Anthony Alderson
Produktionsassistenz: Juliette Stark

Produktion: fix+foxy, Glynis Henderson Productions, The Pleasance und Republique
Mit Unterstützung von Statens Kunstfond (Dänemark), Bikubenfonden (Dänemark), Beckett-Foundation (Dänemark)
Geschäftsführung: Camilla King

31. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Empfohlen ab 16 Jahren

Das Stück thematisiert körperliche Gewalt.
In der Vorstellung werden Stroboskopeffekte eingesetzt.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 31. Mai, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln

Dauer: 105 Min.

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© Martin Argyroglo
Theater

Vampire's Mountain

Philippe Quesne

Wenn sich der Zukunfts­horizont verdunkelt, haben Erzählungen von Vampiren Hochkon­junktur. Tatsächlich gibt es kein Volk der Erde, dem die Geschichten von le­benden Toten, von Blutsaugern und blutleeren Körpern fremd wären. Mit Vampire’s Mountain widmet sich der bildende Künstler, Szenograf und Re­gisseur Philippe Quesne anhand dieses Mythos einem der drängendsten The­men: dem Verhältnis von Mensch und Natur, von Herrschaft und Ausbeutung. Quesne, Meister des skurril­fantasti­schen Bildertheaters und einer der er­folgreichsten europäischen Theaterma­cher:innen, erschafft mit seinem neuesten Stück ein melancholisches wie überaus heiteres Panorama unserer Zeit. Dabei trifft die Quesne’sche Kuriosität auf schauspielerische Exzellenz im An­gesicht eines Weltendes: Wenn die temporäre Vampir­-Gemeinschaft an­fangs aus dem Erdloch auftaucht, dürfen Theaternebel, lange Zähne und Gesang nicht fehlen – „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Leben!”

Konzept, Regie, Bühne, Kostüme: Philippe Quesne
Künstlerische Mitarbeit Bühne: Elodie Dauguet
Technische Mitarbeit Bühne: François Boulet
Mitarbeit Kostüm: Marie-Luise Otto
Licht: Annette ter Meulen
Dramaturgie: Judith Gerstenberg
Regieassistenz: Jamie Trautmann
Bühnenbildassistenz: Patrick Coyne
Kostümassistenz: Anna Michaelis
Übersetzung: Corinna Popp
Inspizienz: Annette Endmann
Praktikum Kostüm: Jule Köster
Praktikum Regie: Adam Lusena Ash
Technische Direktion: Hajo Krause
Produktionsleitung: Jens Schmidt
Koordination Bühnenbetrieb: Thilo Jeß
Bühnentechnische Leitung: Mario Muranka
Bühneninspektion: Matthias Morys
Bühnenmeister:innen: Jens Krüger, Susanne Zimmer
Bühnenfahrtechnik: Holger Lehmann
Beleuchtung: Tobias Bettin, Swaantje Hoffmann, Tim Stellwag
Leitung Ton und Video: Kai Altmann
Ton: Kai Altmann, Shorty Gerriets, Christian Jahncke
Leitung Maske und Haartrachten: Susan Kutzner
Maske: Wiltrud Jüchter, Julia Christine Christiani, Nicola Wüstefeld
Leitung Kostümwesen: Geseke Brandis, Susanne Günther-Müller
Gewandmeisterinnen: Pia Reifenrath-Sacher, Anne Scheerer
Kostümmalerei: Catja Schilling
Leitung Requisite: Jörn Woisin
Requisite: Kerstin Feuerhelm, Pauline Heinrichs, Ibrahim Kurt, Jule Pischel
Werkstattleitung: Thorsten
Großer Projektleitung Konstruktion: Marcel Franken, Lennart Hohenschurz, Jan Sauer
Malsaal: Raphael Schierling
Dekorationsabteilung: Elisabeth Schultz
Tischlerei: Johanna Nölker
Schlosserei: Mattis Speck
Theaterplastik: Sabine Kanzler

Produktion: Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 1. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln

Dauer: 2 Std.

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© Anna Sorokolit
Musiktheater

Mōdraniht. Songs of Winter War

Opera Aperta

Wie macht man in Kriegszeiten Oper? Das Kyjiwer Kollektiv Opera Aperta stellt sich mit ihrer neusten Arbeit dieser Frage, während sie täglich mit dem russischen Angriffskrieg konfrontiert sind. In ihren Arbeiten verbinden sie Musik, Performance, Theater und poli­tische Reflexion und stehen als interdis­ziplinäres Kollektiv für eine radikale Öffnung der Oper hin zu Gegenwart und Öffentlichkeit.
Mōdraniht. Songs of Winter War ist eine Reise durch verschiedene Mu­sikstile und Zeiten, durch Tragödien wie Rituale, die die bösen Geister ver­treiben sollen. Mōdraniht, die „Nacht der Mütter“ senkt sich gemäß der nordischen Mythologie am 21. Dezember über Europa. Menschen versammeln sich zu einem rituellen Tanz, um ihre Häuser vor dunklen Kräften zu schützen und die Sonne zu begrüßen, die jedes Jahr neu geboren werden muss. Das Projekt basiert auf einer Expedition von den ukrainischen Karpaten (zerrüttet durch politische Umbrüche) über den usbeki­schen Aralsee (eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatas­trophen) hin zum kleinen kantabrischen Dorf Silió in Nordspanien. Aus diesem Dorf stammt einer der ältesten Karne­valsbräuche Europas, die Vijanera, ein Winterkarneval, der auf heidnische Rituale zurückgeht. Ein kraftvolles wie hochaktuelles Musiktheater!

Konzept, Dramaturgie, Bühne: Illia Razumeiko
Musikalische Leitung: Roman Grygoriv
Kostüm: Kateryna Markush
Live-Electronics: Valeriya Vynohradova
Künstlerische Mitarbeit: Yuliia Parysh, Iryna Onishchuck
Künstlerische Projektleitung: Olga Diatel

Koproduktion: Opera Aperta, proto produkciia, KЇ FEST (Kyiv International Festival)
Mit Unterstützung von Goethe-Institut Ukraine, Ribbon International, KЇ FEST (Kyiv International Festival)

Empfohlen ab 16 Jahren

Das Stück beinhaltet Nacktheit. Es werden Stroboskop-Effekte und lauter Sound eingesetzt.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 2. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung

Dauer: ca. 100 Min.

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© John Lucas
Theater

9/11 Frames per Second

Ein Autor:innen-Theaterprojekt

Claudia Rankine & Bateira, Myassa Kraitt & Dilan Şengul, Ozan Zakariya Keskinkilic, Rodrigo Batista, Sivan Ben Yishai & Eyal Raz, Marie Bues

Als am 11. September 2001 Flugzeuge in die Twin Towers rasten, kollabierte auch die Vorstellung der unangreifbaren Weltmacht USA. Es folgten „war on terror“, Überwachung und die Aushöhlung von Grundrechten. 25 Jahre später reflektieren Künstler:in­nen aus den USA, Israel, Palästina, Österreich, Deutschland und Brasilien die Folgen von 9/11 in einem vierteiligen Abend: Claudia Rankine und Bateira beleuchten die Verwüstungen, die unsere Gegenwart prägen. Myassa Kraitt und Dilan Şengül widmen sich der mythischen Festung Alamut, wo sich im Mittelalter jene Mythen formten, die später zu vermeint­lichem Wissen über Terror verklärt wurden. Ozan Zakariya Keskinkılıç und Rodrigo Batista erzählen von queeren Jihadis und anti­muslimischem Rassismus. Und Sivan Ben Yishai, Eyal Raz und Marie Bues führen einen Dialog zwischen Berlin, Jerusalem­-Al-­Quds und Wien.

Texte: Claudia Rankine, Myassa Kraitt, Dilan Şengül, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Sivan Ben Yishai, Eyal Raz Regie Claudia Rankine, Myassa Kraitt, Rodrigo Batista, Marie Bues Bühne, Kostüm Charlotte Pistorius

Produktion: Schauspielhaus Wien
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Empfohlen ab 16 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 3. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

EINFÜHRUNG: 5. / 10. Juni 2026, 19.00 Uhr

Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Schauspielhaus Wien

Sprache: Deutsch und Englisch mit deutschen und englischen Übertiteln

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© Esra Rotthoff
Theater

Kassandra - or Songs of the Canaries

Marta Górnicka

Unerwünschte Wahrheiten und Warnungen verhallten ungehört, nun aber verstummen Gesellschaften beinahe ohnmächtig angesichts der Bilder von verdorrten Landschaften, ausgelöschten Städten und den multiplen Krisen der Gegenwart. Gegen diese Bilder des Schreckens und des Krieges begehrte die antike Prophetin Kassandra auf. Es war ihr Schicksal, Unheil vorherzusehen, mit ihren Warnungen jedoch ungehört zu bleiben. Wer sind die Kassandras von heute? Welche Antworten finden die marginalisierten, verletzlichen und oft ignorierten Stimmen der Gesellschaft auf die drängendsten Fragen unserer Zeit? Was fordern sie mit Blick auf die Zukunft? Die polnische Regisseurin und Autorin Marta Górnicka ist durch ihre einzigartig kraftvollen Sprechchöre berühmt geworden. Für ihre neueste Arbeit bringt sie eine Gruppe von Menschen verschiedener Generationen, Sprachen, Erfahrungen, mit und ohne Behinderung, zu einem Chor von Kassandras zusammen – ein Chor, der das Unerhörte ausspricht.

»Das Kassandra-Syndrom – die Erfahrung, dass den eigenen berechtigten Sorgen nicht geglaubt wird und diese Zurückweisung zu psychischen Belastungen und Leiden führt – scheint mir eine gemeinsame Erfahrung und ein Zustand unserer Zeit zu sein. Jeden Tag werden ganze soziale Gruppen gesellschaftlich ignoriert und zum Schweigen gebracht. Ihre verletzlichen Stimmen sind für mich wie der Gesang der Kanarienvögel im Bergwerk. Mit dem KASSANDRA CHORUS bringe ich diese Stimmen auf die Bühne, um gemeinsam ein Lied der Ermächtigung zu singen. Solange die Kanarienvögel weiter singen, sind wir am Leben.« – Marta Górnicka

Konzept, Regie: Marta Górnicka
Libretto: Marta Górnicka & Ensemble
Musik: Marta Górnicka, Wojciech Frycz
Bühne: Mirek Kaczmarek
Kostüm: Pola Kardum
Choreografie: Evelin Facchini
Videodesign: Christopher Bonte
Dramaturgie: Endre Malcolm Holéczy, Anja Nioduschewski
Dramaturgische Mitarbeit: Olga Byrska, Maria Rößler
Künstlerische Mitarbeit: Filip Piotr Rutkowski
Stimmchoaching: Joanna Piech-Sławecka
Produktionsleitung: Eylem Döndü Kılıç, Marta Stein
Regieassistenz: Alberto Afferni
Dramaturgieassistenz: Janka Kenk
Bühnenbildassistenz: Anne-Kathrin Müller
Kostümassistenz: Charlotte Schwärmer
Regiehospitanz: Yolène Queyras, Marianna Wicha
Dramaturgiehospitanz: Yael Ostermeier, Veronique Matheny-Plamondon

Produktion: Maxim Gorki Theater
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)

Empfohlen ab 12 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 4. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung

WORKSHOP: 6. Juni 2026, Silent Scream
Workshop mit Marta Górnicka

Sprache: Arabisch, Ukrainisch, Polnisch, Deutsch, Türkisch, mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 90 Min.

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© Gergana Damianova
Theater

БУРЯТА / The Tempest

Der Sturm

Robert Wilson
Text von William Shakespeare


Robert Wilsons Insze­nierung ist ein Sturm aus Licht, Klang und Bewegung, der die Bühne zu einer traum­haften Zwischenwelt werden lässt. Wilson, Meister der visuellen Sprache, lässt jede Bewegung, jeden Schatten, jedes Geräusch Teil einer gigantischen, absurd anmutenden Komposition wer­den.
Wilson, der 2025 verstarb, war ein Pionier des experimentellen Theaters, sein Werk war über die Jahre immer wieder bei den Festwochen zu sehen. Nun bietet sich die vielleicht letzte Gelegenheit, eine Inszenierung der Theater-­Ikone zu erleben: Wilson und 16 energetische Schauspieler:innen des Nationaltheaters Sofia, Bulgarien, ver­wandeln Shakespeares Klassiker Der Sturm über Macht, Rache und Ver­gebung in ein Fest der Sinne, das das Publikum mitten ins Herz des Sturms zieht.

Regie, Bühne, Licht: Robert Wilson
Co-Regie: Ann-Christin Rommen
Bulgarische Übersetzung: Valeri Petrov
Kostüm, Maske: Yashi
Co-Design Licht: Marcello Lumaca
Textfassung und Dramaturgie: Jutta Ferbers
Künstlerische Mitarbeit Bühne: Marie de Testa
Sounddesign: Dario Felli

Produktion: Ivan Vazov National Theater Sofia

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 6. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Für Plätze mit dem Hinweis „sichteinschr. ÜT“ stehen die Übertitel mittels der App BURGTHEATER PROMPT zur Verfügung.

Sprache: Bulgarisch mit deutschen und englischen Übertiteln, siehe Hinweise

Dauer: 90 Min.

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© Stan Laurel
Performance

Credere alle Maschere

An Masken glauben

Romeo Castellucci

In der Republic of Gods kann er nicht fehlen: der italieni­sche Regisseur und Gesamtkunstwerk­-Schöpfer Romeo Castellucci, der die Natur des Heiligen per se befragt. Seine Arbeiten sind vol­ler biblischer, mythologischer und iko­nografischer Bezüge, von Gottesferne und Gottesgegenwart, von Ritualen und liturgischen Formen geprägt. Als regel­mäßiger Gast bei den Wiener Festwo­chen haben seine Inszenierungen so­wohl Jubelstürme wie auch Proteste ausgelöst. Nun kehrt er mit seiner neusten installativen Performance zu­rück. Für diese wurden 50 Masken entworfen und jede gehört einer Person im Publikum. An Masken glauben ist eine Art Rätsel, das den individuellen Blick reflektiert und das Zuschauen an sich moralisch hinterfragt. Im Zentrum die­ses Rätsels steht ein berühmter Stuhl – ein Stuhl, der eine lange Geschichte über die Kunst und den Tod in sich trägt.

Regie: Romeo Castellucci
Dramaturgische Mitarbeit: Piersandra Di Matteo
Künstlerische Mitarbeit: Sergio Scarlatella
Technische Leitung: Eugenio Resta
Requisite: Plastikart Studio – Amoroso & Zimmermann
Technik: Andrei Benchea
Elektrotechnik: Andrea Sanson
Leitung Produktion: Benedetta Briglia
Produktion: Caterina Soranzo
Organisation: Giulia Colla
Administration: Michela Medri, Elisa Bruno, Simona Barducci
Wirtschaftsberatung: Massimiliano Coli

Produktion Societas Koproduktion Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Triennale Milano Teatro, Grec Festival (Barcelona), Transart Festival (Bozen)

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 7. Juni, im Anschluss an die dritte Vorstellung

Dauer: ca. 40 Min.

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Jukkrit Hanpipatpanich
Theater

Juggle & Hide

(Seven Whatchamacallits in Search of a Director)

Wichaya Artamat / Duck Unit

Wenn Gott „die unsicht­bare Hand ist, die alles lenkt“, ist dann im Theater die Regie Gott? Und jedes Theaterstück eine Diktatur? Der thailändische Theater­macher Wichaya Artamat versteht seine künstlerischen Arbeiten eigentlich als Antithese zu autoritären Systemen. Um die Zensur im eigenen Land zu umge­hen, lädt er Requisiten mit Metaphern auf. Mit Juggle & Hide hinterfragt Artamat nun dieses Vorgehen und seine eigene Rolle als Regie-­Gott. Hat er all diesen Gegenständen eine Bedeutung aufgezwungen? In seiner ebenso ver­spielten wie radikalen Performance Juggle & Hide , die zum ersten Mal in Europa zu sehen ist, konfrontiert Artamat die reale politische Unfreiheit in Thailand mit der totalen Freiheit der Kunst: Bil­der, Lieder, Esswaren und Ventilatoren bilden eine gemeinsame Front, fordern die Macht des Theatermachers heraus und übernehmen kurzerhand die Büh­ne. Artamat stellt sich damit eine der zentralen Fragen der Republic of Gods: Kann Kunst einen Punkt erreichen, wo sie eine völlig neue Welt erschafft?

Konzept, Regie: Wichaya Artamat
Text: Pathipon (Miss Oat), Wichaya Artamat
Künstlerische und technische Leitung: Pornpan Arayaveerasid, Rueangrith Suntisuk
Dramaturgie: Yuya Tsukahara
Sounddesign: Araki Masamitsu
Entwicklung Mechanik: Laphonphat Duongploy
Technik: Piti Boonsom, Chayamon Srijaruyanon
Ton: Toru Koda
Objektkoordination, Inspizienz: Surat Kaewseekram
Koordination Technik, Assistenz Managament: Monthira Jamsri
Produktion: Sasapin Siriwanij

Produktion: For What Theatre
Koproduktion: Kyoto Experiment, The Japan Foundation, Duck Unit
Mit Unterstützung von The Saison Foundation, KYOTO ART CENTER, Bangkok Art and Culture Centre (BACC)

Empfohlen ab 14 Jahren

Dieses Stück wurde vom Internationalen Programmbeirat ausgewählt.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 8. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Thailändisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 75 Min.

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© Chuko Cribb
Konzert

Chineke! Orchestra

Joseph Young

Musikalische Leitung: Joseph Young
Violine: Njioma Chinyere Grevious


Four Black American Dances (Carlos Simon),
Konzert für Violine und Orchester g-moll op. 80 (Samuel Coleridge-Taylor),
Violine: Njioma Chinyere Grevious,
Symphony No. 1 in E Minor (Florence B. Price)

Gott, der Schöpfer der Welt und des Guten, – nichts Geringeres bedeutet „Chineke“ in der nigerianischen Igbo-Sprache. Das Chineke! Orchestra ist das erste professionelle Symphonieorchester Europas, das zum größten Teil aus People of Color und Angehörigen ethnischer Minderheiten besteht. Gegründet 2015, hat es die internationalen Konzertbühnen erobert und ist nun erstmals in Wien zu Gast. Mit liturgischen wie ekstatischen Klängen eröffnen die energiegeladenen Four Black American Dances des jungen Komponisten Carlos Simon den Abend. Im Zentrum des Konzertes steht die Symphony No. 1 in E Minor von Florence B. Price – das erste Werk einer afroamerikanischen Komponistin, das von einem großen Symphonieorchester aufgeführt wurde. Abgerundet durch das Violinkonzert des britischen Komponisten Samuel Coleridge-Taylor, entsteht ein Programm, das – so wie das Chineke! Orchestra selbst – die Vision lebendiger Vielfalt in der klassischen Musik feiert.

EINFÜHRUNG: 10. Juni 2026, 18 Uhr

Dauer: 2 Std, inkl. eine Pause

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Wiener Konzerthaus

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© D. Ališauskas
Tanz

Clap & Slap

Agnietė Lisičkinaitė & Igor Shugaleev

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 herrscht insbesondere in Osteuropa eine lähmende Spannung. Der Choreograf Igor Shugaleev unterstützte 2020 die Proteste in Belarus, verließ aber seine Heimat, nachdem die Revolution niedergeschlagen wurde. Die litauische Choreografin Agnietė Lisičkinaitė ent­schied aus Protest, nicht mehr mit rus­sischsprachigen Künstler:innen zusam­menzuarbeiten. CLAP & SLAP ist der Versuch eines Dialoges, der außerhalb der Kunst unmöglich erscheint – ein Dialog über kollektive und persönliche Verantwortung und Schuld. Im Zent­rum steht die Geste der Selbstgeißelung. Die beiden Künstler:innen reflektieren mit feinem Humor und brutaler Ehrlich­keit auf der Bühne ihre Fähigkeit, zwi­schen Selbstverteidigung und Aggres­sion, zwischen Nationalismus und Patriotismus zu unterscheiden: Können wir uns verteidigen, ohne selbst zu Ag­gressor:innen zu werden? Können wir persönliche Überzeugungen hochhalten und individuelle Freiheiten schützen, ohne die Rechte anderer zu verletzen?

Von und mit Agnietė Lisičkinaitė, Igor Shugaleev
Musik: Agne Matulevičiūtė
Bühne: Oles Makukhin
Dramaturgie: Bush Hartsorn
Beratung Regie: Olga Lapina
Licht: Povilas Laurinaitis

Produktion: Be Company
Gefördert durch den Litauischen Kulturrat
Residencies: Radialsystem Berlin, Studio ALTA (Prag), Bora Bora – Dance and Visual Theater (Aarhus), Santarcangelo Festival

Empfohlen ab 16 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 11. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Englisch mit deutschen Übertiteln

Dauer: 50 Min.

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© Ximena y Sergio
Theater

SEPPUKU
EL FUNERAL DE MISHIMA
o el placer de morir

Seppuku. Die Beerdigung von Mishima oder die Lust am Sterben

Angélica Liddell

Die spanische Radikalkünst­lerin Angélica Liddell und den japanischen Autor Yukio Mishima verbindet die Suche nach der Einheit von Schön­heit, Erotik und Tod. Seppuku, auch als Harakiri bekannt, ist der rituelle Selbst­mord der Samurai und Ausgangspunkt für Liddells neueste Arbeit – eine Re­flexion über Tod und Selbstmord, ge­boren aus einem extremen Lebenswil­len; ein Ritual für die Toten und die Lebenden; ein Abschiedsgedicht, das Schmerz und Schönheit vereint. Selbst­mord, so Liddell, sei immer eine avant­gardistische Handlung und beinhalte eine brutale ästhetische Komponente. Liddell konfrontiert den Tod mit Lust und Schönheit, das Leben mit seiner Endlichkeit: Kunst als Ausdruck des Verlangens nach Ekstase! Gemeinsam mit einem Tänzer und einem Darsteller aus Japan – Wegbegleiter Liddells – geht sie in ihrer neuesten Arbeit ans Limit: körperlich, seelisch, künstlerisch.

Regie, Text, Bühne, Kostüm: Angélica Liddell
Licht: Javier Alegría
Technische Leitung: Maxi Gilbert
Lichttechnik: Francisco Jesús Galán
Ton: Antonio Navarro
Bühnentechnik: Javier Castrillón
Inspizienz: Helena Galindo
Konstruktion Bühne: Alfonso Reverón Díaz
Logistik: Helena Pastor
Produktion: Gumersindo Puche
Produktionsassistenz: Jaime Del Fresno

Produktion: Compagnie Atra Bilis Teatro / Iaquinandi, S.L.
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Festival Temporada Alta, Théâtre National de Strasbourg, Festival Grec, Odéon–Théâtre de l’Europe
Mit Unterstützung der Autonomen Gemeinschaft Madrid

Ab 18 Jahren

Das Stück thematisiert Suizid und Tod.
In der Vorstellung werden Blut und Nadeln verwendet.

CASTING CALL: Für diese einzigartige Produktion werden Statist:innen gesucht. Alle Informationen

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 12. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Spanisch, Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 2 Std.

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© Marikel Lahana
Performance

La Parabole du Seum

Die Parabel von der Säure

Rébecca Chaillon

Inspiriert von den Lebensgeschichten eines Popstars und einer Sternenforscherin, die aus der gleichen stigmatisierten Banlieue Saint-Denis (93) bei Paris stammen wie sie selbst, erzählt Rébecca Chaillon in Die Parabel von der Säure vom Überleben als Teil einer Minderheit. Mit Mitgefühl, Humor und Poesie entwickelt die nach eigener Aussage „Schwarze, fette, kinderlose, alternde Lesbe“ Chaillon, eine der einflussreichsten neuen Stimmen der französischen Kulturlandschaft, mit ihrer aktuellen Inszenierung eine rebellische Science-Fiction-Performance. In Anlehnung an Octavia Butlers visionären Roman  Die Parabel vom Sämann , in dem ein heranwachsendes Mädchen eine eigene Religion entwirft, ist   Die Parabel von der Säure eine inspirierende Fabel über die Magie des Glaubens. Im Zentrum steht eine Gemeinschaft von fetten Menschen, die trotz allgegenwärtiger Angst vor dem Zusammenbruch, trotz brutaler Verbrechen und kollektiver Abstumpfung nicht aufhört sich zu engagieren. Die Parabel von der Säure ist eine genauso witzige wie radikale Eroberung einer menschenwürdigen Zukunft.

Text, Regie: Rébecca Chaillon
Co-Regie: Céline Champinot
Sounddesign, Ton: Élisa Monteil
Bühne: Camille Riquier
Videodesign, Leitung Video: Elisa Bernard
Licht: Alexia Alexi
Kostüm: Solenne Capmas
Technische Leitung (Entwicklung): Suzanne Péchenart
Technische Leitung, Inspizienz (Tour): Suzanne Péchenart / Marianne Joffre
Leitung Licht: Selma Yaker
Leitung Ton: Elisa Monteil / Justine Pommereau
Regiehospitanz: Marie Delpit
Administration, Produktion: Élise Bernard, Manon Crochemort, Amadine Loriol
Produktion, Entwicklung: Mélanie Charreton / Bureau O.u.r.s.a M.I.n.o.r Rébecca Chaillon wird von L’Arche – Agence théâtrale vertreten (www.arche-editeur.com)

Produktion: Compagnie Dans le ventre
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Théâtre Public de Montreuil – Centre dramatique national, Théatre National Wallonie-Bruxelles, Les Nuits de Fourvière – Lyon International Metropolis Festival, Comédie de Genève, Dublin Theatre Festival, tnba – Théâtre National Bordeaux Aquitaine, Le Volcan – Scène nationale du Havre, La Criée – Théâtre National de Marseille, Le Carreau du Temple (Paris), Le Maillon Théâtre de Strasbourg – Scène européenne, Théâtre Sorano – Scène conventionnée (Toulouse)
Koproduktion mit Unterstützung des grenzüberschreitenden Programm Interreg VI France-Wallonie-Vlaanderen – EMERGE : Le Manège Maubeuge – Scène nationale transfrontalière, Le Phénix – Scène nationale Valenciennes Pôle Européen de Création, Théâtre de Namur, Maison de la Culture d’Amiens, Kunstencentrum VierNulVier (Gent) Ausgewählt von der Plattform Prospero NEW, kofinanziert durch das Creative‑Europe‑Programm der Europäischen Union Der Text wurde im Auftrag der Maison de la Culture de Seine‑Saint‑Denis (MC93) im Rahmen von Multitude, der interkulturellen Biennale von Seine‑Saint‑Denis, verfasst. Mit der Unterstützung des Théâtre Léo Ferré (Aulnoye‑Aymeries) und des Générateur (Gentilly).
Die Compagnie Dans le ventre wird von der Direction Régionale des Affaires Culturelles Hauts de France unterstützt.

Empfohlen ab 16 Jahren

Relaxed Seating – um allen Zuschauer:innen ausreichend Platz zum Sitzen auf den Bänken zu bieten, ist die Zuschauer:innenanzahl reduziert.

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 12. Juni 2026, im Anschluss an die Vorstellung

WORKSHOP: 14. Juni 2026, Performing Intimacy
Workshop mit Rébecca Chaillon

Sprache: Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 2 Std. 45 Min.

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© Gail Hadani
Konzert

No More Excuses I

Klangforum Wien

Ensemble Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Susanne Blumenthal
Kuration: Jana Beckmann
Dramaturgie Klangforum Wien: Johannes Piirto, Miriam Overlach, Bernhard Zachhuber


Konzert der Akademie Zweite Moderne mit Werken von Elaine Mitchener, Bára Gísladóttir, Tania León, Ailís Ní Ríain, Nyokabi Kariùki

Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit dem ORF Radiokulturhaus und Ö1

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien In Kooperation mit RadioKulturhaus Wien, Ö1

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© Jon Edergren
Konzert

No More Excuses II

Klangforum Wien

Ensemble: Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Susanne Blumenthal
Kuration: Jana Beckmann
Dramaturgie: Klangforum Wien Johannes Piirto, Miriam Overlach, Bernhard Zachhuber


Konzert der Akademie Zweite Moderne mit Werken von Imsu Choi, Sofia Jernberg, Katarina Gryvul, Nicole Lizée, Keiko Abe, Anna Korsun

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit RadioKulturhaus Wien, Ö1

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Diskussion

Gipfeltreffen 2026

Akademie Zweite Moderne

Considering Appropriation

„As long as historical works by deceased male composers constitute approximately 90% of all music performed in the publicly funded music scene, efforts at gender-based and cultural equality remain merely cosmetic.“ (Deklaration, Akademie Zweite Moderne)

Wie wird unsere kulturelle Identität geformt? Wie prägen kulturelle Kontexte musikalische Sprachen und wie können sie sich miteinander verbinden? Unter dem Motto „Considering Appropriation“ widmet sich das Gipfeltreffen 2026 Fragestellungen rund um Aspekte kultureller Inspiration. An zwei Tagen lädt das Gipfeltreffen öffentlich dazu ein, gemeinsam mit den diesjährigen Komponistinnen* und renommierten internationalen Impulsgeber:innen über eine transkulturelle Musikkultur nachzudenken. Die diesjährige Leitfrage: Welche Arten der Programmgestaltung und Repräsentation brauchen wir institutionell und künstlerisch, um Machtmechanismen der Aneignung zu minimieren und Mechanismen globaler Anerkennung zu maximieren?

Mit Mithu Sanyal, Paula-Irene Villa Braslavsky, Sandeep Bhagwati, Georgina Born, Terri Hron, Ulrike Hartung u.a.
Moderation: Nora Refaeil
Inhaltliche Beratung: Sandeep Bhagwati und Nora Refaeil
Kuration: Lisa Florentine Schmalz

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit RadioKulturhaus Wien, Ö1

Ein Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Kooperation mit dem ORF Radiokulturhaus und Ö1

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© Nata Korenovskaia
Theater

DORA ILI KO ĆE DA PROŠIVA PRSLUKE? / Dora or who's going to stitch the vests

Andreja Kargačin

Doroteja Antić, genannt Dora, und die junge Theaterma­cherin Andreja Kargačin sind seit Kindheitstagen Freundinnen. Nun lebt die eine im Exil und die andere weiß nicht, was sie nach der Premiere dieses Stücks in Belgrad erwartet. Im November 2024 begannen in Serbien die Studierendenproteste. Auslöser war der Einsturz des neu re­novierten Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen; die fahr­lässige, überteuerte Renovierung ist Teil einer Serie von Korruptionsskandalen der regierenden Serbischen Fortschritts­partei. Seit 2024 haben sich die Protes­te zu einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung entwickelt. Die Reaktion der Regierung: Verhaftungen und Bezich­tigungen des Terrorismus. DORA or Who’s Going To Stitch the Vests basiert auf den intimen Briefen der beiden Freun­dinnen und führt uns in eine Welt der Polizeigewalt, der weiblichen Wut, des Patriotismus sowie der Frage nach einer lebenswerten Zukunft – in einem Land, das Kunst zensiert und Aktivismus kriminalisiert.

Text: Andreja Kargačin, Doroteja Antić
Rechtliche Beratung: Emina Đuran Milić
Dramaturgie, Mentoring: Ana Dubljević
Bühne, Kostüm: Ema Pavlović
Mit Musik von Katarina Ranković Produktion Lenka Miloradović Beratung Borisav Matić, Miloš Lolić
Produktion: BITEF Theatre (Belgrad)

Empfohlen ab 14 Jahren

RESISTANCE NOW! Talk: 14. Juni 2026, Systematic Attacks on Arts and Culture
im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Serbisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 105 min

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© Annemie-Augustijns
Oper

Parsifal

Susanne Kennedy & Markus Selg
Yi-Chen Lin

von Richard Wagner

Richard Wagners letztes Werk führt mitten in die Gemeinschaft um den Heiligen Gral, die in einer tiefen Krise steckt. Die Gralsritter warten auf den „durch Mitleid wissenden Toren“, der sie erlösen soll – und erkennen ihn im jungen Parsifal. Weit über hundert Per­sonen umfasst die Besetzung der großen und als „Bühnenweihfestspiel“ bezeich­neten Komposition Wagners, das er selbst als heiligen Akt verstanden wissen wollte. Die deutsche Regisseurin Susanne Kennedy und der bildende Künstler Markus Selg transformieren diesen Wunsch in die Gegenwart und lassen das Publikum in eine Welt aus archaischen wie futuristischen Ästhet­iken, religiösen Symbolen und KI­-gene­rierten Bildern eintauchen. Inspiriert von christlichen Motiven, Lehren des Buddhismus und Gedanken aus dem Hinduismus schaffen sie ein Ritual auf der Suche nach spirituellen Ebenen hinter den Schleiern der digitalen und materiellen Welt.

Richard Wagner: Parsifal
Ein Bühnenweihfestspiel in drei Akten
Herausgegeben nach dem Text der Richard-Wagner-Gesamtausgabe von Egon Voss und Martin Geck

Orchester: ORF Radio-Sinfonieorchester Wien
Chor: Arnold Schoenberg Chor & Gumpoldskirchner Spatzen
Regie: Susanne Kennedy
Konzept: Susanne Kennedy, Markus Selg
Musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Bühne, Video: Markus Selg
Mitarbeit Videodesign, kreative Technologien: Warja Rybakova
Kostüm: Andra Dumitrascu
Licht: Sascha Zauner
Choreografie: Dominic Santia
Dramaturgie: Tobias Staab
Musikdramaturgie: Piet De Volder

Produktion: Opera Ballet Vlaanderen
Koproduktion: Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
In Kooperation mit der Volksoper Wien
Mit Unterstützung des Tax Shelter Programms der belgischen Regierung
Mit freundlicher Genehmigung von UNIVERSAL EDITION AG, Wien, in Vertretung von Schott Music GmbH & Co. KG

Empfohlen ab 14 Jahren

WERKSEINFÜHRUNG:
15. Juni 2026, vor der Premiere (ab 17.15 Uhr)
19. Juni 2026, vor der Vorstellung (ab 17.15 Uhr)

Sprache: Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: 5 Std. 20 Min., inkl. 2 Pausen

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© Andree Volkmann
Performance

Doppelgänger/ Doppelganger

Gob Squad

Mit feiner Melancholie umtanzen Gob Squad in ihren Arbeiten das anarchische Chaos des Seins. So haben sie sich in die Her­zen des internationalen Publikums ge­spielt und wurden kürzlich mit dem Silbernen Löwen der Theater­-Biennale in Venedig ausgezeichnet. Unvergessen ist in Wien die Produktion Kitchen des deutsch­britischen Performance­-Kol­lektivs, in der die Performer:innen nach und nach durch das Publikum ausge­tauscht werden. Doppelgänger/Doppelganger knüpft an diese legendäre Arbeit an. Im Zentrum steht die Rekonstruk­tion einer vertrauten Szene: eine fami­liäre Geburtstagsfeier, inspiriert von Aufnahmen und Erinnerungen aus der Jugend der Gob­-Squad­-Mitglieder. Doch wer spielt hier welche Rolle? Und wer entscheidet überhaupt, was als Nächstes geschieht? Schnell zeigt sich: Hier bestimmen mehr Personen das Geschehen als zunächst gedacht. Die Geburtstagsgesellschaft kippt in eine surreale Vision voller unerwarteter Wendungen, in der verschiedene Iden­titäten und Stimmen unerbittlich darum kämpfen, gehört zu werden.

Konzept Gob Squad
Entwicklung und Performance Johanna Freiburg, Sean Patten, Tatiana Saphir, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost, Simon Will
Sounddesign Sebastian Bark, Julio Zúñiga
Videodesign Miles Chalcraft
Bühne und Kostüm Nina von Mechow, Amir Baltić
Licht und Technische Leitung Chris Umney
Dramaturgie und Produktionsleitung Christina Runge
Künstlerische Mitarbeit Katharina Joy Book, Ben Goldby, Simon Kernen
Assistenz Bühne und Kostüme Tina Hübner Company Management Heleen De Boever, Caroline Gentz, Talea Schuré, Grischa Schwiegk

Produktion: Gob Squad
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, HAU Hebbel am Ufer Berlin, &Espoo Theatre

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Deutsch, Englisch

Dauer: ca. 90 Min.

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© Star-Bound Goze (The Sorrow of Misao the Blind Itinerant Singer), 1971 Shin
Theater

埋火 / Sleeping Fires

Kurō Tanino

Im Jahr 1840 lebt hundert Kilometer nördlich von Edo, dem heutigen Tokio, auf einem abgelegenen Bauern­hof die blinde Frau Iku mit ihrem Mann. Die Dorfbewohner:innen besuchen Iku für therapeutische Massagen, denn ihre Berührungen lindern nicht nur die Lei­den des Körpers, sondern auch jene des Herzens. Als der Winter in den Bergen hereinbricht, erscheint eine junge blinde Frau, Sayo, um die Kunst der Massage zu erlernen – und die Erzählung nimmt eine unerwartete Wendung … In Sleeping Fires erzählt der japanische Theater­macher Kurō Tanino die Begegnung von Sayo, einer von Gewalt verletzten Frau, mit Iku, die den Schmerz anderer tiefer spürt als irgendjemand sonst. Ge­meinsam mit blinden Performerinnen und im realistischen Bühnenbild einer ländlichen, zutiefst spirituellen Welt erzählt Tanino, Meister der Poesie des Alltags, eine genauso intime wie uni­versale Geschichte: von Schmerz und der Hoffnung, die dann entsteht, wenn Menschen einander „berühren“.

Text, Regie: Kurō Tanino
Bühne: Michiko Inada
Musik: Yu Okuda
Licht: Masayuki Abe
Sounddesign: Koji Sato
Video: Nobuhiro Matsuzawa
Kostüm: Mariko Tomoyoshi
Regieassistenz: Hatsune Sakai
Inspizienz: Masaya Natsume, Akari Kitano
Assistenz Inspizienz: Tatsuhiko Ito
Videotechnik: Azusa Saito
Untertitel: Saki Sahara
Company Management: Chika Onozuka

Produktion: Niwa Gekidan Penino, Arche LLC
Coproduktion: NO Limits
Mit Unterstützung von Arts Council Tokyo

Empfohlen ab 14 Jahren

PUBLIKUMSGESPRÄCH: 20. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

Sprache: Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 110 Min.

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soju.studio / SIRENE Studio
Installation

Transmythical

Universität Angewandte Kunst Wien
Klasse für Transmediale Kunst

Das schwimmende Haus der Republik lädt dieses Jahr zu einer Reise durch Nebelräume und Zwischenwelten. Let us sail into an ocean of color, bodies and sound: Für die Republic of Gods entwerfen die Studieren­den der Klasse Transmediale Kunst eine Kosmologie von My­then aus aller Welt. Hier wird sinn­liche Erfahrung zur Methode der Erkenntnis: Ekstatische Rituale und Bildwelten öffnen Übergänge zwischen Traum und Wirklichkeit, Hoffnung und Verzweiflung, und Sagengestalten wie das Donau­weibchen werden zum Leben er­weckt.

Jeden Mittwochabend ge­stalten die Studierenden eine einmalige Special Edition von Transmythical mit Installationen, Performances und Musik!

Mittwoch bis Sonntag
Jeden Mittwoch: Special Edition
Haus der Republik – Badeschiff
Eintritt frei!

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: The Last Insurrection

Vertreter:innen der Tarnac-Gruppe & der Letzten Generation

Inwiefern kann ein linkes Manifest als religiöser Text verstanden wer­den? Mitglieder der französischen Tarnac­-Gruppe, einer von Schriften des Unsicht­baren Komitees geprägten öko­radikalen Kommune, treffen auf Aktivist:innen der Letzten Gene­ration aus Wien. Ein Abend über messianische Motive, politisches Handeln, revolutionären Glauben und die Versuchung der Resigna­tion angesichts der Klimakrise.

Moderation: Servane Dècle, Dramaturgin, Aktivistin

Sprache: Englisch

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: Falling Skies

Gabriela Carneiro da Cunha & Edson Krenak

Wie funktioniert spiri­tueller Widerstand? Der Film The Falling Sky begleitet die Yanomami im Amazonas beim Reahu­-Ritual, das den Himmel vor dem Zusammenstürzen bewahren soll, und zeigt aus Sicht des Schama­nen Davi Kopenawa die Folgen von Goldabbau und Umweltzerstörung. Im Anschluss findet ein Gespräch mit der brasilianischen Regisseurin des Films, Gabriela Carneiro da Cunha und Aktivist und Wissen­schaftler Edson Krenak statt.

Moderation: Amanda Piña, Choreografin
Film: 110 Min., Portugiesisch (OmengU)
Sprache Debatte: Englisch

Sprache Film: Portugiesisch (OmengU), Debatte: Englisch

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: Down to Earth

MAKHU – Ibã Sales Huni Kuin & Kassia Borges Karaja

MAKHU, ein Künstler:in­nenkollektiv aus dem in­digenen Volk der Huni Kuin (Bra­silien), ist berühmt für großflächige Wandgemälde (u. a. bei der Biennale in Venedig) – visuelle Übersetzun­gen von traditionellen Huni Meka­Gesängen und Ritualen. Im Work­shop teilen sie ihre einzigartigen Techniken! Zusätzlich gibt es einen öffentlichen Talk zu den Huni Meka­-Gesängen.

Anmeldungen für den Workshop ab April

Preis: 7 Euro (Public Discussion) / 25 Euro (Workshop)

Sprache: Portugiesisch mit Kosekutivdolmetschung

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: Dark Enlightment

Wolfgang Palaver & Christina von Braun

Religiöse Strömungen prägen das Silicon Valley. Wolfgang Palaver beleuchtet am Beispiel Peter Thiel, wie sich technologische Macht theologisch positioniert. Christina von Braun stellt dem Transhumanismus der Tech­-Milliardäre eine feministische Perspektive entgegen.

Moderation: Johannes Kaup, Ö1

Sprache: Deutsch

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: The End of the World

Fabian Scheidler & Tadzio Müller

Steuert die Menschheit ihrem Ende entgegen? Religiöse Sekten erwarten die Apokalypse, während Kapitalismuskritiker:innen und Kollapsolog:innen mögliche Zu­sammenbrüche analysieren. Ein Abend über die Faszination des Weltuntergangs und die Chancen des Umbruchs.

Sprache: Deutsch

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© SIRENE Studio
Konzert

Club der Republik – Konzert

Jeden Freitag

Nenda, Sakura, Lorenz Ambeek und Xavier Plus – das klingt nach dem Line­up eines Musikfestivals, ist in Wahrheit aber die Besetzung der Festwochen Band Gods Republic , dem popmusikalischen Kraftzen­trum der Republic of Gods. Für die große Eröffnung auf dem Helden­platz aus der Taufe gehoben und mit kosmischer Kraft gesegnet, kuratiert jedes ihrer Mitglieder im Laufe des Festivals einen Freitag­abend im Club der Republik: Neben dem eigenen Set präsentie­ren sie unterschiedlichste Musi­ker:innen der Wiener und inter­nationalen Szene. Ein Kaleidoskop unvergesslicher Konzerte, das die Republik zum Beben bringt.

*außer 22. Mai

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© SIRENE Studio
Party

Club der Republik – Party

Jeden Samstag

Jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag feiert die Freie Repu­blik Wien mit Nachtschwärmer:in­nen, Party­-Kollektiven und Koope­rationspartner:innen rauschhafte Partys zwischen Ritual und Hin­gabe. Der Club der Republik zele­briert die Religion des Lebens!

22-4 Uhr

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Performance

Mythical Ark: This is not Montana

Netti Nüganen

Netti Nüganen, Per­formancekünstle­rin und Musikerin, dekonstruiert den Cowboy­-Mythos. Bekannte Sym­bole des „Wilden Westens“ werden zum Rohmaterial für eine neue Liturgie. Banjo, Stimme, Schreie und Texte prallen aufeinander und erforschen die Verbindung zwi­schen Ideologie und Hingabe.

Sprache: Englisch

Dauer: ca. 60 Min.

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© soju.studio / SIRENE Studio
Performance

Mythical Ark: I Dream I'm The Death Of Orpheus

Jamie Man 文珮玲

Neue Mythologien entfalten sich im Klang dieses post­humanen Rituals der Komponistin Jamie Man. Mit ihrer Stimme, mit Feuer und einer Drohne stellt sie sich den Über­wachungstechnologien unseres Alltags entgegen und lässt die Körper des Publikums selbst zum Spektakel werden!

Sprache: Ohne

Dauer: ca. 60 Min.

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© soju.studio / SIRENE Studio
Performance

Mythical Ark: Dialectics Of Departure: Anchoring Babel

Ariel Efraim Ashbel & Rachel Libeskind

Dialectics of Departure ist ein mehrteiliges Pro­jekt von Ariel Efraim Ashbel und Rachel Libeskind, das jüdische Tradition, die Geschichten von Orten und künstlerische „Spielereien“ zusam­menbringt. Anchoring Babel ist ein speziell für die Republic of Gods entwickeltes Kapitel.

Sprache: Englisch u.a.

Dauer: ca. 60 Min.

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© soju.studio / SIRENE Studio
Lesung

Mythical Ark: Die Offenbarung

Mattias Andersson

Die Offenbarung ist ein Theaterstück über Menschen unserer Zeit, die glauben, ein Zeichen Gottes erhalten zu haben. Das Stück vom schwedischen Dra­matiker und Regisseur Mattias Andersson wurde 2017 im Drama­ten Theater in Stockholm urauf­geführt. Nun wird es erstmals als szenische Lesung auf Deutsch gezeigt.

In Kooperation mit dem Volkstheater Wien

Sprache: Deutsch

Dauer: ca. 60 Min.

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Lesung

Mythical Ark: Göttinnen, Gräber und Geister – Die Elfriede-Jelinek-Lesenacht

Elfriede Jelinek / Pia Janke / Milo Rau

2026 wird Elfriede Jelinek 80. Die Freie Republik Wien und das Elfriede Jelinek­-Forschungszen­trum präsentieren anlässlich des Geburtstags der Nobelpreisträgerin eine einmalige Performance: Mavie Hörbiger, Caroline Peters und Safira Robens lesen 80 Texte aus acht Jahrzehnten – eine düstere Mytho­logie von Macht und Widerstand.

Sprache: Deutsch

Dauer: 3 Std.

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Performance

Mythical Ark: Gretchenfrage

Lulu Obermayer

Wie hast du’s mit der Religion? – fragt Gretchen Faust. Lulu Obermayer, die sowohl in der Oper, im Theater als auch im Performancebereich zu Hause ist, erkundet mit Gretchen-frage, wie liturgische Formen und Rituale als ästhetische DNA im westlichen Theater fortwirken.

Sprache: Deutsch

Dauer: ca. 60 Min.

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© DTS
Film

Kino der Republik

Zum 75. Jubiläum der Wiener Fest­wochen laden wir zu einer beson­deren filmischen Reise durch die letzten Jahrzehnte ein: Das Kino der Republik im Laderaum des Ba­deschiffs zeigt jeweils freitags und sonntags ausgewählte Filmaus­schnitte, Archivaufnahmen und dokumentarisches Material zu ikonischen Produktionen, die den Mythos der Festwochen geprägt haben – wie Schutz vor der Zukunft (Christoph Marthaler), Wir Hunde (Signa), Bitte liebt Österreich! (Christoph Schlingensief) oder das Falco­-Eröffnungskonzert 1985. Bei ausgewählten Screenings gibt es außerdem Gespräche mit Beteilig­ten, Zeitzeug:innen und Expert:in­nen – ein lebendiges Archiv der künstlerischen Vielfalt und prägen­den Momente aus 75 Jahren Wiener Festwochen!

NOCH MEHR KINO DER REPUBLIK:
Das Stadtkino Wien präsentiert im Festival­zeitraum die Filmreihe Thank Goddess! . Außerdem gibt es am 21. Juni – zum Finale der Republic of Gods – ein Special Screening der neuen ORF­Doku Würstchen haben hier nichts zu suchen – 75 Jahre Wiener Festwochen im Stadtkino.

Mehr Infos ab April unter stadtkinowien.at

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Diskussion

Götter­dämmerung

Finale im Haus der Republik

Am Sonntag, den 21. Juni, sind alle Sterblichen und Unsterblichen eingeladen, das Finale der Republic of Gods (und die Sommersonnenwende) im Haus der Republik zu zelebrieren. Das Badeschiff und die Sonnendecks sind ab 10 Uhr geöffnet und es gibt Programm bis in die Nachtstunden. Das Volksstück macht ein letztes Mal halt und die Workshop-Reihen Woran wir glauben und Oh my Godness! zeigen, was sie über den Festivalzeitraum erarbeitet haben. Der Rat der Republik diskutiert in einer öffentlichen Sitzung die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu den Punkten Fundraising und Quoten aus der Wiener Erklärung – also der Frage nach Repräsentation und Kapital, den zwei heimlichen Göttinnen unserer Zeit. Bei Sonnenuntergang findet auch noch ein letztes Mal die Performancereihe Mythical Ark statt. Und wenn das Wetter hält und das mythische Donauweibchen einwilligt, dann wird geschwommen … ein Übergangsritus der besonderen Art.

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© SIRENE Studio
Diskussion

Krise der Demokratie Widerstand der Kunst?

Das Symposium des Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek dient der Diskussion künstlerischer Strategien gegen antidemokratische und autoritäre Tendenzen.

Das Symposium fragt, wie sich Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der bedrohten demokratischen Souveränität und des Aufstiegs autoritärer Kräfte positionieren sollten: (Wie) kann Kunst neue Formen demokratischer Vorstellungskraft ermöglichen, ohne selbst autoritäre oder totalitäre Zwänge zu reproduzieren?

Neben Grundsatzvorträgen von Geoffroy de Lagasnerie und Hito Steyerl umfasst das Programm Diskussionen mit Mattias Andersson & Ensemble Volkstheater, Evelyn Annuß, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Stefan Herheim, Pia Janke, Monika Meister, Sara Ostertag, Julia Purgina, Milo Rau, Gerfried Stocker, Monika Voithofer und vielen anderen. Der Autor Thomas Köck wird einen künstlerischen Beitrag präsentieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von RESISTANCE NOW! statt, organisiert von den Wiener Festwochen │ Freie Republik Wien.

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© SIRENE Studio
Diskussion

Systematische Angriffe auf Kunst und Kultur

Künstler:innen und Kul­turinstitutionen stehen weltweit unter zuneh­mendem politischen Druck oder sind be­reits von repressiven Maßnahmen betroffen wie in Ungarn, der Slowakei oder Serbien. Die Wiener Festwochen | Freie Republik Wien zeigen das neuste Stück der jungen serbischen Theater­macherin und Aktivistin Andreja Kargačin und sprechen mit ihr und weiteren Gäst:innen über Kunst­freiheit und Widerstand.
DORA or Who’s Going To Stitch the Vests sollte im November 2025 beim BITEF Festival, dem größten inter­nationalen Theaterfestival Serbiens, Premiere haben. Doch nachdem der politisch besetzte Vorstand die ge­plante Wiener Festwochen Produk­tion Der ProzessPelicot zensierte, traten die künstlerischen Leiter zurück, das Festival wurde abgesagt und fand schließlich im Dezember als Guerilla­Version statt – unterstützt von RESISTANCE NOW! Anlass zu einer Debatte über Zensur und Wider­stand, Kunst, Demokratie und Mei­nungsfreiheit.

Im Anschluss an die Vorstellung DORA or Who's Going to Stitch the Vests

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© Gemälde: Bashar Murkus, Foto: Nancy Mkaabal
Kurs

From the Question to the Theatrical Event

Workshop mit Bashar Murkus und Khulood Basel

Die Theatermacher:innen Bashar Murkus und Khulood Basel gründe­ten 2015 gemeinsam mit weiteren palästinensischen Künstler:innen das unabhängige Khashabi Theatre in Haifa. Mit ihren Stücken hinter­fragen sie gängige Formen, Nor­men und Tabus – basierend auf intensiven multidisziplinären Zu­sammenarbeiten und umfangrei­chen Recherchen. In diesen Re­chercheprozessen geht es ihnen nicht darum, die passenden Ant­worten zu finden, sondern die richtigen Fragen zu stellen. Im Rahmen des Workshops geben Basel und Murkus Einblicke in ihre Praxis und laden die Teilneh­mer:innen dazu ein, gemeinsam über die soziale und politische Rolle des Theaters in unserer Zeit zu reflektieren.

Sprache: Englisch

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© Esra Rotthoff
Kurs

Silent Scream

Workshop mit Marta Górnicka

Marta Górnicka ist bekannt für ihr einzigarti­ges Sprechchor­-Theater, in dem Stimmen und Körper der Beteilig­ten zu kraftvollen Instrumenten politischen Ausdrucks werden. Mit ihren Arbeiten untersucht sie Mus­ter sozialer Ungerechtigkeit und das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv. Als „stummen Schrei” beschreibt sie ein Gefühl, das aktu­ell viele Menschen teilen: die Zer­rissenheit zwischen Ohnmacht und Widerstandsdrang in einer zuneh­mend polarisierten Gesellschaft. Wie können wir miteinander soli­darisch sein und gleichzeitig Unter­schiede anerkennen? Was braucht es, um einander aufmerksam zuzu­hören und gemeinsam zu sprechen? In ihrem Workshop lädt sie dazu ein, Stimme und Körper als Werk­zeuge zu erforschen und durch die Chorpraxis aus einer Vielfalt von Individuen einen kollektiven Stimmkörper zu formen – der das anspricht, was im öffentlichen Dis­kurs oft ungehört bleibt.

Sprache: Englisch

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Bewertungen & Berichte Silent Scream

© Bettina Pittaluga
Kurs

Performing Intimacy

Schreibworkshop mit Rébecca Chaillon

„Ich liebe es, zu schreiben und andere zum Schrei­ben zu bringen, mit Make­up und Essen zu arbeiten und verschiedene Formen der Exponierung zu erkunden, ohne sich dabei unbedingt nackt zu machen.“ Die Regisseurin, Per­formerin und Autorin Rebécca Chaillon verhandelt in ihren hu­morvollen und radikalen Perfor­mance­ und Theaterarbeiten Themen, die genauso intim und politisch wie universell sind. Aus­gehend von den eigenen Körpern und Lebensrealitäten erstellen die Teilnehmer:innen des Schreib­workshops zunächst „Listografien” von sich selbst und skizzieren ihre Gefühle, Erfahrungen und Über­zeugungen. Auf dieser Grundlage wird die eigene Intimität als ein Instrument erforscht, um sich mit der Welt auseinanderzusetzen.

DIE PARABEL VON DER SÄURE:
Das neueste Stück von Rébecca Chaillon, wird bei den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 gezeigt.

Sprache: Englisch

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Bewertungen & Berichte Performing Intimacy

© DTS
Gespräch

Campus

Workshops, Gespräche für Studierende

Der Campus im Haus der Republik bietet mitt­lerweile jedes Jahr mehr als 150 Studie­renden aus der ganzen Welt ein Forum. Dieses Jahr heißt die Freie Republik Wien Gruppen aus Wien, Linz, München und Bratislava willkommen. Die Studierenden besuchen Vorstellungen und neh­men an einem kuratierten Pro­gramm aus Diskussionen, Work­shops und Vorlesungen teil. Ein Ort interdisziplinärer Begegnun­gen, spannender Impulse und neuer Netzwerke.

In Kooperation mit Academy of Performing Arts Bratislava, Akademie der bildenden Künste Wien, Kunstuniversität Linz, Max Reinhardt Seminar, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Theaterakademie August Everding München, Universität für angewandte Kunst Wien, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Universität Wien

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Bildung

In the Field

Ein Stipendienprogramm der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Jedes Jahr bringt das Stipendienprogramm In the Field 15 aufstrebende Kunst und Kulturschaffende aus einem Radius von 300 Kilometern um Wien zu einem intensiven Praxis und Wissensaustausch zusammen. Entlang des Festivalprogramms treffen die Teilnehmer:innen auf internationale Künstler:innen und auf Akteur:innen der lokalen Szene. Im Zentrum stehen der Austausch und das gegenseitige Lernen. Ganz im Zeichen der Republic of Gods beforscht In the Field ästhetische und politische Arbeitsweisen, um vertraute Mythen und dominante Erzählungen kritisch zu befragen und neue Perspektiven einzubringen.

Mentoring: Ulduz Ahmadzadeh (Choreografin, Tänzerin, Forscherin, Aktivistin und künstlerische Co-Leiterin der ATASH عطش contemporary dance company)

Stipendumszusagen bzw. -absagen werden gegen Ende März 2026 versendet.

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Bewertungen & Berichte In the Field

© DTS
Kinderprogramm

Workshop-Reihe von A.R.E.A.L.: Oh my Godness!

Für Kinder und Jugendliche (8–14 Jahre)

Hast du schon einmal ein göttliches Wesen gesehen? Im Kinder- und Jugendprogramm im schwimmenden Haus der Republik dreht sich alles um das Äußere und Innere von Göttern und Göttinnen: Wie sehen sie aus? Sind sie unsichtbar oder zeigen sie sich nur jenen, die fest an sie glauben? Und kann man sie eigentlich hören? In den Workshops entwerfen die jungen Teilnehmer:innen gemeinsam göttliche Wesen, die alle ein zentrales Element verbindet: das Wasser. Mit ausgedienten Schwimmnudeln, Schläuchen, Schwimmreifen und Flügerln ent-stehen einzigartige Wasserwesen. Neben dem Bauen und Gestalten werden in einer Soundwerkstatt die Stimmen und Klänge der neuen Gottheiten erforscht und in der Grafikwerkstatt außerdem Spielkarten und Poster gestaltet, die ihre Superkräfte sichtbar machen. So entsteht ein ganzes audiovisuelles Universum rund um die frisch erschaffenen Wasserwesen!

Workshoptermine für Schulklassen:
20./21./27./28. Mai,
3./10./11./17./18. Juni
Uhrzeit nach Vereinbarung
3 Schulstunden

Termine öffentliche Workshops: 30. Mai, 6. Juni, 11–17 Uhr

Abschlusstag: 21. Juni

Anmeldung unter outreach@festwochen.at

Künstlerische Leitung: Moritz Matschke, Anna Pech (Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L.)

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Bewertungen & Berichte Workshop-Reihe von A.R.E.A.L.: Oh my Godness!

28

Wiener Festwochen

15.5. bis 21.6.2026



Die Freie Republik macht Wien über fünf Wochen zur internationalen Experimentalstätte der Künste und Gemeinschaft, denn: Wir schulden der Welt eine Revolution!

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Bewertungen & Berichte Wiener Festwochen

Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 17.7. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen 16.5. bis 22.6.2025
Ereignisse / Festival Lucerne Festival Luzern, Hirschmattstr. 13
Ereignisse / Festspiele Salzburger Pfingstfestspiele 22. bis 25.5.2026
Ereignisse / Festival Brühler Schlosskonzerte 1.5. bis 26.7.2026
Ereignisse / Festival Maerzmusik Berlin 20. bis 29.3.2026
Ereignisse / Festival OsterTanzTage
Hannover
28.3. bis 6.4.2026
Ereignisse / Festival Klavier-Festival Ruhr 7.5. bis 21.7.2026
Ereignisse / Festival Radikal Jung München 24.4. bis 3.5.2026
Ereignisse / Festival Mülheimer Theatertage 16.5. bis 6.6.2026
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 1.5. bis 3.6.2026
Ereignisse / Festival Jazztage Dresden Saisonkonzerte
Ereignisse / Festival Bluesfestival Baden 23. bis 30.5.2026
Ereignisse / Festival Hohenloher Kultursommer 6.6. bis 27.9.2026
Ereignisse / Festspiele Händel-Festspiele Halle 5. bis 14.6.2026
Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien 9.7. bis 9.8.2026
Ereignisse / Festival Festival Herbstgold Eisenstadt 16. bis 26.9.2026
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Opernhaus Wuppertal
Ereignisse / Festival Choriner Musiksommer 20.6. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festival Brahms-Festival Lübeck 2. bis 10.5.2026
Ereignisse / Festival Theatertreffen Berlin 1. bis 17.5.2026
Ereignisse / Musical Chormusical
7 Worte vom Kreuz
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Musical Chormusical
Bethlehem
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Festspiele Bad Hersfelder Festspiele 26.6. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Kammermusikfestival vielsaitig Füssen 2. bis 9.9.2026
Ereignisse / Ausstellung Nordart im Kunstwerk Carlshütte 6.6. bis 4.10.2026
Ereignisse / Konzert Psalm Graz 29.3. bis 6.4.2026
Ereignisse / Festival Kreuzgangspiele Feuchtwangen 9.5. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Gandersheimer Domfestspiele 14.6. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival 25.7. bis 1.8.2026
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest am Tegernsee 10. bis 26.7.2026
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Ereignisse / Festspiele Opernfestspiele Heidenheim
Ereignisse / Festival a cappella Leipzig 1. bis 9.5.2026
Ereignisse / Festival Bayreuther Osterfestival 28.4. bis 1.5.2026
Ereignisse / Meisterkurs Sommermusik im oberen Nagoldtal 4. bis 19.8.2026
Ereignisse / Festival Zahnrad und Zylinder Meissen
Ereignisse / Kulturveranstaltung Heimatverein Köln
Ereignisse / Festival ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart
Ereignisse / Festival Kasseler Musiktage
Ereignisse / Festspiele Bregenzer Festspiele
Ereignisse / Festival Harzburger Musiktage Internationale Festspiele
Ereignisse / Festival Schwetzinger SWR Festspiele
Ereignisse / Festival Festival Kammermusik Bodensee
Ereignisse / Festival Nymphenburger Sommer München
Ereignisse / Festival Deutsches Mozartfest Augsburg
Ereignisse / Ausstellung La Biennale di Venezia
Ereignisse / Festival JOINT ADVENTURES
München
Ereignisse / Festival Swiss Chamber Music Festival
Ereignisse / Festival THEATERNATUR Festival
Ereignisse / Festival Usedomer Musikfestival
Aufführungen / Oper Opernhaus Zürich Zürich, Sechseläutenplatz 1
Literatur+Sprache / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Oper Staatstheater Kassel Kassel, Ludwig-Mond Str. 35D
Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Zürich
Konzerte / Konzert musik+
Osterfestival Tirol
Hall / Innsbruck
Konzerte / Konzert Klosterkonzerte Maulbronn 16.5. bis 27.9.2026
Familie+Kinder / Park Bruno Weber Park
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin
Aufführungen / Kabarett Die Wühlmäuse Berlin
Ausstellungen / Museum Ursulienhof Linz
Ereignisse / Festival Dresdner Musikfestspiele
Ereignisse / Kulturveranstaltung Domforum Köln
Ereignisse / Festival Rheingau Musikfestival
Ereignisse / Festival Schleswig-Holstein Musik Festival
Ereignisse / Festspiele Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Ereignisse / Festival Oberstdorfer Musiksommer
Ereignisse / Festival Kultursommer Nordhessen
Ereignisse / Festival Ekhof-Festival
Ereignisse / Festival Schumann-Fest Zwickau
Ereignisse / Festival Internationales Jazzfestival Bern Bern
Ereignisse / Festival Bachwoche Ansbach
Ereignisse / Festival Heidelberger Frühling
Ereignisse / Festival Festival Rümlingen
Ereignisse / Festival Internationale Schillertage Mannheim
Ereignisse / Festival Intern. Fredener Musiktage
Ereignisse / Konzert Gottfried-Silbermann-Gesellschaft Freiberg
Ereignisse / Festival Internationale Musikfestspiele Saar
Ereignisse / Festival Güldener Herbst Thüringen
Ereignisse / Festival KAMUNA - Karlsruher Museumsnacht
Ereignisse / Festival Young Euro Classic Berlin
Ereignisse / Festival VIATHEA Görlitz
Ereignisse / Festival Museumsnacht Bern Bern
Ereignisse / Festival Bachwochen Thun
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien
Ereignisse / Festival Heinrich Schütz Musikfest
Ereignisse / Festival Lausitzer Musiksommer Bautzen
Ereignisse / Festival Würzburger Bachtage
Ereignisse / Tanz euro-scene Leipzig
Ereignisse / Festival Donaufestwochen auf Schloss Greinburg
Ereignisse / Festival Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
Ereignisse / Festspiele Musikfestspiele Potsdam Sanssoucci
Ereignisse / Festival KLASSIK OPEN AIR im Luitpoldhain
Ereignisse / Festival Int. Messiaen-Tage
Görlitz/Zgorzelec
Ereignisse / Festival Altmühlsee Festspiele Muhr am See
Ereignisse / Festival Klangspuren Schwaz Tirol
Ereignisse / Festival Appenzeller Bachtage
Ereignisse / Tanz Tanztheater Erfurt
Ereignisse / Kulturveranstaltung Fürstlicher Marstall Wernigerode
Ereignisse / Kulturveranstaltung CREATIVO
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele Erl
Ereignisse / Festival Mittelsächsischer Kultursommer
Ereignisse / Festival KunstFestSpiele Herrenhausen Hannover
Ereignisse / Festival Ars Electronica Festival Linz
Ereignisse / Festival Ludwigsburger Schlossfestspiele
Ereignisse / Festival Fumetto Comic-Festival Luzern
Ereignisse / Festival Wien Modern
Ereignisse / Festspiele Darmstädter Residenzfestspiele
Ereignisse / Festival Ruhrfestspiele Recklinghausen
Ereignisse / Festival Morgenland Festival Osnabrück
Ereignisse / Festival Raritäten der Klaviermusik
Ereignisse / Festspiele Eutiner Festspiele
Ereignisse / Festival Moritzburg Festival
Ereignisse / Festival Klassikfestival AMMERSEErenade
Ereignisse / Festival Schrammel.Klang. Festival
Ereignisse / Festival Zwischentöne Engelberg Kammermusikfestival
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kultur in Neustadt in Holstein
Ereignisse / Wettbewerb Neue Stimmen
Ereignisse / Festspiele Heidelberger Schlossfestspiele
Ereignisse / Festival Passionstheater Oberammergau
Ereignisse / Festspiele Internationale Händel-Festspiele Göttingen
Ereignisse / Festival Musikfestival Bern
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich Meisterkonzerte und Meisterkurs
Ereignisse / Festival Zürcher Theater Spektakel
Ereignisse / Festival Theater im Park Wien
Ereignisse / Festival Globe Wien
Marx Halle
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele St. Margarethen
Ereignisse / Festival Frankfurt LAB
Ereignisse / Festival Lausitz-Festival
Ereignisse / Festival Musiktheatertage Wien
Ereignisse / Festival Schwetzinger Mozartfest
Ereignisse / Festival Int. Gitarren-Festival Iserlohn
Ereignisse / Festival Festival Begegnungen
Ereignisse / Festival Heinrich Schütz Musikfest Magdeburg
Ereignisse / Tanz Tanzfestival Saar
Ereignisse / Festival Sommer im Park
Neumarkt i.d.OPf.
Ereignisse / Festival Kleist-Festtage
Ereignisse / Film Allianz Cinema
Ereignisse / Festival ProvinzLärm
Ereignisse / Konzert Neuschwanstein Konzerte
Ereignisse / Festival Ariowitsch-Haus Leipzig
Ereignisse / Festival Museumsnacht Basel Basel und Umland
Ereignisse / Festspiele Schlossfestspiele Schwerin
Ereignisse / Konzert Brunnenhofkonzerte Residenz München
Ereignisse / Festival Musikfest Bremen
Ereignisse / Festival Rock in Roma
Ereignisse / Festival Festival di Caracalla

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